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Amazon 1064235628 I Stock Andrei Stanescu
Wie dominant ist Amazon wirklich? (Bild: iStock/Andrei Stanescu)
Amazon Jeff Bezos Handel

Die Macht von Amazon in Zahlen: Wie dominant ist der Handelsriese wirklich?

Wer sich noch erinnern kann, dass Amazon in Deutschland mal Telebuch hieß, war schon vor 1998 im Internet. Amazon kaufte das Portal und taufte es um. Was als argloser Buchladen begann, entwickelte sich in den letzten Jahren zum Handelsgiganten des wilden Westens.

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Ganz abgesehen von KI-Assistenten, Drohnenlieferungen, einem Multimedia-Portal und Vorzugsprogramm, wird über Amazon eine Menge verkauft. In den USA laufen bereits 49 Prozent aller Online-Käufe über Amazon, das sind 258.22 Milliarden US-Dollar in Einzelhandels-Verkäufen im Jahr 2018. Nach dem gelben Swoosh kommt lange nichts, auf dem mit 6,6 Prozent weit abgeschlagenen zweiten Platz sitzt ebay, danach Apple. In Deutschland sind es ebenfalls 46 Prozent der Online-Verkäufe, die über Amazon abgewickelt werden. Laut SimilarWeb verzeichnet Amazon.com rund 2,9 Milliarden Visits monatlich, die deutsche Variante bekommt monatlich 573 Millionen Besuche mit einer Verweildauer von durchschnittlich sieben Minuten.

Verkäufe auf Amazon stiegen um 29,2 Prozent

Amazon wächst außerdem rasend schnell. Aus einem EMarketer-Report geht hervor, dass Verkäufe zum Vorjahr um 29,2 Prozent gestiegen sind. In Deutschland melden sich täglich 305 neue Seller auf Amazon an, zeigt Marketplace Pulse. Die feilgebotenen Artikel stammen nur zu 32 Prozent von Amazon selbst, 68 Prozent aller Waren kommen aus dem Warenhaus. Das heißt, dass einzelne Verkäufer lediglich Amazon als Plattform, bei Bedarf auch die Logistik-Infrastruktur nutzen. Auf diesem "Marketplace" werden aktuell fast 176 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Je mehr Kunden die Plattform nutzen, desto attraktiver wird sie für Verkäufer. Und je mehr Verkäufer hier präsent sind, desto spannender für die Endkunden. Und Amazon? Verdient an beiden.

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Beliebteste Kategorien sind Unterhaltungselektronik und Technik

Die Kategorie, in der am meisten verkauft wird, ist Unterhaltungselektronik und Technik (Verkaufsvolumen von 65,82 Milliarden US-Dollar), auf dem zweiten Platz liegt Bekleidung und Accessoires (Verkaufsvolumen von 39,88 Milliarden US-Dollar), drittens verkaufen sich Gesundheits-, Körperpflege- und Beauty-Produkte für 16 Milliarden US-Dollar. Auch hier verzeichnet Amazon ein absurdes Wachstum von 38 Prozent. Die ersten beiden Kategorien sorgen auch in Deutschland für den meisten Umsatz mit jeweils 1,1 Milliarden umgesetzten Euro.

Amazon löst Google als größte Produktsuchmaschine ab

Nicht nur als Verkaufsplattform dominiert Amazon inzwischen das Internet. Auch als Suchmaschine überholt sie inzwischen sogar Google. Ein Report von Jumpshot hält fest, dass Produktsuchen auf Google in den Jahren 2015 bis 2018 von 46 auf 54 Prozent gestiegen sind, während die auf Google von 54 auf 46 Prozent sanken. Salesforce und Publicis.Sapient zeigen in einer kürzlichen Studie: Fast 90 Prozent aller Produkt-Views kommen über Suchanfragen auf der Plattform selbst. Klar, dass Verkäufer also ihre Produkte für die Amazon-eigene Suchmaschine optimieren müssen. Die Jumpshot-Studie zeigt, dass 65 Prozent aller Produktklicks auf der ersten Seite der Suchergebnisse passieren. Dabei erhält das vierte Produkt sogar mehr Views (7 Prozent) als die Produkte auf Platz zwei und drei (5,7 und 5,2 Prozent).

Millenials kaufen am liebsten nachts, beim Arbeiten oder auf dem Klo

Für Millenials scheint die Online-Shoppingplattform bereits unverzichtbar. Nach einer Studie der Max Borges Agency verzichten sie zu 77 Prozent lieber ein Jahr lang auf Alkohol als auf Amazon. Sie shoppen überall – vor allem wenn sie nachts nicht schlafen können, aber auch beim Arbeiten oder auf dem Klo. Da liegt es nahe, dass die Mobilnutzung der Millenials bei 71 Prozent liegt. 45 Prozent nutzen die Amazon App mindestens einmal am Tag. Beim Kauf achten sie zu 90 Prozent auf die Reviews, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen.

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Bequemlichkeit ist der Hauptgrund für Amazon-Shopper

Als Gründe für den Kauf über Amazon nennen Kunden Bequemlichkeit, Produktauswahl, günstige Preise und schneller Versand. 59 Prozent aller US-Kunden sind Prime-Mitglieder, freuen sich also über noch schnelleren Versand.

Logisch also, dass das Kaufverhalten maßgeblich von diesen Faktoren abhängt. Studien von Feedvisor und CPC Strategy zeigen, dass 83 Prozent der Amazon-Kunden nicht kaufen, wenn sie für Versand bezahlen sollen. 70 Prozent klicken nur auf Produkte, die auf der ersten Seite gelistet sind. Und 90 Prozent der Shopper kaufen nur Produkte mit mehr als drei Sternen.

Online-Käufe machen nur 5 Prozent aller Käufe aus

Wenn man allerdings das große Ganze betrachtet, machen Online-Verkäufe nur 5 Prozent aller Verkäufe aus. Wahrscheinlich auch ein Grund, warum Amazon die US-amerikanische Supermarktkette Whole Foods übernahm und damit einen deutlichen Schritt in Richtung stationären Handel macht. Auch Amazon-Marken wie Anker schaffen dank erfolgreicher Online-Sales den Sprung in die Fußgängerzone. Anker verkauft seit 2011 Elektronik auf Amazon und expandiert jetzt in den Einzelhandel.

Für E-Commerce-Händler führt kein Weg an Amazon vorbei. Produkte hier anzubieten, nützt im Zweifel der Sichtbarkeit im Online-Katalog. Selbst wenn Käufer im Laden stehen, sehen sie gerne nochmal bei Amazon nach, wie das Produkt bewertet wurde. Marken können sich nicht mehr vor öffentlich einsehbaren Kundenmeinungen über Rezensionen und Social Media Posts verstecken. Wer die Flucht nach vorne wählt, kann einen wichtigen Wettbewerbsvorteil nutzen.

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