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Die neuen Trends im Influencer-Marketing (Foto: Getty Images/Johnny Greig)
LEAD 1/2019 Influencer Marketing Influencer

Die Underdogs kommen jetzt!

"Die nächsten großen Trends sind Live-Streaming und Messenger-Marketing": Nach über 300 Kampagnen im Influencer Marketing erklärt Björn Wenzel, Geschäftsführer von Lucky Shareman, wo sich die Trends der Branche hinbewegen werden.

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Beim Stichwort Influencer-Marketing denken viele zuerst an Instagram. Dabei stehen Social Media für verschiedene Kanäle, die sich jedes Unternehmen und jede Marke genau ansehen sollte. Ob YouTube, Pinterest, Twitter, Facebook oder Snapchat: Die möglichen Werbeplattformen neben Instagram bieten alle Vorteile für Marketingmaßnahmen.

Doch es geht noch mehr, da ist sich Björn Wenzel, Geschäftsführer von Lucky Shareman, sicher. Der Gründer der Influencer-Marketing-Agentur erklärt, wo sich die Trends im Influencer-Marketing hinbewegen.

LEAD: Wohin gehen die Trends im Influencer-Marketing?

Björn Wenzel: Die wichtigsten Trend-Kanäle 2019 für das Influencer-Marketing sind aus meiner Sicht Live-Streaming und Messenger-Marketing.

"Influencer können ihre Follower via WhatsApp sehr persönlich erreichen."

Live-Streaming à la Instagram-Live-Videos?

Auch. Instagram hat seine Technologie bereits deutlich verbessert, hier sehen wir die Anfänge des neuen Trends. Aber auch Streaming-Plattformen wie Twitch entwickeln sich rasant. Twitch hat in Deutschland aktuell 15 Millionen aktive Nutzer und spricht eine werberelevante Zielgruppe zwischen 15 und 35 Jahren an – und entgegen vieler Erwartungen sowohl Männer als auch Frauen. Twitch eignet sich längst nicht mehr nur für das Streamen von Games, sondern auch für Do it Yourself-Themen (DIY). Hier werden wir bald spannende neue Formate sehen. Entscheidend ist, dass ein Unternehmen das eigene Produkt sinnvoll mit dem entsprechenden Livestream-Thema verknüpft.

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Björn Wenzel, Gründer und Geschäftsführer der Influencer-Marketing-Agentur Lucky Shareman

Sie glauben aber auch an Messenger-Marketing?

Absolut. Das zweite große Thema wird Messenger-Marketing im Jahr 2019 sein. Jeder nutzt heute einen Messenger, von jung bis alt. Im Mittelpunkt steht vor allem WhatsApp, das mittlerweile rund 80 Prozent der Deutschen - und 95 Prozent der 12- bis 19-Jährigen - nutzen. Das bestätigt der aktuelle D21 Digital Index 2018/2019 der Initiative D21.

Wie kann so ein Messenger-Marketing via WhatsApp aussehen?

Influencer können ihre Follower via WhatsApp sehr persönlich erreichen. Der Kanal eignet sich sowohl für Texte, Fotos, Videos und Dokumente, als auch für Standort- oder Sprachnotizen. Hier steckt viel Potenzial für Marken, die ihre Zielgruppen direkt erreichen und ein ehrliches und schnelles Feedback erhalten wollen.

Mehr über Influencer Marketing erfährst du in der aktuellen Ausgabe des LEAD-Magazins 01/19, das du auch online bestellen kannst.

Lead Cover

Und das funktioniert?

Noch ist WhatsApp der Underdog der Social-Media-Kanäle. Aber wir wissen: Bei WhatsApp ist die Klickrate oft höher als bei anderen Social-Media-Kanälen. Dieser Trend wird sich 2019 noch verstärken. Denn bei WhatsApp und im Facebook Messenger wird noch keine Werbung geschaltet, Content ist das Werbeformat. Für Kundenbetreuung und Kundenbindung ist es sinnvoll, vor allem in den WhatsApp Stories die Statusmeldungen zu nutzen. Hier sind Videos sehr aufmerksamkeitsstark.

Für wen ist Messenger-Marketing geeignet?

Geeignet ist Messenger-Marketing für alle Branchen, die zielgruppenspezifische Infos publizieren wollen. Influencer können Themen aufgrund ihrer Popularität sehr gut verkörpern. So können sie mit Erklär-Videos, Backstage-Infos, Produkt-Promotions, Bildern und Umfragen helfen, das Marketing zu remonetarisieren.

Auch interessant: Influencer Marketing: Gekommen, um zu bleiben

Wenn wir beim Thema Trends sind: Was sagen Sie zum Trend der Micro-Influencer?

Wir von Lucky Shareman sind der Meinung: Der Mix macht`s. Am besten, man mixt Micro-, Mid- und Macro-Influencer. Die Influencer der drei Kategorien erfüllen verschiedene Aufgaben. Die Micro-Influencer stehen für ein hohes Commitment und eine starke Community sowie hohe Interaktionsraten. Der Micro-Influencer geht meistens sehr intensiv auf die Interaktionen seiner Fans ein. Die Mid-Influencer haben professionellere Videos und sind gleichzeitig nahbar, während die Macro-Influencer eine große Reichweite, hochprofessionelle Videos und besonders coolen Content mitbringen. Ihre Engagement-Rate in Relation zur Followerzahl ist dabei nicht selten niedriger als bei den Micros und Mids, denn als Personenmarke sind sie stärker, während nischigere Influencer oft eine höhere Themenautorität genießen.

Reichweite allein zählt also im Jahr 2019 nicht mehr?

Schon lange nicht mehr. Eine Kampagne sollte nie nur auf Reichweite setzen. Der Zielgruppenfit, die Qualität der Beiträge und die Interaktion mit den Followern sind ebenso wichtig, um die gewünschte Medialeistung zu erzielen. Will eine Marke also sowohl eine hohe Reichweite, als auch ein gutes Engagement in der Zielgruppe erreichen, sollte sie Micro-, Mid- und Macro-Influencer kombinieren. Ebenso wichtig ist natürlich, innerhalb dieser Kategorien die Influencer auszuwählen, die wirklich zur Marke passen – ebenso wie ihre Follower.

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