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Foto: 123rf.de
WM 2018 Streaming Sport

Die schnellsten WM-Tore im Netz

Fernsehen ohne Fernseher: Streaming und Apps auf Smartphones, Tablets oder Laptops sind zur WM eine erstklassige Alternative. LEAD verrät wie du den besten Empfang erhältst und wo mit Abstand die schnellsten Streamingtore fallen.

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Die Fußball-WM auf dem großen Fernseher im Wohnzimmer, bei ARD, ZDF oder im superscharfen UHD-Bildformat bei Sky – so erleben auch 2018 die meisten Fans in Deutschland das Turnier. Aber: Streaming und Apps auf Smartphones, Tablets oder Laptops sind eine erstklassige Alternative. LEAD hat die besten Tipps zum „WM-Fernsehen ohne Fernseher“, zu Internetstreams und zum Antennen-TV DVB-T2 HD, mit denen der Empfang auch im Garten, im Freibad oder am See funktioniert. Und wir verraten, wo mit Abstand die schnellsten Streamingtore fallen.

WM-Streaming bei ARD und ZDF

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Schon bei der WM 2014 eine Attraktion – die Analysen im ZDF aus verschiedenen Kameraperspektiven (Foto: ZDF)

Die Öffentlichen-Rechtlichen übertragen alle 64 WM-Spiele auch als Livestream unter sportschau.de, sport.zdf.de sowie in den kostenlosen Apps der Sportschau und der ZDF-Mediathek für iOS und Android. Mit diesen Angeboten können Fußballfans noch wesentlich mehr von der WM sehen als am TV-Gerät. Beide Sender liefern während der Spiele Streams aus mehreren Perspektiven. So sind im ZDF neben der normalen Übertragung ein „Taktik-Blick“ und eine „Spider-Cam“ zu sehen, mit der vor allem Taktikfüchse die Spiele wesentlich genauer analysieren können. Eine „Coach-Cam“ verfolgt die Trainer 90 Minuten lang unerbittlich – und entlarvt, wenn Jogi Löw seine Finger wieder Richtung Nase bewegt.

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Während die Spiele noch laufen, sind entscheidende Szenen bereits aus bis zu 24 Perspektiven zu sehen, die jede strittige Frage aufklären sollten. Im Ersten heißt dieser Service „Multi-Angle-Content“, und im Zweiten „MyView“. Und wer es nicht rechtzeitig zum Anpfiff aus dem Büro nach Hause schafft, kann in den Streams von ARD und ZDF bis zu 30 Minuten zurückspulen. Nutzer der ZDF-App können ihre Lieblingsmannschaft „abonnieren“, und deren Turniertore in einem Video hintereinander sehen. Die ZDF-App lässt sich auch per Sprachsteuerung bedienen: „Alexa, zeig mir die Highlights vom letzten deutschen Spiel.“ Wichtig: Sky zeigt zwar 25 WM-Spiele live in UHD-Auflösung. Aber der Empfang klappt nur mit dem aktuellen Sky+ Pro Receiver und mit einem UHD- bzw. 4K-Fernseher. Auf einem normalen Full-HD-TV oder auch mit der Mobil-App SkyGo sind die Spiele nicht zu sehen, dafür fehlen Sky die Senderechte.

Das schnellste WM-Streaming

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    Bei Waipu sind die schnellsten Streaming-Tore der WM zu sehen (Fotos: Waipu)
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So praktisch die Fußball-WM im Streaming auch ist – die Technik hat einen entscheidenden Nachteil. Sie ist zu langsam. Live ist hier alles andere als live. Bis zu einer Minute hinken die Streams hinterher. Und während der Nachbar, der die WM per Satellit schaut, schon ein Tor von Thomas Müller lauthals bejubelt, hat auf dem Tablet im ZDF-Stream dieser Angriff noch nicht einmal begonnen. Ärgerlich! Der Münchner Streamingdienst Waipu.tv hat dagegen nun ein Rezept gefunden. Das Unternehmen verspricht die mit Abstand schnellsten Internet-Tore der WM – und hält dieses Versprechen offenbar auch.

In Zahlen: Laut der Technik-Spezialisten von Heise sind die schnellsten Tore im Satelliten-TV mit Standard-Bildauflösung (SD) zu sehen. Zwischen dem Treffer im Stadion in Russland und auf dem Fernseher vergehen dabei „nur“ 4,5 Sekunden. Sat-TV in HD-Qualität ist eine halbe Sekunde langsamer. HD-Bilder im Kabel liegen bereits elf Sekunden hinter der Echtzeit, bei Waipu waren es bisher rund 34 Sekunden. Und die Apps von ARD und ZDF kommen auf Verspätungen von bis zu einer Minute – da analysiert Twitter bereits das Tor, bevor es auf dem eigenen Smartphone überhaupt gefallen ist.

Hier schafft Waipu nun zur WM einen gewaltigen Temposprung. Mit einem neuen patentierten Übertragungsverfahren, bei dem ein Low-Latency-Signal (also ein Signal mit minimalsten Verzögerungen) über den Internetanschluss übermittelt wird, sinkt der Zeitverzug laut neuen Messungen von Heise von bisher 34 auf 6,8 Sekunden hinter der Echtzeit – schneller als Kabel, schneller als das Antennenfernsehen DVB-T2 HD. Noch früher jubeln Fußballfans nur per Satellit oder bei der allerschnellsten Lösung, die tatsächlich praktisch live sendet – das gute alte UKW-Radio, bei dem keine digitalen Signale zeitaufwändig entschlüsselt werden müssen. Technischer Hintergrund bei Waipu: Betreiber Exaring aus München kann auf ein eigenes rund 12.000 Kilometer langes Glasfasernetz zugreifen, an dem sich das Unternehmen die Nutzungsrechte gesichert hat. Wer früher jubeln will als der Nachbar, braucht das „Perfect“-Abo von Waipu, das im ersten Monat gratis ist und danach monatlich 9,99 Euro kostet. Die „Turbo-Tore“ sind mit den Apps von Waipu für Android und für Amazons Fire TV zu sehen, aber nicht per iOS oder mit Googles Chromecast-Stick.

Die Gratis-Alternativen

Sollten die Streams von ARD und ZDF mal stocken, gibt es kostenlose Alternativen. Die Apps von Magine und Zattoo für iOS und Android bringen die WM-Spiele der Öffentlich-Rechtlichen ebenfalls gratis auf Smartphones, Tablets, Computer und Smart-TVs. Wichtiger Unterschied: Bei Magine sind HD-Bilder kostenlos, bei Zattoo nur das unscharfe Standard-Bildformat SD.

Das WM-Streaming aus Österreich

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Alternative für deutsche Zuschauer – die WM per Streaming im österreichischen Fernsehen ORF mit Moderator Rainer Pariasek (r.) und Experte Herbert Prohaska (Foto: ORF)

Das für seine erstklassigen Sportübertragungen seit Jahrzehnten hochgelobte österreichische Fernsehen ORF zeigt 56 der 64 WM-Spiele live – also alle Begegnungen außer den Parallelspielen am letzten Vorrundenspieltag. Wie gewohnt ist der Livestream der App ORF TVthek für iOS und Android für Zuschauer aus Deutschland zwar gesperrt. Doch dieses Hindernis lässt sich leicht umgehen. Die VPN-App hide.me für iOS, Android, PC und Mac ist einer der wenigen Proxys, der Server in Österreich anbietet. Der Empfang funktioniert im LEAD-Dauertest seit Jahresbeginn (wegen der großartigen Formel-1-Übertragungen des ORF) zuverlässig und völlig problemlos. Kosten für hide.me: 9,99 Euro im Monat – gut angelegtes Geld für eine Top-Alternative zur WM bei ARD und ZDF.

Die WM per Antenne

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    Der Terratec Cinergy T2 Stick micro bringt die WM auf PCs und Android-Geräte (Fotos: Terratec)
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Hier müssen sich Fußballfans umstellen. Denn die DVB-T-Sticks, die noch die EM 2016 auf Smartphones & Co. gebracht haben, sind seit der Umstellung aufs neue digitale Antennenfernsehen DVB-T2 HD Anfang 2017 quasi Elektroschrott und funktionieren nicht mehr. Wer am See oder im Freibad ohne WLAN und ohne Datenflatrate am Limit die WM sehen will, braucht deshalb einen neuen Stick. Der Terratec Cinergy T2 Stick Micro bringt für 45 Euro die WM-Spiele von ARD und ZDF auf Android-Geräte und Windows-PCs. Die Entschlüsselung der kostenpflichtigen Privaten (Abo für 69 Euro im Jahr) funktioniert damit aber nicht. Für iPhone und iPad gibt es bisher leider keine solchen Sticks. Auf dem Mac und auf dem PC ist der EyeTV T2 Lite für 55 Euro eine exzellente Wahl, um die WM unterwegs zu sehen. Dieser Stick überzeugte im LEAD-Test bereits bei den Olympischen Winterspielen Anfang 2018 restlos. Vorteil: Mit ihm lassen sich auch Aufnahmen programmieren und zeitversetzt ansehen. Alternative: Der DVB-T2-Stick von Freenet.tv für 60 Euro kann zwar auch die Privaten entschlüsseln (was bei der WM zweitrangig ist), bietet aber keine Aufnahmefunktion.

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