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Foto: Affinity/Serif
Jörg Heinrich Photoshop Fotografie

Foto top! Die zehn besten Alternativen zu Photoshop

Photoshop ist aus den Selfies der Teenies nicht mehr wegzudenken. Eine Spur professioneller bietet der Markt neben dem beliebten Klassiker mittlerweile viele gute und günstige Alternativen - LEAD hat sich die zehn besten Foto-Tools für Smartphones, Tablets und Notebooks angeschaut

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Wenn die Schlagersängerin auf dem Titelbild der Klatschzeitschrift ein Baby im Arm hält – dann ist die Diagnose meist klar: Sie ist nicht schwanger, sie wurde nur „gephotoshoppt“. Als einziges Grafikprogramm der Welt hat es der Klassiker Photoshop, den die US-Firma Adobe 1990 erstmals veröffentlichte, zu einem eigenen Verb gebracht. Überall auf der Welt photoshoppen Grafiker mehr oder weniger kunstvoll ihre Bilder. Und wenn’s mal schief geht, wächst einem Promi versehentlich ein drittes Bein, worüber dann die ganze Welt lacht.

Photoshop ist gut – und hat seinen Preis. Früher hat Adobe 1.000 Euro und mehr für seine Paradesoftware verlangt, was Photoshop zu einem der meistgeklauten Programme der Welt machte. Heute setzen die Kalifornier auf Abo-Modelle, mit denen sich Photoshop mieten lässt. Mit mindestens 23,79 Euro im Monat ist das aktuelle Photoshop CC 2018 – das Kürzel steht für „Creative Cloud“ – noch in gehobener Preisklasse. Zahlreiche Grafikprogramme leisten oft Ähnliches – und manchmal sogar mehr. Wir stellen die zehn besten Photoshop-Alternativen vor.

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Photoshop Elements 2018 (Windows, Mac / ab 50 Euro)

6 Photoshop Elements 2018
Photoshop Elements 2018 (Foto: Adobe)

Der kleine Bruder des großen Photoshop ist in Deutschland das meistverkaufte Programm, um Fotos aufzuhübschen, zu sortieren oder Grafiken zu gestalten. Elements beherrscht bei der Bildbearbeitung zahlreiche Tricks. So lassen sich geschlossene Augen auf Fotos mit ein paar Klicks öffnen. Oder aus mehreren Aufnahmen, auf denen immer irgendjemand nicht in die Kamera schaut, entsteht ein perfektes Gruppenfoto. Oder ein unpassender Hintergrund wird einfach ausgetauscht. Das Arbeiten mit mehreren Ebenen, mit denen Photoshop 3.0 1994 die Bildbearbeitung revolutioniert hat, beherrscht mittlerweile auch Elements. Offiziell verlangt Adobe knapp 100 Euro für die aktuelle Version Elements 2018. Bei Onlinehändlern ist das Programm aber schon für 50 bis 60 Euro zu finden – kaum mehr als zwei Monatsmieten für das Profi-Photoshop. www.adobe.de

ACDSee 2018 (Windows, Mac, iOS / ab 2,29 Euro)

Noch ein Klassiker. Die kanadische Software macht Photoshop bereits seit 1994 Konkurrenz – und das zu deutlich günstigeren Preisen. Vor allem auf dem PC hat es ACDSee zu einem der beliebtesten Grafik- und Fotoprogramme gebracht. Die aktuelle Version ACDSee 2018 bietet exzellente Werkzeuge, um vor allem RAW-Dateien, also die rohen Bilddaten aus einer Kamera, professionell zu bearbeiten. Mit Bewertungen, hierarchischen Stichwörtern, Kategorien und Standortdaten lassen sich Fotos sehr gut sortieren und wiederfinden. ACDSee 2018 gibt es in mehreren Versionen – von 45,95 Euro für die „Standard“-Edition bis zu 102,95 Euro für die „Ultimate“-Ausgabe mit RAW-Editor und Ebenen-Bearbeitung. Deutlich günstiger (2,29 Euro) ist die iOS-App „ACDSee“, die sogar eine Kamerafunktion eingebaut hat, die der Standard-Kamera des iPhone bei weitem überlegen ist. Eine Pro-Version kostet 7,99 Euro. www.acdsee.com/de

Paint.NET (Windows / gratis)

Es geht auch kostenlos. Paint.NET ist einst als leistungsfähigere Alternative zu Microsofts simplem Paint-Programm an der Uni Washington entstanden, hat sich in der aktuellen Version 4 aber mächtig gemausert. Paint.NET bietet mittlerweile Ebenen, Filter und zahlreiche Werkzeuge zum Malen und Zeichnen. Besondere Stärke: Das extrem schlanke Programm, das nur einen Download von 6,9 MB erfordert, läuft auch auf den schwächsten PCs noch flott, auf denen Photoshop nicht einmal mehr startet. Eine rührige Community hilft außerdem Nutzern bei ihren Problemen weiter. www.getpaint.net

Pixlr (Browser, iOS, Android / gratis)

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Pixlr, Bildbearbeitung im Browser, durch die Werbeanzeige rechts finanziert (Foto: Pixlr)

Wer auf seinem Rechner keine Bildbearbeitung installieren kann oder darf, findet mit Pixlr eine prima Alternative. Denn die schwedische Software, hinter der der CAD-Riese Autodesk steht, läuft ohne Installation direkt im Browser auf allen Systemen und Rechnern. Pixlr finanziert sich über ein eingeblendetes Werbefenster und bietet zahlreiche Bearbeitungsfunktionen, hat mittlerweile aber einen entscheidenden Nachteil. Denn es funktioniert nur mit dem veralteten Flash-Plugin, das sich für die meisten Browser wegen seiner zahlreichen Sicherheitsprobleme mittlerweile nur mehr sehr umständlich installieren lässt. Eine moderne HTML-5-Version von Pixlr, die dann wieder problemlos funktioniert, wurde längst angekündigt, ist bisher aber nicht erschienen. Zusätzlich gibt es kostenlose Apps für iOS und Android. www.pixlr.com/editor

Pixelmator / Pixelmator Pro (Mac, iOS / ab 5,49 Euro)

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Pixelmator Pro, das Mega-Programm auf dem Mac (Foto: Pixelmator Team)

Dieses Programm ist so spektakulär, dass selbst Apple bei der Präsentation neuer Hardware zeigt, welche Wunderdinge der Pixelmator auf iPhone, iPad oder Mac vollbringt. Eine unerwünschte Person oder einen störenden Gegenstand spurlos aus einem Foto zu retuschieren, wie einen in Ungnade gefallenen Politiker in der einstigen Sowjetunion – das Programm der litauischen Brüder Saulius und Aidas Dailide schafft das dank künstlicher Intelligenz mit ein paar Wischern in wenigen Sekunden. Mit über 50 Filtern und mehr als 160 Bildeffekten übertrifft der Pixelmator bei der Fotobearbeitung Photoshop bei Weitem, und ist trotzdem deutlich einfacher zu bedienen. Weiterer Vorteil: Photoshop-Dateien lassen sich öffnen und bearbeiten, und auch Ebenen werden unterstützt. Die iOS-App ist für 5,49 Euro ein Sonderangebot. Die Mac-Version kostet faire 32,99 Euro. Und die noch schnellere und leistungsfähigere neue Variante Pixelmator Pro lässt sich für 64,99 Euro laden. Eine kostenlose Testversion funktioniert 30 Tage ohne Einschränkungen. www.pixelmator.com

Photoshop Express (iOS, Android / gratis)

Auf Smartphones und Tablets ist Photoshop längst nicht so erfolgreich wie auf Mac und PC – was nicht zuletzt daran liegt, dass sich Adobe mächtig verzettelt hat. Neben der Bildbearbeitung Photoshop Express gibt es auch noch Photoshop Fix zum Reparieren von Fotos, und Photoshop Mix zum Erstellen von Collagen. Kaum mehr ein Nutzer blickt da noch durch. Die Express-App ist ein stark abgespecktes Photoshop, das die Grundlagen der Bildbearbeitung recht einfach macht, bei dem aber Funktionen wie Ebenen, Plugins oder Pinsel schmerzlich vermisst werden. Für die Express-Nutzung – wie der Name schon sagt – trotzdem durchaus brauchbar. www.adobe.de

GIMP (PC, Mac, Linux / gratis)

Keine leichte Kost. Die Bedienung dieses Klassikers aus der Linux-Welt, den es schon seit 1998 gibt, lässt sich komplett individualisieren, wirkt aber gerade für Neulinge trotz spürbarer Fortschritte in den letzten Jahren recht einschüchternd. Hier helfen aber immerhin exzellente Tutorials. Grafikprofis und Computer-Frickler schwören auf den enormen Funktionsumfang von GIMP, das sich dank zahlloser Gratis-Tools von Nutzern aus aller Welt kaum hinter Photoshop verstecken muss. Sicherlich die leistungsstärkste und mächtigste Gratis-Alternative zum Marktführer von Adobe. www.gimp.org

Afterlight (iOS, Android, Windows / gratis bzw. 3,49 Euro)

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Afterlight, die Mini-Bildbearbeitung auf dem iPhone (Foto: Afterlight Collective)

Weil Adobe bisher keine echte Mobilversion von Photoshop zustande gebracht hat, springt das Afterlight Collective ein, ein Zusammenschluss von Programmierern und Designern aus Kalifornien. Ihre erste Bildbearbeitungs-App Afterlight, die es nach wie vor kostenlos für iOS, Android und Windows gibt, ist längst ein Klassiker. Das Programm bietet mit rund 100 Filtern und 78 Texturen, die sich über Fotos legen lassen, alle Möglichkeiten, um Bilder ohne großen Aufwand aufzuhübschen. Noch leistungsfähiger ist die neue Version Afterlight 2, die es für 3,49 Euro bisher nur unter iOS gibt. Mit Textwerkzeugen, Doppelbelichtungen oder dem Editieren von Filtern hat sich das neue Afterlight zu einem Profiwerkzeug gemausert, das aber nach wie vor einfach zu bedienen ist. www.afterlight.co

Enlight (iOS / 4,49 Euro)

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Auch die App Enlight bietet tolle Bearbeitungsmöglichkeiten (Foto: Lightricks)

Aus dem High-Tech-Land Israel kommt der härteste Konkurrent für Afterlight. Enlight, das auch als „Fotofuchs“ vermarktet wird, ermöglicht fast jeden nur denkbaren Bildeffekt. Einzige Grenze ist die Fantasie des Nutzers. Filter im Stil klassischer Analogkameras, das Umwandeln von Fotos in Gemälde oder das Ändern von Perspektiven – die Programmierer der Firma Lightricks aus Jerusalem, die auch hinter der Gesichtsbearbeitung „Facetune“ stehen, machen beinahe alles möglich. „Enlight ist fast genauso leistungsstark wie Photoshop, nur dass man bei Enlight auch die Bedienung sofort versteht“, schwärmt das Magazin Digital Trends. Android-Nutzer müssen aufpassen: Die App „Enlight Photo Editor“, die durch den Google Play Store geistert, ist nur eine billige Kopie, die mit dem Original nichts zu tun hat. www.photofoxapp.com

Affinity Photo (Windows, Mac, iPad / ab 21,99 Euro)

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Affinity Photo, perfekte Bildbearbeitung auf iPad, PC und Mac (Foto: Serif)

Mit diesem Programm des britischen Herstellers Serif aus Nottingham kommt die Bildbearbeitung vor allem auf dem iPad endgültig auf dem Profi-Niveau von Photoshop an. Die Engländer unterstützen Ebenen, Filter, Masken, 360-Grad-Panoramen sowie alle nur denkbaren Bildformate von RAW bis EPS. Und Photoshop-Dateien sind kompatibel. Bereits auf PC und Mac (jeweils 54,99 Euro) überzeugt Affinity. Aber was das Programm auf dem iPad zustande bringt, ist atemberaubend – quasi ein Photoshop auf dem Touchscreen, das gerade auf dem iPad Pro auch noch blitzschnell läuft. Die Funktionen, die früher 1.000 Euro und mehr gekostet haben, gibt es jetzt für 21,99 Euro im App Store. Ein Traum für ambitionierte Fotofans und für Grafiker. www.affinity.serif.com

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