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Der Steuerkalender 2019 – Vorbereitung für alle Fälle

Die eigene Buchhaltung hält keinen Winterschlaf und Unternehmen und Privatpersonen stehen vor der Herausforderung, immer auf dem neuesten Stand der Gesetzgebung zu bleiben. Um für 2019 gut vorbereitet zu sein und alle Unterlagen fristgerecht abzugeben, sollten alle Termine im Kopf sein.

Um für 2019 gut vorbereitet zu sein und alle Unterlagen fristgerecht abzugeben, sollten alle Termine im Kopf sein. (Bild: Getty Images)
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Rechnungen sammeln, die Ablage erledigen und mal wieder die dicken Ordner aus dem Schrank holen. Die eigene Buchhaltung hält keinen Winterschlaf und Unternehmen und Privatpersonen stehen vor der Herausforderung, immer auf dem neuesten Stand der Gesetzgebung zu bleiben. Neben der Entlastung für die Familie, wurden in diesem Jahr vor allem die Abgabefristen für die Umsatzsteuervoranmeldung und die Steuererklärung verlängert.

Hierbei ist Vorsicht geboten, denn die Abgabefristen weichen je nach Höhe der Steuerschuld und Verfasser der Steuererklärung ab. Um für 2019 also gut vorbereitet zu sein und alle Unterlagen fristgerecht abzugeben, sollten alle Termine im Kopf sein.

Steuerkalender 2019
(Grafik: Billomat)

Terminänderungen bei der Einkommens-und Umsatzsteuerjahresmeldung

2019 bringt nicht nur Steueränderungen mit sich, sondern wir dürfen uns auch über großzügigere Abgabefristen für unsere Steuererklärung freuen. Denn, ab diesem Jahr haben Steuerpflichtige bis zu zwei Monate mehr Zeit, um sie beim Finanzamt einzureichen. Hierzu gehört die Einkommens-, die Umsatz-, sowie die Gewerbe- und die Körperschaftssteuer.

Wo im letzten Jahr der Stichtag für die Jahresmeldung noch der 31. Mai war, so wird er in diesem Jahr auf den 31. Juli verlegt. Steuerpflichtige, die für die Erstellung ihrer Steuererklärungen einen Steuerberater beauftragen, haben allerdings noch einmal mehr Zeit. Denn, grundsätzlich trägt die Steuergesetzgebung der Mehrbelastung der Berater Rechnung – somit wird ihnen mehr Zeit eingeräumt. Ab 2019 kommen allerdings noch einmal acht Wochen drauf. Das bedeutet, dass die Umsatzsteuerjahresmeldung des Wirtschaftsjahres 2018 bis zum 28. Februar 2019 vom Steuerberater abgegeben werden muss. Aber Achtung: Diese Frist verlängert sich erneut um 12 Monate auf den 28. Februar 2020, sollte der Steuerberater einen Fristenerlass in Anspruch nehmen.

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Aber Achtung: Nach der Änderung laut §152 der Abgabenordnung, werden nach diesem Termin Verspätungszuschlage grundsätzlich per Gesetz durchgesetzt. Dies ist der wenige schöne Teil der Neuregelung.

Abgabefristen für die Umsatzsteuervoranmeldung: Monatlich oder vierteljährlich?

Obwohl die Umsatzsteuer eine sogenannte Jahressteuer ist, ist es für Unternehmer notwendig auch innerhalb des Jahres Vorauszahlungen für ihre vereinnahmte Umsatzsteuer zu leisten. Dies wird hauptsächlich durch die Höhe der Steuerschuld bedingt. Unternehmer und Selbstständige, deren Umsatzsteuerschuld im Vorjahr zwischen 1000 und 7500 Euro betrug, sind verpflichtet viermal im Jahr für jeweils drei Abrechnungsmonate eine Voranmeldung erstellen. Ist die Steuerschuld jedoch höher, sollte die Voranmeldung monatlich beim Finanzamt abgegeben werden. Von der Zahlungsverpflichtung befreit sind diejenigen, die unter 1000 Euro Steuerschuld haben.

Wichtig: Existenzgründer müssen unabhängig von ihrem Umsatz in den ersten beiden Jahren monatlich eine Anmeldung abgeben.

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Steuerkalender 2019: Die wichtigsten Daten im Überblick

Die regulären Termine für die Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung fallen jeweils auf den 10. Kalendertag nach dem monatlichen oder vierteljährlichen Abrechnungszeitraum. Fällt dieser auf das Wochenende oder einen Feiertag, fällt die Frist auf den darauffolgenden Werktag. Die Steuerschuld entsteht dann gleichzeitig mit der Festsetzung oder Anmeldung der Steuer. Aus diesem Grund muss die Zahlung zur selben Zeit erfolgen. Um allerdings den vollen Betrag zu zahlen, wird Steuerschuldigen eine Schonfrist von bis zu drei Tagen gewährt. Das bedeutet also, dass sich die Schonfrist für die Bezahlung der Steuerschuld aus der regulären Voranmeldung im April 2019 zum 13. Mai verlängert. Mit Dauerfristverlängerung verzögert sich diese dann um weitere vier Wochen bis zum 13. Juni 2019.

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Fazit: Gute Vorbereitung ist die halbe Miete

In diesem Jahr passt der Staat einige Gesetze an die Vorgaben der EU an. Aus diesem Grund ist es für Privatpersonen sowie Unternehmen und Selbstständige wichtig, lieber zweimal auf mögliche Änderungen bei den Abgabefristen zu sehen. Obwohl diese verlängert wurden, ist dennoch Vorsicht geboten, um nicht für kostenpflichtige Fristverlängerungen aufkommen zu müssen.

Paul-Alexander-Thies ist Geschäftsführer von Billomat. Er blickt auf über zehn Jahre Erfahrungen als Führungskraft zurück und konnte viele Unternehmen wie Groupon, Payleven (Rocket Internet) und Travador mit aufbauen. Seine Leidenschaft für den E-Commerce-Bereich sowie seine Motivation für den Zukunftsmarkt FinTech führen ihn nun zum webbasierten Buchhaltungs-Tool Billomat.

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