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Für Technik-Begeisterte: Deutschland bekommt den „Digitaltag“ (Foto: iStock)
Start-up Cebit Digitalisierung

Nach CEBIT-Aus: Deutschland bekommt den „Digitaltag“

Das Aus der CEBIT begreift der Startup-Verband Deutschland als Chance – und ruft den „Digitaltag“ aus. LEAD erklärt Hintergründe und Motivation.

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Rückläufige Flächenbuchungen, immer weniger Besucher – und auch bei Google ließ das Interesse an dem Such-Begriff CEBIT zuletzt dramatisch nach: So gesehen ist es wenig überraschend, dass die bekannte Computermesse (Motto: „Europas Business-Festival für Innovation und Digitalisierung“) für 2019 bereits die Segel streicht und das Event gar nicht mehr stattfinden wird.

CEBIT-Aus als Motivation

Da half auch die Umstrukturierung in ein „Digital-Festival“ und die Umbenennung von CeBIT (so die Schreibweise bis 2017) in CEBIT nichts: 2018 zählte die Messe nur noch 120.000 Besucher. 2017 waren es noch 200.000. Lange vorbei die Zeiten, als 2008 rund 495.000 Besucher die Messetore passierten.

Von solchen Zahlen träumt der Deutsche Startup-Verband, 2012 gegründet und mit Sitz in Berlin, zwar nur - trotzdem motiviert den Deutschen Startup-Verband das Aus der CEBIT eher in dem Wissen, dass alternative Konzepte nötig sind, um die Digitalisierung in Deutschland voranzubringen.

Gesagt, getan. Kurz nach der Verkündung des CEBIT-Aus meldet sich der Verband zu Wort und hat am Freitag als Reaktion auf das Ende der Computermesse die Gründung des „Deutschen Digitaltags“ verkündet.

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Im Juni 2019 soll das Event als „digitales Bürgerfest“ seine Premiere feiern. Für die professionelle Umsetzung wurde die Initiative „Digitalgermany“ gegründet.

Vorbild Schweiz

Als Vorbild für den Digitaltag gilt der Schweizer Digitaltag (digitalswitzerland), der im Oktober 2018 bereits zum zweiten Mal stattfand. Das dortige Motto „Digitalisierung für jedermann und jederfrau“ wurde parallel an diversen Standorten umgesetzt, darunter auch an den Hauptbahnhöfen in Zürich, Lugano und Genf.

Und Deutschland erhofft sich auch Schützenhilfe bei den Schweizer Veranstaltern. Digitalswitzerland wurde von Marc Walder, CEO der Ringier AG, angeschoben.

Seine Philosophie: "Wir müssen die gesamte Bevölkerung für die Digitalisierung gewinnen, sodass alle davon profitieren können. Wenn wir es nicht schaffen, Wirtschaft, Politik, Gesellschaft, ja jede Einzelne und jeden Einzelnen mitzunehmen, werden viele beginnen, zu blockieren und abzuklemmen. Bereits bei unserem ersten Digitaltag im Jahr 2017, dem ersten seiner Art in Europa, haben hunderttausende Schweizerinnen und Schweizer das Thema Digitalisierung erleben können.“ Über 100 bekannte Unternehmen haben sich inzwischen digitalswitzerland angeschlossen.

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„Zukunft zum Anfassen“

Dass ausgerechnet der Startup-Verband in Deutschland in die Fußstapfen der CEBIT tritt, ergibt Sinn. Der Verband hatte zwischen 2013 und 2018 bereits das Start-up-Segment der CEBIT koordiniert und war auch auf der Hannover Messe aktiv.

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Auch hierzulande soll beim ersten Digitaltag „Zukunft zum Anfassen für jedermann“ als Richtlinie dienen. Florian Nöll, Vorsitzender des Startup-Verbands: „Statt in den Freizeitpark sind viele spätere Digitalexperten und Startup-Gründer in ihrer Jugend einmal im Jahr zu CEBIT gefahren. Für einen Tag waren wir Nerds unter uns. Dieser IT-Freizeitpark für die ganze Familie war die auf Fachbesucher beschränkte CEBIT in den letzten Jahren natürlich schon längst nicht mehr. Aber genau das braucht Deutschland jetzt, um den Menschen Lust auf die digitale Welt zu machen. Digitalisierung zum Anfassen. Für die ganze Familie. Eine digitale Weltausstellung in jedem Bahnhof.“

Meldeformular für interessierte Unternehmen

Alle interessierten Unternehmen sind ab sofort aufgerufen, die Initiative eines Deutschen Digitaltags zu unterstützen. Auf der Webseite findet sich bereits ein Formular, das sich an „Wirtschaftsvertreter, politische Vertreter und Vertreter der Zivilgesellschaft“ wendet. Nur fünf Felder müssen an dieser Stelle ausgefüllt werden, um das Interesse am Digitaltag zu bekunden. Auch einen Newsletter wird es in Kürze geben, er ist (noch) nicht aktiv.

„Die digitale Revolution ist im Kern eine soziale“

Mit Dorothee Bär (CSU) hat der Startup-Verband bereits auch die amtierende Staatsministerin für Digitalisierung ins Boot geholt. Bär erklärt in einer ersten Stellungnahme, der Startup-Verband habe die Zeichen der Zeit erkannt: „Die digitale Revolution ist im Kern eine soziale, in allen Lebensbereichen. Daher muss der Mensch und sein Erlebnis auch bei Events viel mehr im Mittelpunkt stehen. Das ist der Weg der Digitalisierung in die Köpfe und Herzen der Menschen.“

Bei den großen IT- und Software-Konzernen dürften die Pläne für einen Digitaltag auch auf reges Interesse stoßen, schließlich gab das kurzfristige Aus für CEBIT in den letzten Stunden manchen führenden Unternehmen Rätsel auf.

Vodafone hat sein CEBIT-Budget längst eingeplant, SAP hatte sein Sponsoring des CEBIT-Digitalfestivals eigentlich für 2019 bekräftigt. IBM und HP hatten große eigene Stände gebucht. Doch auch dies konnte die CEBIT-Macher nicht umstimmen.

Genauso wenig wie die Wehmut, die die Telekom angesichts des CEBIT-Aus ergriffen hatte, wie ein Sprecher erklärte. Die Telekom will der Absage – genauso wie Konkurrent Vodafone – mit eigenen Eventreihen begegnen. SAP plant, seine Aktivitäten auf der Hannover-Messe jetzt mit freigewordenen Mitteln auszubauen.

Einzelevents und 5G als Antreiber

Und die Macher des Digitaltags hoffen natürlich, dass sie all die genannten Unternehmen auch für ihr Projekt gewinnen können. Dann dürfte die Premiere des Digitaltags im Juni wieder neuen Schwung in die Digitalbranche bringen.

Bis dahin sind es vor allem einzelne Veranstaltungen, die die Digitalisierung analysieren bzw. vorantreiben müssen: So veranstaltet der Berliner „Tagesspiegel“ am 11. Dezember etwa eine interessante „Data Debate“ zu Kernfragen wie sich berufliche Aus- und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung optimieren lässt, wie sich Bildungsbereiche besser vernetzen können und welche Aufgaben dabei auf Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zukommen.

In eine ähnliche Richtung zielt am 11. April 2019 der FIT Customer Innovation Day von Freudenberg IT in Frankfurt/Main. Dort sollen „zentrale Business- und IT-Themen unserer Zeit und Best Practices rund um Digitalisierung, Industrial IoT, SPA Hana und Cloud Computing“ im Fokus stehen.

Und natürlich treibt dort und auf dem Digitalday dann auch alle Beteiligten um, wie wichtig 5G für Deutschland und die Digitalisierung sein wird. Aktuell gilt Deutschland noch als Glasfaser-Entwicklungsland. Umso besser, dass sich 5G-Funkmasten via Glasfaser an bestehende Netze anbinden lassen.

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