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Innovation Browser Daten

Die Zukunft von Desktop, Browser und Daten-Sharing

Wer echte Innovationen in Interface-Konzepten sehen will, muss nicht auf iOS 13 warten, sondern sich nur die Projekte von Studenten und Young-Professionals ansehen.

Wer echte Innovationen in Interface-Konzepten sehen will, muss nicht auf iOS 13 warten, sondern sich nur die Projekte von Studenten und Young-Professionals ansehen (Bild: Refresh)
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Bevor Apple das Konzept von grafischen Benutzeroberflächen in den 80ern einführte und Jahre später salonfähig machte, wurden Computer noch über Terminal-Eingaben bedient. Man musste man also alle Befehle kennen, bevor man der Maschine ein Kommando geben konnte. Die Zukunft in Form von Sprachassistenten scheint ganz ähnliche Wege zu gehen. Nur wo geht die Reise für die traditionelle und mobile Computer hin?

Wegweisende, neue Bedienkonzepte entstehen dieser Tage eher selten in großen Unternehmen, sondern als Abschlussarbeiten im Design-Studium oder ganz einfach als freie Arbeit zur Aufwertung des eigenen Portfolios. Dort geht es dann allein um den Nutzen und bekannte Komponenten werden zu völlig neuen Interfaces zusammengesetzt. LEAD-Autor David Streit hat sich einmal nach den besten neuen UX-Arbeiten umgeschaut und dreieinhalb Ansätze gefunden, die zeigen wo die Reise hingeht und die du unbedingt kennen solltest.

The Cloudfall (2019): Wenn Nutzer wieder über ihre persönlichen Daten entscheiden

Was wäre, wenn wir unsere Daten nicht zwischen dutzenden Services aufteilen müssten? Wenn Textnachrichten nicht ausschließlich bei Whatsapp, gepostete Bilder bei Instagram und geteilte Dokumente in den Google Docs liegen würden?

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(Bild: The Cloudfall /Lennart Ziburski)

Lennart Ziburski glaubt an das Prinzip Privacy by Design und schlägt eine dezentrale Dateiverwaltung vor, die unsere Daten auch physisch auf unseren Geräten beherbergt. Wenn Apps (und damit Firmen wie Amazon, Google und Facebook) darauf zugreifen wollen, müssen sie um Erlaubnis fragen. Der Clou: Alle Dienst würden dann mit der selben Datengrundlage arbeiten können und müssen – ganz ohne Netzwerkeffekte und sonstige Prinzipien von "Walled Gardens".

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Im Zentrum von The Cloudfall steht die Einführung von standardisierten Datentypen. Ziburski denkt dabei aber nicht nur an Kontakte, Notizen und Video-Dateien – sondern auch an Stories, Gesundheitsdaten und Anwendungen im Smart Home. So eine Kontexualisierung von Daten ließe Facebook-Events direkt als Ordner in der Fotos-App erscheinen, YouTubes Algorithmus dir einen Trailer zur neuen Staffel einer gestreamten Netflix-Serie vorschlagen und Amazon über die gespeicherte Jacke auf Instagram Bescheidwissen. Am Ende kann sich jeder Nutzer sein Daten-Netzwerk so aufbauen, wie er es gerne hätte – und vielleicht ja sogar für die Freigabe seiner persönlichen Daten bezahlt werden.

2016 hat Lennart Ziburski bereits mit seiner Abschlussarbeit zum Thema "Rethinking the Desktop Interface for Productivity" für Aufsehen gesorgt. Er verzichtete darin auf jegliche Schreibtisch-Metaphern und führte stattdessen eine einzige Suchmaske und intelligente Filter ein. Das könnte dich auch interessieren: Das sind die innovativsten Experimente von Netflix, Prime Video & Co.

Mercury (2019): Ein fließendes Betriebssystem

Jason Yuan hat sich ebenfalls ausgiebig mit dem Thema Desktop beschäftigt und dabei erkannt, dass bei heutigen Systemen überall Ablenkungen lauern. Selbst wenn man mal eben eine neue Datei abspeichern will, ist man gezwungen sich zuerst über Dateinamen und Ablageort Gedanken zu machen – statt einfach mal anzufangen. Mit Mercury präsentiert er nun das Konzept eines reduzierten Betriebssystems, das sich allein auf die zu erledigenden Aufgaben konzentriert und gleich komplett auf Dateien und Ordner verzeichtet.

Unbenannt

Alle Dateien und Aufgaben nennt er Module und diese lassen sich belieb zu Flows zusammenfügen – vergleichbar mit Siri Shortcuts. Ziel eines Flows ist also das geordnete Abarbeiten von Arbeitsschritten. Das erscheint so visionär, dass man fast nicht glauben kann, dass sich damit wirklich produktiv arbeiten ließe. Aber wenn wir unsere Konventionen mal vergessen und die Archivierung und den Austausch von Daten als gegeben annehmen, dann könnte einem Mercury tatsächlich dabei helfen sich zu fokussieren.

Refresh (2018): Mobiles browsen neu gedacht

Zurück ins Hier und Jetzt und zu einer präsenteren Herausforderung. Julius Sohn und Julius Gehrig begannen ihre gemeinsame Abschlussarbeit mit einer Umfrage, wie Menschen eigentlich ihren Browser heutzutage nutzen und zukünftig nutzen wollen. Die beiden htw-Studenten wussten bisher nur, dass sich die Browser-Bedienung seit mehr als 20 Jahren nicht sonderlich weiterentwickelt hat. In der Recherche kamen nun drei Kernfunktionen heraus, denen sie sich mit ihrem Entwurfsprojekt widmen wollten: dem Tab-Management, gespeicherten Informationen und der Kontextabhängigkeit dieser Daten.

Julius Sohn Julius Gehrig
(Bild: Julius Sohn/Julius Gerig /Refresh)

Als Grundlage haben sie den mobilen Safari-Browser genommen und um eine weitere Ebene ergänzt: Spaces. Diese dienen dazu geöffnete Websites zu gruppieren oder als Leselisten für später zu organisieren. Automatisch würden Inhalte in Kategorien wie Privat und Arbeit, sowie nach Medien sortiert werden. Angepasst können daraus projekt- oder themenspezifische Spaces werden. Und im Verlauf landen nicht nur die besuchten Seiten, sondern ganze Klickverläufe und der geographische Ort, an dem man sich zu der Zeit befand – denn die Mischung aus all diesen Infos stellt Links erst im richtigen Kontext dar.

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