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Expertenwissen in spezialisierten Bereichen wird immer gefragter (Foto: iStock - Vgajic)
IT Karriere Jobs

Die IT-Jobprofile der Zukunft

Obwohl der Wegfall von Arbeitsplätzen durch digitale Technologien noch nicht unmittelbar bevorsteht, so ist doch schon heute eine Tendenz auf dem Arbeitsmarkt erkennbar: Expertenwissen in spezialisierten Bereichen wird immer gefragter.

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Richard David Precht, einer der bekanntesten Philosophen Deutschlands, sagte vor kurzem in einem Deutschlandfunk-Interview über die Zukunft der Arbeit: “Wir dekorieren auf der Titanic die Liegestühle um.“ Was er damit meint: Wir versuchen vergeblich, die Herausforderungen von morgen mit den Werkzeugen von gestern zu bewältigen. Er bezieht sich damit auf Schätzungen, die davon ausgehen, dass in den kommenden Jahren rund 25 Prozent der jetzigen Jobs wegfallen werden.

Ein Szenario, das auf den ersten Blick beunruhigend sein kann. Muss es aber gar nicht, denn seit Beginn der Industrialisierung, einem ähnlich grundlegenden Umbruch wie die aktuelle Digitalisierung in all ihren Facetten, entstand für jeden Job, der verloren ging, mindestens ein neuer.

Man geht heute davon aus, dass 65 Prozent der zukünftigen Jobs noch gar nicht existieren und wir uns die Inhalte der zukünftigen Arbeit nicht vorstellen können.

Die Entwicklung des Arbeitsmarkts

Obwohl der Wegfall von Arbeitsplätzen, ausgelöst beispielsweise durch eine zunehmende Automatisierung, noch nicht unmittelbar bevorsteht, so ist schon heute eine Tendenz auf dem Arbeitsmarkt erkennbar: Fach- und Expertenwissen in spezialisierten Bereichen wird immer gefragter.

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Gut ausgebildete Fachkräfte und zu besetzende Positionen halten sich aber schon heute nicht die Waage und das Ungleichgewicht wird zukünftig noch verstärkt werden. Besonders in der IT gibt es deshalb drei Berufsfelder, deren Jobprofile schon in naher Zukunft von wachsender Bedeutung sein werden.

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1. Cyber Security

Mit der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung steigt auch die Bedeutung der IT-Sicherheit. Um erfolgskritische Daten und Betriebsanlagen zu schützen, reichen traditionelle Lösungen wie Firewalls oder Virenscanner schon lange nicht mehr aus.

Doch die Spezialisten, die für eine bessere Absicherung sorgen können, sucht man vergebens. Fachbereiche wie Risikobewertung oder Gefahren-Prognostik finden zwar immer häufiger Eingang in die Lehrpläne der Hochschulen, dennoch gibt es deutlich zu wenig Kandidaten. In Deutschland sind Security-Experten absolute Mangelware, die Situation wird sich in den nächsten Jahren weiter zuspitzen.

Besonders gefragt sind Sicherheitsexperten, die sich auf Spezialdisziplinen wie IT-Forensik oder Schadsoftware (Malware) fokussieren. Zudem werden gänzlich neue Berufsbilder entstehen, beispielsweise Cyber Calamity Forecaster, die Prognosen zur Bedrohungslage abgeben und geeignete Maßnahmen benennen. Wenn ein Angriff stattfindet und akut abgewehrt werden muss, werden Cyber Attack Agents aktiv. Oder Virtual Identity Defender, die den Schutz der Privatsphäre im digitalen Raum gewährleisten.

2. Cloud

Die Zahl der Unternehmen, die auf Services in der Cloud setzen, wächst stetig. Auch wenn Deutschland bei der Adaption der Cloud im Moment nur mittelmäßig abschneidet, so setzt sich die Erkenntnis durch, dass Unternehmen durch die Auslagerung von hausinternen IT- und Rechenzentren nicht nur signifikante Kosteneinsparungen erzielen, sondern auch flexibler auf Marktveränderungen reagieren können.

Das gilt nicht nur für Weltkonzerne, auch der Mittelstand kann durch den gezielten Einsatz von Experten profitieren. Unter die Oberbegriffe des Aufbaus und der Orchestrierung einer Cloud-Architektur fallen dann Aufgabengebiete wie Migration, hybride Umgebungen, IaaS bzw. SaaS oder auch Application Management. Der Stellenaufbau von Cloud-Experten wird signifikant sein und von den Kandidaten neben fundiertem Fachwissen vor allem auch ausgezeichnetes Schnittstellenmanagement erfordern.

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3. Data

Ein weiteres Nebenprodukt der zunehmenden Vernetzung ist die enorme Datenmenge, die sich dabei ansammelt. Experten gehen davon aus, dass beispielsweise die Gesamtzahl der an der IoT angeschlossenen Geräte und Sensoren in den nächsten drei Jahren auf mehr als 50 Milliarden steigen wird.

Zum Vergleich: Im Jahr 2018 schätzt man die Zahl auf nur 21 Milliarden. Big Data-Experten gewinnen deshalb immer mehr an Bedeutung, um die relevanten Daten mit passgenau zugeschnittenen Auswertungs-Konzepten für Unternehmen verwertbar zu machen. Neben der reinen Datenanalyse, dem Fachgebiet von Data Scientists mit Kenntnissen in Methodenwissen, Mathematik und Statistik, spielt auch die Aufbereitung der Daten durch Data Artists oder Data Architects eine immer wichtigere Rolle. Nur wenn sie schnell und anschaulich visualisiert werden, können sie beispielsweise dem Vorstand, Kunden oder Anwendern leicht zugänglich präsentiert werden.

Die Nadel im Heuhaufen

Egal wohin sich die Jobprofile der Zukunft entwickeln, welche Fachbereiche weiter an Bedeutung zunehmen und welche bald nicht mehr relevant sein werden, die jungen Arbeitnehmer-Generationen legen immer mehr Wert auf ein verantwortungsbewusstes Handeln der Unternehmen. Um zukünftig konkurrenzfähig zu bleiben, müssen sich Unternehmen im Arbeitnehmermarkt noch mehr um die richtigen Kandidaten bemühen, sie individuell ansprechen und den Menschen hinter der Qualifikation für sich überzeugen.

Denn die Unternehmen suchen die sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen: sogenannte T-shaped Kandidaten, die einerseits generalistisch genug aufgestellt sind, um in modernen, agilen Unternehmens-Strukturen bestehen zu können, gleichzeitig aber auch eine tiefe Expertise in ihrem speziellen Fachgebiet aufweisen.

Nichts bleibt wie es ist

Wie also sollten Unternehmen nun reagieren? Ich bin fest davon überzeugt, dass in mehr Unternehmen der Personalbereich zum Vorstandsressort werden sollte. Mit Christiane Uhl als Human Resources Director und Geschäftsführerin hat die Paulaner Brauereigruppe vorgemacht, wie das gehen kann.

Denn mit einem immer komplexer werdenden Arbeitsmarkt steigt auch die Priorität von Personalentscheidungen. Wie ist die übergreifende Personalstrategie? Wo finden im Unternehmen relevante Entwicklungen statt, die durch die richtige Besetzung oder durch die Neuschaffung von Stellen unterstützt werden können?

Nur wenn diese Fragen zukünftig tief in der Unternehmensstrategie und -führung verankert sind, können Unternehmen den Test der digitalen Transformation bestehen.

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Daniela Conrad ist Mitgründerin und Executive Partner von five14, einer Personalberatung für Executive Search in der New Work Era.

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