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Gamescom 18 079 034
(Bild: Gamescom)
Gaming Games Jakob Pietras

Die Hidden Champions der Gamescom 2018

Mit mehr als 370.000 Besuchern stellte die Gamescom 2018 an ihrem zehnten Jubiläum erneut einen Besucherrekord auf. Wir haben uns auf der Messe umgesehen und ein paar nicht ganz so prominent beworbene Perlen aus dem Ozean aus Games rausgefischt.

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Mit mehr als 370.000 Besuchern stellte die Gamescom 2018 in Köln an ihrem zehnten Jubiläum erneut einen Besucherrekord auf und lockte Gamer, Cosplayer und Popkultur-Geeks in die Domstadt am Rhein. Neben den Blockbuster-Titeln der großen Publisher gab es jedoch noch andere Games zu sehen, die durchaus einen Blick Wert sind. Wir haben uns auf der Messe umgesehen und ein paar nicht ganz so prominent beworbene Perlen aus dem Ozean aus Games rausgefischt.

11-11: Memories Retold

1111 Memories Retold
(Bild: 11-11: Memories Retold/YouTube Screenshot)

Publisher: Bandai Namco Entertainment

Gameplay: Bandai Namco wagt sich mit 11-11: Memories Retold in Gefilde, die etwas abseits vom sonst üblichen Lineup des Publishes aus japanischen Beat ’em Ups, RPGs oder Anime-Titeln liegen. 11-11: Memories Retold erzählt sowohl visuell als auch erzählerisch auf künstlerische Art und Weise die Geschichte eines kanadischen Fotografen, den es an die Westfront in Europa zur Zeit des ersten Weltkriegs verschlägt.

Das Game erzählt die zwei Jahre andauernde Reise des Fotografen, der sich mit dem Krieg, einer sich zunehmend auflösenden Menschlichkeit und dem blanken Überlebenswillen konfrontiert sieht und schlägt dabei deutlich sanftere Töne an, als man es von einem Kriegsspiel wie Battlefield V gewohnt ist. Der Fokus liegt eindeutig auf die Beziehung zwischen den Charakteren, die bedrückende Atmosphäre eines in Flammen stehenden Europas und dem stark storygetriebenen Gameplay. Die bewusst im impressionistischen Stil gehaltene Grafik rundet das Game dann visuell ab, Sprecher wie Elijah Wood dann auch audiotechnisch.

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Plattformen: PC, PlayStation 4, Xbox One

Release: 9. November 2018

Dying Light 2

Dying Light 2

Publisher: Techland

Gameplay: Der eine oder andere wird sich vielleicht fragen, warum der Nachfolger des international sehr erfolgreiche Titels in dieser Liste gelandet ist. Ganz einfach: Der erste Teil des Open World-Parkour-Zombieschnetzlers vom polnischen Entwickler Techland war in Deutschland 2015 indiziert worden und durfte folglich hierzulande nicht verkauft und beworben, aber dennoch importiert werden. Folglich dürfte Dying Light bei vielen Spielern nicht bekannt sein, die die Daumen drücken sollten, dass die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien den Nachfolger nicht erneut aus nicht nachvollziehbaren Gründen auf den Index setzt.

In einer Gameplay-Demo auf der Gamescom machte Dying Light 2 nämlich einen ausgezeichneten Eindruck, knüpft storytechnisch 15 Jahrn nach dem ersten Teil an und erweitert nicht nur das Repertoire des Spieles, sich in Parkour-Manier durch die Welt zu springen, klettern und schnetzeln. Die Aktionen des Spielers haben darüber hinaus, für 3D-Shooter recht untypisch, Einfluss auf die Spielwelt und die Interaktionen mit den Fraktionen, die diese neben den Untoten bevölkern. Unzählige Sidequests, neue Wege Zombies zu killen und die dichte Atmosphäre riechen geradezu nach einem würdigen Nachfolger.

Plattform: PC, PlayStation 4, Xbox One

Release: 2019

Star Renegades

Star Renegades

Publisher: Massive Damage, Inc.

Gameplay: Für Fans von Pixelart und abgefahrenem Gameplay hatte die Indie Arena Booth dieses Jahr wieder einige Titel zu bieten, an der sich pro Quadratmeter mehr Spielestudios tummelten, als Besucher auf einem einzigen FIFA 19-Stand. Das Genre der Indie-Titel ist quasi die Alternativveranstaltung zu den großen Publishern EA, Ubisoft, Activision, Square Enix und Konsorten und setzt meist mit weniger Entwicklern und Budget auf neuartige Spielemechaniken und besondere Elemente.

Einer dieser Titel in Retro-Optik ist Star Renegades vom kanadischen Studio Massive Damage, die ein liebevoll und bewusst in pixeliger Grafik gestaltetes "interplanetar taktisches Rollenspiel" auf der Gamescom präsentierten, wie der Entwickler das Spiel selbst bezeichnet. Grafisch und spielerisch an japanische RPGs erinnernd erlebt der Spieler eine Welt, die Fantasy mit technologischen Elementen, Kampfrobotern, Rebellenbasen und Reisen durchs Weltraum mischt. Storytechnisch darf man sich auf Episches gefasst machen, wenn das Spiel nächstes Jahr erscheint.

Plattform: PC

Release: 2019

Cyberpunk 2077

Cyberpunk 2077
(Bild: Cyberpunk 2077)

Publisher: CD PROJEKT RED

Gameplay: Und noch ein Titel eines polnischen Entwicklungsstudios, den die Öffentlichkeit sowohl auf der diesjährigen E3 in den USA, wie auch auf der Gamescom nicht zu sehen bekam. Vor wenigen Tagen haben die Entwickler das initial für die Presse bestimmte Gameplay-Video dann doch auf YouTube veröffentlicht (siehe oben), aber bei vielen Spielern dürfte das Game in der Flutwelle der großen Publisher untergegangen sein.

Cyberpunk 2077 greift ein in der Popkultur etwas stiefmütterlich behandeltes Szenario mit dem gleichen Namen auf, dessen bekannteste Vertreter die Pen & Paper-Rollenspiele Cyberpunk und Shadowrun sowie die Filme Blade Runner plus Nachfolger sowie Ghost in the Shell und Akira sein dürften. CD PROJEKT RED wendet bei Cyberpunk 2077 das ausbalancierte und atmosphärisch dichte Spielprinzip seiner erfolgreichen Rollenspiel-Reihe The Witcher auf ein dystopisches Zukunftsszenario an. Hier ist alles vollvernetzt, Menschen sind mit biomechanischen Implantaten gepimpt und Großkonzerne haben die Gesellschaft in der Hand.

In der halb-anarchistischen Metropole Night City übernimmt der Spieler die Rolle von V, der oder die sich durch die Story kämpft und dazu eine Vielzahl von Möglichkeiten hat. Während der Präsentation des Spiels betonte einer der Developer, dass es sich um ein Rollenspiel aus Ego-Perspektive handelt, also kein reiner 3D-Shooter sein wird. Freunde vom Hochleveln, verstrickten Handlungssträngen und epischen Stories sowie einer uns eventuell bevorstehenden Zukunft dürfen also schon mal in freudiger Erwartung auf 2020 hingeifern, wenn der Titel dann nach rund sieben Jahren Entwicklungszeit erscheinen wird.

Plattform: PC, PlayStation 4, Xbox One

Release: voraussichtlich 2020

The Dark Pictures Anthology - Man Of Medan

The Dark Pictures Anthology
(Bild: The Dark Pictures Anthology)

Publisher: Bandai Namco Entertainment

Gameplay: Wer schon immer mal einen Teenie-Horrorfilm mit dick aufgetragenen Klischees und Popcorn-Unterhaltung selbst spielen wollte, dürfte 2015 mit Until Dawn sein Game gefunden haben. Das gleiche Entwicklungsstudio bringt jetzt einen Quasi-Nachfolger heraus, der wie die TV-Serie Black Mirror funktioniert: Unter dem Dach "The Dark Pictures" werden in den nächsten Jahren Titel veröffentlicht, die eine gewisse Grundstimmung und Spielmechanik mitbringen und natürlich im Genre Horror angesiedelt sind. Darüber hinaus haben die einzelnen Episoden nichts miteinander zu tun - zumindest soweit bisher bekannt.

Im ersten Teil der Anthology, Man of Medan, begleitet der Spieler eine Gruppe, die beim Tauchen ein Geisterschiff entdeckt und dann in einen Sturm gerät. Hallo Klischee sind sie dann erstmal auf dem Schiff gefangen und arbeiten sich Horrorfilm-typisch durch die entsprechend inszenierte Handlung. Wie bei Until Dawn wird es sowohl möglich sein, dass alle Charaktere überleben oder eben auch kein einziger. Die Story geht nach dem Tod eines der Protagonisten mit den anderen weiter und die oft blutig inszenierten Tode haben entsprechend Einfluss auf die anderen Charaktere und die Geschichte selbst. Als geistiger Nachfolger von Until Dawn dürfte hier also wieder ein hoher Wiederspielwert und Gänsehaut-Unterhaltung garantiert sein.

Plattform: PC, PlayStation 4, Xbox One

Release: 2019

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