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Tätigkeiten, bei denen eine starke Kommunikationsfähigkeit und viel Kreativität benötigt werden, werden auch in Zukunft voraussichtlich größtenteils von Menschen ausgeführt werden (Foto: iStockphoto)
New Work Recruiting Marketing

Die digitale Werbebranche und der "War for Talents"

Die Arbeitswelt wandelt sich schnell - und die Welt der digitalen Medien und Werbung ist davon natürlich besonders betroffen. Das stellt alle Beteiligten vor Herausforderungen. Arbeitgeber müssen Strategien entwickeln, um im "War for Talents" qualifizierte Arbeitskräfte erkennen, ködern und langfristig binden zu können, schreibt Ilhan Zengin, Gründer und CEO von ShowHeroes.

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Die Skills der Zukunft

Die maßgeblichen Treiber für die Veränderungen am Arbeitsmarkt sind Digitalisierung und Fortschritte in der Entwicklung und beim Einsatz von KI-Anwendungen (und damit einhergehend die Automatisierung von Tätigkeiten). Laut einer Studie von McKinsey aus dem Jahr 2016 werden deshalb besonders geistige Tätigkeiten mit wenig sozialer Interaktion, die eher optimierend sind, in absehbarer Zukunft von Maschinen übernommen.

Dazu zählen vor allem die Verarbeitung und das Sammeln von Daten. Andere Tätigkeiten, bei denen eine starke Kommunikationsfähigkeit und viel Kreativität benötigt werden, werden auch in Zukunft voraussichtlich größtenteils von Menschen ausgeführt werden.

Für die digitale Werbebranche bedeutet das einerseits, dass Arbeitnehmer flexibel auf diese schnellen Entwicklungen reagieren müssen. Andererseits verschwimmen Jobprofile immer weiter und das geforderte Kompetenzspektrum erweitert sich, auch weil der Fokus immer stärker auf dem Kunden und seinen individuellen Wünschen liegt. Durch diese Entwicklungen gewinnen Kommunikationsstärke, aber auch der Umgang mit Daten und Kenntnisse über Technologien noch mehr an Gewicht. Diese Fähigkeiten sollten Talente also mitbringen.

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Und wie sieht die Praxis aus?

Ein Beispiel aus der Welt der digitalen Werbevermarktung ist das Berufsbild des Campaign Managers. Die Ausspielung digitaler Ads ist heute schon extrem vom Programmatic Advertising geprägt, und dessen Bedeutung wächst ungebremst. Dies stellt an den Campaign Manager Anforderungen, die er so ausgeprägt vor einigen Jahren noch nicht erfüllen musste.

Er muss sämtliche Entwicklungen im Programmatic Advertising im Blick haben, sich kontinuierlich mit ihnen auseinandersetzen und in seine tägliche Arbeit einfließen lassen. Die Technologie, die sich schnell weiterentwickelt, muss er ins Detail durchdringen und nutzen können. Das erfordert ständige Weiterbildung, oft in Eigeninitiative.

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Parallel dazu gibt es immer mehr Überschneidungen zum Profil des Account Managers, der klassischerweise für die Kundenkommunikation zuständig ist. Heute muss auch der Campaign Manager kommunikationsstark sein und sensibel auf Kunden reagieren können, da die Nähe zum Kunden deutlich gewachsen und Kundenansprüche gestiegen sind.

Der Account Manager wiederum benötigt ein sehr viel umfangreicheres technisches Know-how als früher für die Ausführung seiner Arbeit. Ganz ähnlich ist es beim Online Marketing Manager, wie er in fast allen Unternehmen innerhalb und außerhalb der Digitalbranche zu finden ist. Wie ein Campaign Manager muss er sich heute mit Programmatic Advertising auskennen, den Markt überblicken und neueste Erkenntnisse und Technologien in seine Arbeit einfließen lassen.

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Diese konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen des Kunden wie auch des Endkonsumenten wirkt sich auch auf andere Berufsbilder aus. Web und Mobile Developer beispielsweise setzen ihren Fokus auf UX und UI und entwickeln von diesem Punkt aus. Das gleiche gilt für Grafik-Designer. Sie versuchen ihre Inhalte interaktiv zu gestalten, beziehen Virtual und Augmented Reality mit ein. Dadurch wird dem Nutzer eine völlig neue User Experience ermöglicht, da Inhalte fast unmittelbar erlebbar gemacht werden können. Was zählt, ist nicht die reine Werbebotschaft, sondern ganzheitliche Kommunikation, personalisiert und in Echtzeit angepasst.

Auch das Sammeln, Nutzen und Auswerten von Daten verschiedenster Art ist heute in praktisch allen Branchen und -bereichen unerlässlich. Dafür entstanden und entstehen neue Berufe, die sich eng am technologischen Fortschritt entwickeln. Ein Beispiel ist der Big Data Engineer. Er führt Daten und vorhandene Technologien zusammen und entwickelt Architekturen, die Daten nutzbar machen. Für die Planung und Umsetzung, aber auch um den reibungslosen Betrieb und die Aktualität der Daten sicherstellen zu können, benötigt er ein umfassendes technisches Wissen. Verändert sich die Technologie oder die Datenströme, muss der Big Data Engineer Anpassungen vornehmen können.

Es gilt also wieder: Stetige Weiterbildung, Kreativität und Flexibilität sind unerlässlich, um in diesem Beruf zu arbeiten. Stimmt die Infrastruktur, sind das die besten Voraussetzungen, damit der Data Analyst tätig werden kann. Er wertet die Daten aus und trifft auf deren Grundlage Voraussagen über das Kundenverhalten, bestimmt passgenaue Zielgruppen oder wertet Kampagnen in Echtzeit aus, um Anpassungen vornehmen zu können.

Da er dadurch als Schnittstelle fungiert und beispielsweise eng mit dem Campaign Manager, Online Marketing Manager oder der IT zusammenarbeitet, ist auch hier Kommunikationsstärke gefordert. Außerdem müssen in diesem Zusammenhang Verantwortlichkeiten klar definiert werden, da die Grenzen zwischen den Berufsbildern stark verschwimmen.

Talente gewinnen und binden

Die Anforderungen an die Arbeitnehmer sind also durchaus anspruchsvoll und es gibt auch Schattenseiten in der digitalen Wirtschaft: Durch Deadline-Druck, knappe Budgets und schnelle Entwicklungen, mit denen Schritt gehalten werden will, ist die Arbeitsbelastung in vielen Bereichen hoch. Auf der anderen Seite hat die digitale Werbebranche aber auch viel zu bieten. Sie gilt als kreativ und fortschrittlich und wie kaum ein anderer Sektor verbindet sie Veränderung und Weiterentwicklung mit Möglichkeiten zum persönlichen Wachstum.

Auch schätzen viele Talente die berühmten modernen Büros und eine attraktive Arbeitsumgebung mit überdurchschnittlich jungen Kollegen und Vorgesetzten. Oft kann mit entsprechendem Einsatz schnell Verantwortung übernommen und Prozesse aktiv mitgestaltet werden. Wenn Arbeitgeber diese Punkte bieten und stetig ausbauen und aktualisieren, haben sie gute Chancen, im "War for Talents" zu bestehen.

Laut aktueller Studien von splendid research und der ZEIT sind recht konservative Werte wie die Sicherheit des Arbeitsplatzes, eine wertschätzende Arbeitsatmosphäre, die persönliches Wachstum fördert, und ein passendes Gehalt am wichtigsten für Arbeitnehmer. Das sind also die Grundvoraussetzungen.

Im nächsten Schritt sollten Arbeitgeber die Potenziale der digitalen Werbebranche nutzen und so ihre Attraktivität weiter steigern. Der schnelle Wandel in der digitalen Wirtschaft lässt keinen Raum für starre Strukturen. Flexibilität ist das Stichwort, was nicht nur eine Anforderung an die Arbeitnehmer ist. Das Arbeitsumfeld muss dynamisches Arbeiten ermöglichen und Gestaltungsspielraum und Freiräume schaffen, damit die Mitarbeiter kreativ werden können. Ein weiteres Hauptaugenmerk sollte auf dem Angebot von Weiterbildungsmöglichkeiten liegen.

Dadurch entsteht eine Win-Win-Situation: Mitarbeiter erhalten die Kompetenzen, die sie für ihre Arbeit benötigen, und fühlen sich in ihrer persönlichen Entwicklung unterstützt – während Arbeitgeber dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter immer auf dem neuesten Wissensstand bleiben und damit dazu beitragen, dass Unternehmen im Wettbewerb bestehen und sich immer weiter entwickeln können.

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Über den Autor: Ilhan Zengin ist Gründer und CEO von ShowHeroes, einem der am schnellsten wachsenden Video-Start-ups Europas.

Gemeinsam mit Mario Tiedemann und Dennis Kirschner gründete Zengin im Jahr 2016 ShowHeroes. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin und Riga bietet Publishern und Werbetreibenden eine Komplettlösung für Content-Produktion, Player-Technologie und Vermarktung von Mobile First Video.

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