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Apps Design Trends

Die App-Design-Trends 2019

Das Smartphone ist heute das vermutlich wichtigste digitale Werkzeug für unsere Kommunikation, Unterhaltung, Informationsbeschaffung oder die Arbeit. Apps spielen dabei eine zentrale Rolle. Unternehmen, die ihre Apps zum Erfolg führen wollen, sollten die sechs wichtigsten App-Design-Trends 2019 kennen.

Apps spielen eine zentrale Rolle für die meisten Menschen von uns. Hier sind sechs wichtige App-Design-Trend (Bild: Unsplash)
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Allein in Apples App Store und Google Play Store zusammen standen schon 2017 über 5,5 Millionen Apps zum Download zur Verfügung. Welches Marktpotenzial die App-Entwicklung hat, zeigt eine Studie der US-Firma App Annie, nach welcher in den App-Stores von Google und Apple 2017 über 80 Milliarden US-Dollar umgesetzt wurden. Somit steht fest: Die Auswahl an Anwendungen für Nutzer ist so groß wie nie. Gleichzeitig steigen angesichts technischer Neuerungen auch die Anforderungen an die Designoberfläche. Die Konsequenz für Entwickler: Ein "schönes" Design reicht bei weitem nicht mehr aus, um sich von der Masse abzuheben und Nutzer von den Vorzügen der eigenen App zu überzeugen. Deshalb zeigen wir dir hier die sechs wichtigsten App-Design-Trends 2019. Sie haben das Potential, deine App zum Erfolg zu führen.

Tiefe und Ebenen

Unbenannt
(App Design von Creative Duet via 99designs)

Ob Dating- oder Shopping-App, Nutzer stellen an Anwendungen fürs Smartphone oder Tablet heute weitaus größere Anforderungen als noch vor einigen Jahren. Die höheren Ansprüche ergeben sich überwiegend an immer leistungsstärkerer Technik. Nicht zuletzt erfordern die immer höher auflösenden Displays von iPhone & Co. auch in der App-Entwicklung höhere Qualitätsansprüche.

Mit Tiefen und Ebenen in Apps lassen sich die hochauflösenden und im Vergleich zu Desktop- oder Laptop-Screens in der Größe sehr reduzierten Smartphone-Displays optimal nutzen. Sie ermöglichen dir eine sehr klare Strukturierung, mit der du zum Beispiel wichtige Elemente hervorheben oder Produktlinien eindeutig definieren kannst. Selbst komplexe Sachverhalte werden mit Hilfe der Bearbeitung von Tiefe und der Gestaltung unterschiedlicher Ebene klar und deutlich. Insgesamt wirkt die Benutzeroberfläche dann "sauberer", aufgeräumter.

Verstärkt wird dieser Effekt durch sich überschneidenden Schriftarten in unterschiedlicher Deckkraft in Kombination mit vielfältigen Schattierungen. So lassen sich zum Beispiel Call-to-Action-Buttons perfekt in den Fokus des Nutzers rücken.

Die Optimierung der Struktur durch Tiefen und Ebenen erfüllt außerdem ein zentrales Nutzerbedürfnis: Anwender finden so schneller zum Ziel. Gerade bei der mobilen Internetnutzung spielt der Zeitfaktor eine entscheidende Rolle für eine positive User Experience.

Wischen à la Tinder

Wischen Wie Tinder
(App Design von Bright8Media via 99designs)

Spätestens mit dem Launch der Tinder-Dating-App im Jahr 2012 ist "Wischen" ein wichtiges Design-Element in Apps. Vermutlich ist der Erfolg von Tinder zu einem gewissen Teil auf diese geniale Funktion zurückzuführen, denn sie erleichtert die Nutzung enorm. Anstatt Buttons zu drücken, wischt der Nutzer einfach mit dem Daumen oder Zeigefinger über den Touchscreen. Mittlerweile werden durch Wischen in Apps nicht nur weniger attraktive potentielle Partner aussortiert, sondern seit 2018 auch Mails gelöscht, die Musik gewechselt, Produkte gekauft oder zwischen Ansichten gewechselt.

Je größer der Bildschirm des Mobilgeräts ist, desto kleinteiliger kann die Wischgeste für die Bedienung der App in das Design integriert werden.

Da das Wischen nahezu intuitiv in die App-Nutzung integriert werden kann und sich dadurch die Usability enorm erhöht, solltest du diesen App-Design-Trend 2019 unbedingt auf deiner Agenda haben.

Augmented Reality

Arvr
(App Design von heze via 99designs)

Augmented Reality gehört nicht nur im App-Design zu den Megatrends. Sie schafft es, die virtuelle Welt mit der realen Welt zu verknüpfen. Hierfür muss lediglich das Smartphone mit einer entsprechenden VR-Brille ausgestattet werden.

Die Erweiterung der Realität schafft im App-Design völlig neue Möglichkeiten. Ob virtueller Ankleideraum inklusive Anprobe, der Besuch von Kunstausstellungen, der Flug ins All oder das interaktive Computerspiel, in welchem Zocker die Hauptrolle spielen können, alles scheint mit AR möglich zu sein.

Ein eindrucksvolles Beispiel, wie gut VR bei Nutzern ankommt, ist Pokémon Go. Das interaktive App-Spiel, das zur Jagd auf Pokékoms auf öffentlichen Plätzen oder in Gebäuden aufrief, hat weltweit Millionen an Fans.

Mittlerweile haben auch große Marken den Trend aufgegriffen. So plant zum Beispiel Amazon die Markteinführung einer virtuellen Kleideranprobe.

VR nimmt den Trend zur Gamification perfekt auf. Dadurch kann es für Kunden noch attraktiver werden, deine App zu gebrauchen. Sie haben einfach Spaß daran, alle Funktionen zu nutzen. Ein weiterer Vorteil dieses App-Design-Trends: Du hebst dich beim derzeit noch überschaubaren Angebot an VR-Apps deutlich von deinen Mitbewerbern ab.

Interaktive Animationen

99designs

App Animation von Cerera2015 via 99designs

Lange Zeit gehörte es zum Standard, Buttons farblich hervorzuheben, die zum Warenkorb führten. Der Klick auf den Button führte den Kauf durch oder bestätigte zum Beispiel die Anmeldung per E-Mail-Adresse.

Mittlerweile hat sich die Erwartungshaltung der Nutzer geändert. Standarddesign ist in Zeiten von User Generated Content nicht mehr ansprechend genug.

Mit interaktiven Animationen in deiner App erfüllst du den Wunsch deiner Nutzer nach einem ganz persönlichen Online-Erlebnis.

Die Umsetzung kann vielfältig erfolgen. So können sich zum Beispiel Buttons in Größe, Farbe oder Form durch Antippen verändern. Ähnlich wie beim Design-Trend AR spielt auch hier die Gamification eine wichtige Rolle. Denn durch den spielerischen Umgang mit deiner App wird die Bindung zur Anwendung verstärkt.

Anpassungen an große Bildschirme

Grosse Bildschirme
(App-Design von Bright8Media via 99designs)

Die Technik ermöglicht inzwischen nahezu randlose Bildschirme bei Smartphones oder Tablets. Dadurch ergeben sich für das App-Design neue Chancen. Ein beliebter Design-Ansatz sind sogenannte "real screens". Sie kommen ganz ohne erkennbare Home- oder Zurück-Buttons aus.

Durch die abgerundeten Ecken von Smartphones und Tablets der neuesten Generation müssen User-Interaction-Designer die Position von Elementen mit scharfen Kanten noch präziser planen.

Auf die Unterteilung von Inhalten haben größere Screens ebenfalls Einfluss. Demnach wird Content 2019 nicht einfach nur in logische Blöcke unterteilt, die der Form des Mobilgeräts folgen. Vielmehr werden Content-Elemente "organisch", also ohne Einfassung in die Bildschirmansicht integriert. Bedingt durch die größere Bildschirmfläche können App-Designer auch Anwendungen entwickeln, die zwei getrennte Funktionen in zwei Bildschirmbereichen durchführen. Deine User können 2019 dann zum Beispiel einen Videoclip anschauen und im anderen Bildschirmteil Kommentare dazu abgeben.

Auffällige Farbverläufe

Farbverlaeufe
(Grafik: via 99designs)

In der Anfangszeit des App-Designs war es äußerst populär, Retro-Gegenstände nachzuahmen und in die App zu integrieren. Ebenso setzten Designer auf Flat Design und verwendeten möglichst zurückhaltende Farben. Im Jahr 2019 werden Nutzer jedoch klare Ansagen fordern. Das gilt insbesondere auch für das UI-Design.

Ein wichtiger Design-Trend für Apps im Jahr 2019 sind auffällige Farbverläufe, die eine eindeutige Hierarchie erkennbar machen und zugleich Emotionen ansprechen. Diese optische Gestaltung macht Apps für Nutzer noch spannender und animiert sie, dem natürlichen „Flow“ deiner Anwendung zu folgen und alle Funktionen auszuprobieren und tatsächlich zu nutzen.

Fazit

Auch das Jahr 2019 wird wieder technische Neuerungen in Sachen Touchscreens und Hardware von mobilen Endgeräten mit sich bringen. Das bedeutet, dein App-Design muss sich an diese neuen Entwicklungen anpassen, um auf dem viel umkämpften App-Markt bestehen zu können. Schließlich haben deine Nutzer mit besserer Technik auch höhere Ansprüche an Gestaltung und Funktionalität deiner Apps.

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Damit deine Apps weiterhin durch eine hohe User Experience überzeugen können, sollten die Services, die damit angeboten werden, perfekt auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten werden, um zur Steigerung von Conversion Rates beitragen kann.

Der Schlüssel zum erfolgreichen App-Design 2019 liegt in der Fähigkeit, in nur einer Anwendung gleich mehrere wichtige Aspekte zu vereinen, die sich positiv auf die User Experience auswirken. Es reicht deshalb nicht mehr, sich nur auf die Ästhetik der Anwendung zu fokussieren. Es ist vielmehr das perfekte Zusammenspiel aus Funktion und Gestaltung, das deine User 2019 restlos begeistern wird. Die App-Design-Trends zeigen dir, wo du ansetzen kannst.

Monique Zander ist International Content Manager bei 99designs, der globalen Kreativ-Plattform, die es Designern und Kunden leicht macht, gemeinsam an eindrucksvollen Designs zu arbeiten.

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