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Messenger WhatsApp Telegram

Die besten WhatsApp-Alternativen

WhatsApp nutzen laut Social-Media-Atlas von Faktenkontor und den Marktforschern von Toluna 73 Prozent aller Deutschen. Dabei gibt es viele Alternativen. LEAD stellt die besten Messenger abseits von WhatsApp vor.

WhatsApp ist der beliebteste Messenger - dabei gibt es viele Alternativen (Bild: LoboStudioHamburg/Pixabay)
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Ein Design, als wäre die Zeit stehengeblieben. Nur unregelmäßig wirklich neue Features. Trotzdem gewinnt WhatsApp Monat um Monat an die 800.000 neue User hinzu. Woran liegt’s? Vielleicht daran, dass der Standardspruch von WhatsApp-Usern lautet: "Meine Freunde sind doch alle da." Dabei mangelt es nicht an Alternativen. Viele Konkurrenten sind WhatsApp sogar weit voraus, gerade was den Funktionsumfang angeht. Und findest du deine Freunde nicht in der Kontaktliste einer alternativen App, dann lad sie doch einfach ein - das klappt aus jeder der nachfolgenden kostenlosen Apps heraus.

Telegram

1. Telegram

Wer steckt dahinter: Der sogenannte "russische Mark Zuckerberg" Pawel Durow und sein Bruder Nikolai sind die Erfinder von Telegram. Pawel Durow wurde bekannt als Gründer des beliebten russischen Social-Media-Netzwerks vk.com – Telegram soll aber seinen Hauptsitz in Dubai haben.

Was ist gut? Telegram erhält fast im Wochentakt neue Features. Vor allem bietet dieser Messenger in Hülle und Fülle, was WhatsApp noch fehlt: Sticker-Pakete! Neuester Streich der Macher: Sie bieten mit Telegram Passport eine zentrale Ende-zu-Ende-verschlüsselte Sammelstelle für Dokumente, die einmal gescannt und abgespeichert werden und somit immer vorgezeigt werden können.

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Was ist schlecht? International kann Telegram nicht risikolos eingesetzt werden. In einigen Staaten wie Russland oder Iran belegen die Machthaber Telegram etwa mit einem Verbot, da die Verschlüsselung stark ist. Dabei gab es früher Gerüchte, Telegram werde von russischen Sicherheitsdiensten kontrolliert. Dies hat sich nicht bewahrheitet, doch die Unternehmensstruktur bleibt etwas undurchsichtig. Die Firma ist in London registriert. Die Hauptfirma hat ihren Hauptsitz aber auf den Seychellen. Die Gesellschafter sollen wiederum in Belize und auf den Jungferninseln sitzen.

Threema

2. Threema

Wer steckt dahinter: Threema wurde bereits 2012 von dem Schweizer Entwickler Manuel Kasper und seiner Firma Kasper Systems gegründet. Inzwischen wird der Messenger von der Threema GmbH mit Sitz in der Schweiz betrieben. Alle Server stehen in der Schweiz und sind Ende-zu-Ende verschlüsselt, dies ergab ein externes Audit in 2015.

Was ist gut? Seit dem Start 2012 sind keine Sicherheitslücken bei Threema bekannt. Außerdem ist der Messenger der einzige kostenpflichtige im Kandidaten-Feld. Dies sichert einerseits finanzielle Mittel für die Weiterentwicklung der Software und verbietet andererseits die Frage, wie die Betreiber ihr aufwändiges Projekt überhaupt finanzieren. Siehe WhatsApp, das weder Geld verlangt, noch Werbung zeigt, also am Tropf des Mutterkonzerns Facebook hängt, dessen Datenpolitik regelmäßig in der Kritik steht.

Was ist schlecht? Audit hin oder her, die unabhängige Untersuchung kann letztlich nicht zu 100 Prozent beweisen, dass Threema wirklich sicher ist, da nicht sichergestellt ist, ob der mittels Reverse Engineering geprüfte Code von Threema wirklich mit dem aktuellsten Threema-Code übereinstimmt. Bis heute wurde der Quelltext der App nicht veröffentlicht.

Skype

3. Skype

Wer steckt dahinter: Skype ist der Klassiker unter den Messengern. Bereits 2003 wurde das Unternehmen in Luxemburg von einem dänischen und einem schwedischen Entwickler gegründet. Der Schwede Niklas Zennström hatte zuvor mit der Internet-Filesharing-Plattform Kazaa Berühmtheit erlangt. 2011 lösten die Gründer ihre Firma auf und verkauften Skype an Microsoft, das die Plattform bis heute als Eigentümer betreibt.

Was ist gut? Der große Microsoft-Konzern gewährleistet regelmäßige Updates, die Video-Telefonie ist ein Asset, das WhatsApp, Telegram und Threema nicht bieten können.

Was ist schlecht? Mit der letzten großen Design-Aktualisierung hat Skype danebengegriffen. Vielen langjährigen Skype-Nutzern war das neue bunte Design, mit dem Skype offenbar ganz junge Userschichten ansprechen will, schlicht zu chaotisch. Es hagelte Proteste. Skype ruderte aber nur kleinteilig zurück. Die Gesprächsqualität bleibt häufig hinter den Erwartungen zurück. Skype ist immer wieder anfällig für Abstürze.

Facebook Messenger

4. Facebook-Messenger

Wer steckt dahinter: Mark Zuckerberg und Facebook. Der Messenger wurde 2011 gegründet, im Bereich Videotelefonie kurioserweise in Kooperation mit Skype. Kontakte aus Skype waren automatisch im Messenger sichtbar.

Was ist gut? Dank der Anbindung an Facebook punktet der Facebook Messenger mit hohen Userzahlen. Wer bei Facebook angemeldet ist, nutzt in der Regel auch den Messenger. Die Integration in die Haupt-App von Facebook macht den Zugang mit einem Klick sehr leicht.

Was ist schlecht? Der Facebook-Messenger wirkt zu überladen. Die XXL-Sticker sind nicht jedermanns Sache. Kontinuität scheint beim Facebook Messenger ein Fremdwort zu sein. Ständig werden neue Features implementiert und ausprobiert. Genauso schnell werden Funktionen wieder aus der App entfernt. Die Server stehen in den USA bei Facebook – und der Konzern ist kein Wohlfahrtsunternehmen. Er verdient sein Geld allein mit dem Auswerten von User-Daten und dem Ziel, Werbung noch besser an die User-Gewohnheiten anzupassen.

We Chat

5. WeChat

Wer steckt dahinter? WeChat wurde bereits 2011 in China gegründet. Eigentümer ist die Tencent Holding, ein Konglomerat aus diversen Social-Media- und Tech-Firmen.

Was ist gut? Populäre Features wie "Freund Radar" oder "Personen in der Nähe" sorgen für neue lokale Chat-Bekanntschaften. Mit WeChat Pay gibt es auch einen mobilen Bezahldienst, der ähnlich wie Apple Pay oder Google Pay funktioniert.

Was ist schlecht? Auch wenn WeChat in Europa immer populärer wird: Die User-Base sitzt vor allem in Asien. Im Herbst 2017 kamen 860 Millionen User aus Asien, aber "nur" 100 Millionen aus anderen Teilen der Welt. Kaum ein Asiate, der nicht einen Account bei WeChat hat. Immer wieder wird berichtet, dass Betreiber Tencent den staatlichen Regierungsorganen alle Daten der WeChat-User auf Anfrage zur Verfügung stellt. Was dann mit diesen Daten geschieht, ist bis heute unklar.WeChat boomt immer weiter, die meisten User interessiert die Weitergabe offenbar nicht. Motto: "Ich habe nichts zu verbergen".

Wire

6. Wire

Wer steckt dahinter? Wire wird oft als deutscher Messenger bezeichnet. Doch dies ist nur die halbe Wahrheit. Allein die technische Weiterentwicklung des Dienstes wird in Berlin betrieben. Die Wire Swiss GmbH hat ihren Sitz in der Schweiz. Die eigentliche Gesellschafterin sitzt in Luxemburg, ursprünglich kam der erste Gesellschafter aus Dover im US-Bundesstaat Delaware.

Was ist gut? Das Unternehmen will mit sicherer Verschlüsselung und europäischen Server-Standorten (Deutschland, Irland) punkten. Das Knowhow der Entwickler kann sich sehen lassen: Hinter Wire stehen unter anderem Ex-Ingenieure von Apple, Skype und Nokia. 2016 führte Wire auch die Video-Telefonie ein. Chats lassen sich plattformübergreifend führen.

Die Macher versprechen bei der Verschlüsselung höchste Sicherheitsstufen. Das nette Feature Sketch hat viele Freunde: Damit lassen sich Bilder zeichnen und teilen. Lobenswert ist auch, dass Wire den Quelltext seines Servers seit 2017 schrittweise auf GitHub offenlegt. Erst im März führte Wire einen erneuten Sicherheitsaudit durch – den zweiten innerhalb kürzester Zeit – um sich den Industrie-Standard bescheinigen zu lassen.

Was ist schlecht? Wire ist trotz zahlreicher Werbekampagnen, unter anderem in Großstädten auf Plakatwänden, noch immer relativ unbekannt bei der breiten Masse.

Franz

7. Franz

Wer steckt dahinter? Franz stammt aus österreichischer Entwicklung und wurde daher nach dem österreichischen Kaiser Franz Joseph I. benannt. Erfinder ist der Wiener Entwickler Stefan Malzner, der schon mit 14 Jahren zu programmieren begann und mehrfach für seine Arbeiten ausgezeichnet wurde.

Was ist gut? Das Projekt bündelt alle bekannten Messenger wie WhatsApp, Telegram, WeChat oder auch das Produktivitäts-Tool Slack in einer einzigen Anwendung. Insgesamt versteht sich Franz derzeit auf die Einbindung von 42 Anwendungen. User rufen also nur eine Oberfläche (meetfranz.com) auf, sehen aber immer auf einen Blick, bei welchem Dienst sie gerade neue Nachrichten erhalten haben. Somit müssen sie nicht immer mehrere Programme gleichzeitig offen lassen, sondern nur ein einziges Fenster. Ähnelt vom Prinzip her ICQ, der Mutter aller Messenger. Franz ist Open Source, verkauft nach eigenen Angaben "never ever" User-Daten. Finanziert wird Franz daher durch ein Premium-Abo, das zusätzliche Funktionen bietet.

Was ist schlecht? Noch immer gibt es keine Version für iOS und Android - Franz gibt es nur für MAC und PC. Über die Verschlüsselung ist nichts bekannt. Unterwegs fehlt also die mobile Anbindung an Franz, da der Messenger im mobilen Browser bisher nur auf die Downloads für Windows und macOS verweist. In der macOS-Version kommt es noch recht häufig zu Abstürzen, die dann einen Neustart erfordern.

Der DSGVO-sichere Messenger

Sie entwickelten einen der erfolgreichsten E-Mail-Dienste in Deutschland: GMX. Jetzt starten die Gründer noch einmal durch - mit Ginlo, eine All-in-Messenger, der den Menschen ihre Privatsphäre zurückgeben soll: hier entlang.

Themen
Telegram Threema Skype Facebook-Messenger WeChat Wire Franz
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