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Karsten Lohmeyer Klein
LEAD-Kolumnist Karsten Lohmeyer (Foto: privat)
Kolumne Digitalisierung Digitale Transformation

Die digitale Transformation braucht Bällebäder und Einhörner

Digitalisierung funktioniert nur mit Spaß und Begeisterung, findet LEAD-Kolumnist Karsten Lohmeyer. Und deshalb freut es ihn, wenn erwachsene Menschen mit Einhörnern kuscheln und ins Bällebad hüpfen.

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Ob neulich auf der re:publica in Berlin oder vor kurzem beim Digital Media Camp in München: Wenn über digitale Transformation diskutiert wird, ist das Bällebad oft nicht weit. Und blickt man in die Büros digitaler Agenturen oder Medienunternehmen, steht garantiert irgendwo ein Einhorn herum. Aber warum ist das eigentlich so? Brauchen wir Bällebäder, Einhörner und Hüpfburgen, um die digitale Transformation zu leben?

Bällebäder brechen Konventionen

Ich glaube, ein Stückweit schon. Denn Bällebäder und Einhörner sind zum einen ein Symbol für den Abschied von klassischen Business-Gewohnheiten. Zum anderen stehen sie für die kindliche Neugier und die spielerische Herangehensweise, die wir alle für die digitale Transformation brauchen.

Denn egal ob Industrie 4.0 oder digitales Content Marketing – alles was wir gerade tun, ist nichts anderes als ein großes Experiment. Die digitale Welt ändert sich so rasant, dass wir eine Bällebad-Mentalität benötigen, um nicht verrückt zu werden. Der (gedankliche) Sprung ins Bällebad verdeutlicht uns immer wieder, dass wir in der digitalen Welt oft nichts anderes sind als Kinder, die gerade das Laufen lernen.

Lust und Spaß zurückgewinnen

Für mich steht das Bällebad dafür, dass wir die Lust und den Spaß an der Arbeit zurückgewinnen. Und wenn ein gestandener Mittvierziger ins Bällebad springt, dann zeigt es, dass er ohne Rücksicht auf seinen Status im fortgeschrittenen Alter bereit ist, sich zu wandeln und mit kindlicher Freude den Herausforderungen der Digitalisierung zu begegnen. Kein Wunder, dass Achtung!-Gründer Mirko Kaminski sein am 7. Juni in Hamburg stattfindendes Digitalisierungs-Happening Digital Kindergarten nennt.

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Im digitalen Content Marketing bedeutet diese kindliche (aber keineswegs unprofessionelle) Herangehensweise für mich, Marken neu zu interpretieren, freier zu leben, ohne sie zu schädigen. Es bedeutet auch Inhalte zu schaffen, die Menschen messbar begeistern und bewegen. Und es bedeutet natürlich ganz viel zu experimentieren.

Bällebäder stehen für neue Strukturen

Daneben stehen Bällebäder und Einhörner auch für neue Arbeitsweisen und Organisationsstrukturen. Weniger Hierarchie, mehr Vertrauen, größere Freiräume. Ein schönes Beispiel dafür entwickelt sich gerade in Hannover. Dort können wir alle ab 11. Juni sehen, wie sich die IT-Messe CEBIT mit komplett neuem Konzept neu erfunden hat – natürlich mit einer großen Portion Bällebad-Mentalität.

"Wir haben alle das Gefühl, dass wir ein bisschen freigelassen worden sind. Die Art und Weise wie wir zusammenarbeiten ist, eine andere geworden", berichtet Hartwig von Sass, Pressesprecher der CEBIT, in diesem Interview mit Christian Spanik. Eine faszinierende Aussage, nicht nur für jeden, der die alte CEBIT so gut kennt, wie ich*.

Dieses freigelassen werden ist es also, was Bällebäder und Einhörner symbolisieren. Und die Freude am Digitalen, die wir uns auch durch Datenskandale, Troll-Armeen und Datenschutzgrundverordungen nicht nehmen lassen sollten.

*Offenlegung: Seit mehreren Jahren blogge ich im Auftrag der Deutschen Messe von den Konferenzen der CEBIT. Ich bin also in Sachen CEBIT voreingenommen.

Du bist anderer Meinung? Ich habe was vergessen? Dann kontaktiere mich gerne auf LinkedIn, Xing oder Twitter.

Wer sich mit dem Thema digitales Content Marketing beschäftigt, kommt dabei kaum an Karsten Lohmeyer vorbei. Der 45-Jährige arbeitete lange Jahre als Journalist, gründete das bekannte Medienblog LousyPennies.de und baute von 2014 bis 2018 als Chief Content Officer und Mitglied der Geschäftsleitung die Telekom-Content-Marketing-Tochter The Digitale mit auf. Heute ist er als freier Berater und Realisator von komplexen Content-Marketing-Projekten tätig.

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