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Online Marketing Trends Trust

Die vier wichtigsten Trends im Online-Marketing

Online-Werbung tritt im Moment in ein neues Zeitalter der Reife ein. Vertrauen und Glaubwürdigkeit spielen aktuell auf vielen Ebenen der digitalen Industrie eine Schlüsselrolle.

Im Gegensatz zu den vorherigen Jahren, in denen es in der Branche generell um brandneue Technologien ging, wird diese aktuell von mehr Realismus geprägt (Bild: GettyImages/Jonathan Kitchen)
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Erst vor kurzem ging die größte Kongressmesse für die digitale Industrie in Europa zu Ende und zeigte die neuesten Trends der Branche auf. Das diesjährige Motto der DMEXCO in Köln lautete "Trust in you". Und in der Tat spielt Vertrauen aktuell auf vielen Ebenen der digitalen Industrie eine große Schlüsselrolle. Es verbindet User mit den Unternehmen, die ihre Daten erheben, aber auch mit Marken, Publishern, Agenturen und Adtech-Anbietern. Im Gegensatz zu den vorherigen Jahren, in denen es in der Branche generell um brandneue Technologien ging, wird diese aktuell und wohlmöglich auch in Zukunft von mehr Realismus geprägt. Mit Sicherheit hat zu diesem Thema bisher jeder seine eigenen Erfahrungen gesammelt und digitales Marketing tritt im Moment in ein neues Zeitalter der Reife ein.

Werfen wir einmal einen Blick auf die besonders tiefgreifenden Trends und wesentlichen Änderungen im Adtech-Framework für die kommenden Monate:

1. Personalisation is King, Programmatic is Key

Laut einer Trendumfrage der DMEXCO 2019 halten 56 Prozent der Befragten programmatische Werbung für einen der wichtigsten internationalen Trends. Diese Auffassung wird durch die beeindruckende Wachstumsquote bestätigt. Der jüngste Programmatic Ad Spend Report von IAB Europe zeigt, dass die Spendings im Jahr 2018 auf 16,7 Milliarden Euro gestiegen sind.

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An der Spitze der Liste stand die Personalisierung mit 64 Prozent. Personalisierung und Automatisierung sind entscheidende Trends für Vermarkter. Verbraucher fordern verstärkt personalisierte Erlebnisse, da sie wissen, dass Marken ihre Daten nutzen könnten bzw. bereits benutzen. Programmatic kommt langsam in der „realen Welt“ an. Dank der neuen digitalen Werbetafeln und des Addressable TVs können Marken nun ihre Out-of-Home- und TV-Kampagnen automatisieren. Jetzt sollten wir uns die Frage stellen: Gelingt es in Zukunft personalisierte Cross-Channel-Erlebnisse zu schaffen?

In der Zwischenzeit wird einem großen Teil der Branche die zunehmende Zerbrechlichkeit der auf Cookies basierenden Werbung bewusst. Vor kurzem wurden wichtige Signale gesendet, wie zum Beispiel die Entscheidung von Google, Cookies von Drittanbietern zu blockieren. Das zwingt die Industrie, über neue Wege nachzudenken welche Ziele die Werbung haben sollte, wie sie gemessen und vor allem personalisiert werden kann, um einen neuen, DSGVO konformen Pfad zur personenbezogenen Identität zu schaffen.

Mehr zum Thema: Transparenz ist kein Hype, sondern eine Selbstverständlichkeit

2. DSGVO hebt die Verbindung zwischen Vertrauen und Datenschutz

Angesichts des europäischen DSGVO-Gesetzes wird der Datenschutz eine große Herausforderung für GAFA-Unternehmen sein. Verbraucher möchten jederzeit und überall einkaufen, haben in Puncto Datenschutz jedoch wenig Vertrauen in Facebook und Co. Wie werden meine Daten dort verwendet? Die Frage betrifft jeden Verbraucher, denn es gibt so viel, was sie über die DSGVO nicht wissen.

Daten sind ein sehr wertvolles Gut und Unternehmen wissen das. Deshalb stehen Transparenz und Datenschutz im Mittelpunkt. Laut GlobalData wird der Datenschutz die erste Bedrohung für GAFA-Unternehmen sein und deshalb wird man sich hier in den kommenden Jahren mit der Entstehung neuer Vorschriften befassen müssen. Hierbei wird Datenschutz der Nutzer das Schlüsselelement sein. Über die GAFA hinaus ist der Datenschutz ein globales Problem, welcher alle Akteure belastet. Das Vertrauen der Nutzer steht auf dem Spiel.

3. Die Kraft der Daten

Immer mehr Unternehmen verstärken ihre Datenanstrategie im digitalen Marketing: Ihr Potenzial ist entscheidend, um zu erfahren, was der Verbraucher zu welchem Zeitpunkt sehen bzw. hören möchte. Die Frage bleibt: Sind Unternehmen willig, diese Herausforderungen anzugehen und wenn ja, was ist der richtige Weg? Neben der Anschaffung neuer Tools sind immer mehr Marken bereit, sich mit erfahrenen Adtech-Anbietern zu verbünden, um die Kontrolle über ihre digitalen Marketingkapazitäten zurückzugewinnen.

Vor einigen Jahren sprachen wir über Daten als das Benzin unserer Zeit. Jeder kennt die Bedeutung von Big Data in der E-Commerce-Ära. Aber jetzt geht es nicht nur um Data-Mining, sondern auch darum, die Betriebskosten durch Produktinnovationen zu senken und die Effizienz digitaler Kampagnen durch intelligentes, datengetriebenes Marketing zu verbessern.

Mehr zum Thema: "Alle sind sich einig, dass Marketing datengetrieben funktionieren muss"

4. Künstliche Intelligenz bleibt Top-Trend

Ja, es werden ständig neue Trends angekündigt, aber Artificial Intelligents steht nach wir vor über allem. Mit AI sollen E-Commerce-Prozesse transformiert, die Benutzererfahrung verbessert und am Ende des Tages höhere Einnahmen erzielt werden. Durch die Anwendung von Künstlicher Intelligenz im E-Commerce-Bereich eröffnet sich für Online-Shops eine Vielzahl spannender Möglichkeiten. Laut einer Studie von Gartner werden im Jahr 2020 bereits 60 Prozent der E-Commerce-Unternehmen KI-Lösungen einsetzen.

Aber wird KI die digitale Werbung verbessern? Marken und Agenturen sehen in dieser Technologie eine großartige Chance für die Branche. Allerdings ist künstliche Intelligenz bisher nur begrenzt intelligent und in vielerlei Hinsicht noch nicht ausgereift. Es fällt allerdings aus, dass die Debatten über KI im Jahre 2019 deutlich realistischer geführt werden als in den Jahren davor.

Sicherlich ist nicht alles brandneu, denn die Themen sind bekannt, aber sie haben sich dennoch in diesem Jahr weiterentwickelt. Der Wandel in allen Branchen vollzieht sich rasant. Wir werden mit Spannung beobachten, wie die Industrie mit genannten Chancen und Risiken umgehen wird und welche neuen Themen im kommenden Jahr auf der Agenda der Digitalwirtschaft stehen werden.

Mehr zum Thema: Automatisierte Marketingkampagnen mit Daten

Jonathan Nerbe ist Country Manager am Berliner Standort für den Programmatic Solutions Partner Tradelab und ist dort für die DACH-Region zuständig.

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Unternehmen sammeln Kundendaten – das führt zu Misstrauen. Eine höhere Kundenbindung bringt dagegen mehr Datenaustausch – das schafft personalisierte Erlebnisse und mehr Umsatz. Fünf Experten aus Philosophie, Forschung und Unternehmen schildern im aktuellen LEAD Bookazine 3/2019, wie sie Technologie und Menschen nachhaltig zusammenführen.

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