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Apple Watch 4 Foto 3
(Bild: Apple)
Apple Michael Gronau Gadgets

Die neue Apple Watch 4 im Praxistest

Seit vergangenen Freitag ist die neue Apple Watch Series 4 erhältlich. LEAD hat die smarte Uhr in der Praxis getestet – und stellt dir die Konkurrenten der Watch 4 vor.

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122,6 Millionen Wearables sollen laut Berechnungen der Marktforscher von IDC allein 2018 weltweit verkauft werden, im Jahr 2020 sollen es rund 190 Millionen sein.

Vor allem Smartwatches führen die Wearables-Sparte an: 72,4 Millionen sollen bis Ende 2018 abgesetzt werden.

Apple dominiert mit seiner Watch diese Kategorie deutlich. 2017 verkaufte der Konzern 17,7 Millionen Uhren, Samsung auf Platz 2 wurde nur 3,6 Millionen Geräte los. Weit abgeschlagen dahinter: Garmin und Fossil.

Mit der neuen Apple Watch Series 4, seit vergangenen Freitag, 21. September, ab 429 Euro erhältlich, will Apple die Umsätze weiter beflügeln. Neuer Formfaktor, größerer Screen, frische Watchfaces und dazu viele Neuerungen in der Software watchOS 5 (LEAD berichtete) – alles Pluspunkte spätestens im Weihnachts-Quartal von Oktober bis Dezember.

Aber wie schlägt sich die neue Apple Watch Series 4 fernab der Specs im Alltag? LEAD hat das vergangene Wochenende genutzt und die 44-mm-Version getestet.

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Apple Watch Series 4
Die Apple Watch Series 4 kommt mit größerem Display und erstellt erstmals ein EKG. (Foto: Apple)

Unsere Watch-4-Eindrücke in der Praxis

Joggen, spazierengehen, Push-Nachrichten empfangen, Messages versenden: Wir haben uns in der Praxis an den typischen Watch-Alltagsszenarien orientiert. Die Wasserfestigkeit konnten wir nicht im Schwimmbad, aber immerhin unter der Dusche testen. Heiß und kalt, danach lief die Watch 4 erwartungsgemäß problemlos weiter.

Andere Beobachtungen sind entscheidender für ein erstes Urteil: Dank des neuen S4-Chips, der zweimal schneller als der Vorgänger S3 in der Series 3 sein soll, starten Apps und Siri-Anfragen tatsächlich signifikant schneller.

Die Bluetooth-Verbindung mit Zubehör wie Kopfhörern hat sich dank Bluetooth 5 verbessert. Die Verbindung mit Zubehör oder zum iPhone ist nicht nur schnell hergestellt, sondern beim Joggen auch deutlich stabiler.

Der Grund: Bei der Series 3 setzte Apple noch auf Bluetooth 4.2, während das iPhone 2017 schon Bluetooth 5 spendiert bekam. Jetzt, 2018, greifen iPhone und Watch auf den gleichen Bluetooth-Standard zurück.

Die Akkulaufzeit hat sich um etwa eine Stunde verbessert. Obwohl das Gerät selbst ein 6 Prozent flacheres Gehäuse hat, wurde die Akku-Kapazität um 4 Prozent gesteigert.. Optimal ist die Laufzeit aber bei weitem immer noch nicht. Ein ganzer Tag ist mühelos mit der Batterie zu schaffen, ohne die Gangreserve zu bemühen.

Die Konkurrenz ist da aber schon deutlich weiter – mit bis zu 7 Tagen Laufzeit und Always-on-Display. Letzteres liefert Apple mit der Watch 4 leider immer noch nicht aus. Ein Feature, das wohl im Herbst 2019 bei der Series 5 vorgestellt wird. Das ginge auch schneller…

Mehr zum Thema: Das iPhone XS Max im LEAD-Test

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Die neue Sturzerkennung

Mit Infograph und Infograph Modular hat Apple den Watch-4-Besitzern zwei exklusive Watchfaces nur für ihre Uhr spendiert. Sie sind ein Hingucker: Bis zu acht Optionen lassen sich ablesen. In unserem Test haben wir das Watchface mit Wecker, Datum, Apple Music, Wetter, Herzfrequenz-Messung, Akku-Anzeige in Prozent, Aktivitäts-Ringen und Trainings-App befüllt.

Der Laufkollege sagte: „Dieses Display würde mich irre machen.“ Für mich gilt: Endlich mehr Infos auf einen Blick, aber alles übersichtlich angeordnet mit der cleveren Ausnutzung der Ecken der Uhr. Passt – und erweitert das um 30 Prozent größere Display (im Vergleich zur Series 3) mehr als sinnvoll.

Während die Zulassung für die EKG-Messung in Deutschland noch aussteht (die Funktion ist erst einmal nur in den USA vorgesehen), lässt sich in Deutschland die neue Sturzerkennung bereits testen. Auf der grünen Wiese haben wir sie ausprobiert. Sie ist ab Werk deaktiviert, beim Einrichten der Watch 4 muss sie selbst aktiviert werden (es sei denn, du bist über 65 Jahre alt, für diesen Anwenderkreis ist sie by default aktiviert).

Stürzt der User, erkennt die Uhr dies und macht sich mittels eines Klopfens am Handgelenk bemerkbar. Danach wird ein Alarm ausgelöst und auf dem Display gezeigt. Bist du fit, kannst du den Sturz verneinen – oder bestätigen, dass du unversehrt bist oder einen Notruf absenden. So wird ein Rettungsdienst alarmiert.

Falls du dich eine Minute nicht bewegst, wird danach ein 15-sekündiger Timer rückwärts zählen. Gibt es nach den 15 Sekunden immer noch keine Reaktion, wird automatisch der Rettungsdienst gerufen. Die Optionen bekamen wir angeboten, haben dann aber den Sturz verneint. Allerdings warnt Apple in einem Supportdokument, dass auch schon mal ein Fehlalarm ausgelöst werden kann, falls die Bewegung sportlich aktiver User missverstanden wird. Dennoch: ein interessantes, womöglich lebensrettendes Feature.

So gesehen möchten wir nach den Test-Tagen die Apple Watch 4 nicht mehr gegen unsere alte Series 3 eintauschen. Auch wenn Apple bei der Series 4 die Preise (ab 429 Euro) noch einmal angezogen hat.

Apple ist mit seiner Watch allerdings auf dem Markt nicht alleine. LEAD stellt dir noch fünf interessante Konkurrenten der Apple Watch 4 vor.

Samsung Galaxy Watch
(Bild: Samsung)

Der Hauptgegner: Samsung Galaxy Watch

Jüngst vorgestellt und preislich günstiger als die Apple Watch 4: Samsungs Galaxy Watch kostet in der 46-mm-Edelstahl-Version 329 Euro und damit rund 100 Euro weniger als die Apple Watch.

Bei einer Akku-Laufzeit von bis zu einer Woche (470 mAh-Batterie-Version) bietet die Samsung-Uhr eine schnelle Verbindung zu Speakern, TV-Geräten oder auch smarten Saugrobotern. Die Bluetooth-Verbindung läuft über die dazugehörige Gratis-App SmartThings. Bis zu 1000 Songs lassen sich im integrierten MP3-Player unterwegs offline hören.

Und wie die Konkurrenz sehen auch die Südkoreaner ihre neueste Smartwatch als persönlichen Fitnesstrainer, der nicht nur die Aktivität trackt, sondern auch Ernährungsempfehlungen geben kann. Wie die Apple Watch ist die Galaxy Watch gegen Wasser, Staub und Sand geschützt.

Während Apples Uhr nur unter iOS läuft und ein iPhone zur Einrichtung benötigt, versteht sich die Galaxy Watch auf iOS und Android. Wer Samsung generell bevorzugt, findet im etwas älteren Modell GearS3 Frontier um 250 Euro eine etwas preiswertere Alternative.

Withings Hr Sport
(Bild: Withings)

Der Hybrid: Withings Steel HR Sport

Withings hat turbulente Zeiten hinter sich. 2016 verkaufte Mitgründer Eric Carreel das Unternehmen an Nokia Technologies. Im Mai diesen Jahres hat Carreel die Firma wieder zurückgekauft. Der alte und neue Besitzer der Marke Withings will jetzt den Schwerpunkt neuer Produkte auf die smarte und vernetzte Gesundheit legen. Die Withings Steel HR Sport ist sein erstes neues Produkt.

Die Multisport-Hybrid-Uhr bietet im Vergleich mit der Watch 4 eine beeindruckende Akku-Laufzeit von bis zu 25 Tagen und auch ein Always-on-Display. Die Edelstahl-Uhr mit analogem Ziffernblatt soll beim Sport, im Office und daheim als Hybrid stets tragbar sein.

Sie ist bis zu 50 Meter wasserdicht, erfasst die Protokolle von über 30 Sportarten, darunter auch Boxen und Eishockey. Sie bietet dazu inzwischen handelsübliches GPS-Tracking, Schlaf-Analyse und Herzfrequenz-Messung. Der „VO2max“ genannte Fitness-Indikator misst zudem die Muskel- und Herz-Fähigkeit, Sauerstoff in Energie umzuwandeln.

Erhältlich in Schwarz und Weiß erlaubt es die Steel HR Sport auch, Armbänder auszutauschen (Preis: 199,95 Euro).

Simvalley Mobile
(Foto: Simvalley/Pearl)

Die Günstige: simvalley MOBILE SW-300.hr

Nicht jeder möchte für eine smarte Watch Hunderte von Euro ausgeben. Der Versand-Händler Pearl hat deshalb mit der simvalley MOBILE SW-300.hr eine Uhren-Variante zum besonders günstigen Preis auf den Markt gebracht – für gerade mal 49,90 Euro.

Unter dem Motto „Alles Wichtige am Handgelenk“ bietet das LCD-Farbdisplay mit 3,3 cm Diagonale bei einer schwachen Auflösung von 240x240 Pixel immerhin Schrittzähler, Herzfrequenz-Sensor, Aktivität-Alarm, Stoppuhr und Schlaf-Überwachung. Gekoppelt werden kann die Back-to-the-basics-Uhr mit iOS (ab 8.0) und Android (ab 4.3). Weitere Extras: Fernauslöser, Wecker, Taschenrechner und Wetter-Anzeige.

Auch dieser smarten Uhr geht mit bis zu 48 Stunden Akku-Laufzeit nicht zu schnell die Puste aus. Auch wenn die Verarbeitung bei einem solchen Preis natürlich maximal solide, aber nicht hochwertig ist, kannst du mit dieser Uhr auch Push-Nachrichten von WhatsApp und Co. vom Smartphone empfangen. Das Armband ist nicht austauschbar und aus Kunstleder hergestellt. Für den schmalen Geldbeutel akzeptabel.

Garmin Vivoactive 3 Music
(Foto: Garmin)

Der smarte Geldbeutel: Garmin vivoactive 3 Music Smartwatch

Während Google Pay in Deutschland bereits gestartet ist, lassen Samsung Pay und Apple Pay noch auf sich warten. Beide mobilen Bezahlsysteme werden hierzulande aber noch 2018 beginnen.

Garmin setzt bei dieser Uhr bereits jetzt auf ein eigenes kontaktloses NFC-Bezahlsystem: Garmin Pay. Praktisch zum Beispiel an der Supermarkt-Kasse. Der Geldbeutel bleibt in der Tasche, die Uhr reicht zum Bezahlen.

Weitere Pluspunkte der Uhr von Garmin: bis zu 7 Tage Akku-Laufzeit, Herzfrequenz-Messung, vorinstallierte Trainings-Pläne und 15 bereits vorinstallierte Sport-Apps. Der Musik-Player bietet 4 GB Speicher (Preis: 299,99 Euro).

Tag Heuer Connected Modular 45
(Bild: TAG Heuer)

Die Sündige: TAG Heuer Connected Modular

Ist das noch eine Smartwatch oder doch ein pures Luxus-Gadget? Die neue TAG Heuer kostet bis zu 198.000 Dollar und damit so viel wie vier VW Golf mit Sonderausstattung.

Auch Apple hatte sich schon einmal an einer Luxus-Version der Watch abgearbeitet, die „Edition“, seinerzeit um 13.000 Euro erhältlich, wird aber längst nicht mehr produziert – zu gering war das Interesse der Apple-Käufer in diesem Preissegment.

Die Modular-Reihe, die sogar eine Manchester-United-Edition bietet, startet bei 1100 Euro. Immer noch das Dreifache gängiger Smartwatches. Das Einstiegsmodell mit einer Lynette aus Silber und Titan mit Edelstahl spielt mit Googles WearOS zusammen.

Das Gehäuse ist modular ausgerichtet, der Gehäuseboden aus gebürstetem Silber gefertigt. Die Dornschließe besteht aus gebürstetem Aluminium. Das Touch-on-Display löst mit 400x400 Pixel auf. Und auf der Webseite gibt es exklusive Watchfaces. Da wird das Sport-Tracking fast zur Nebensache.

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