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Voice-Apps haben in den letzten Jahren eine starke Entwicklung hingelegt (Foto: Fotolia/lassedesignen)
Voice Sprachassistenten Alexa

Der Klang der Zukunft

Smartspeaker boomen, über 100 Millionen Geräte will Amazon von seinem Sprachassistenten Alexa bereits verkauft haben. Aber wie können Unternehmen die eigens dafür gebauten Skills auf ihren Erfolg prüfen? Die Plattform Voicehub verspricht, es möglich zu machen. Im Interview mit LEAD erklärt Geschäftsführer Tom Mayr, wieso der Markt so ein großes Potenzial birgt und verrät, was die Zukunft für Sprachassistenten bereithält.

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LEAD: Wie funktioniert Voicehub?

Tom Mayr: Voicehub ist eine Management- und Analytics-Plattform für Voice-Apps wie Google Assistant oder diverse Alexa Skills. Unternehmen können damit sehen, wie ihre Inhalte von den Nutzern angenommen werden und wie sie gegebenenfalls konvertieren, also ob zum Beispiel über die App ein Kauf getätigt wird. Voicehub ist also so etwas wie die Social-Media-Management-Plattform Hootsuite, aber eben für Voice-Apps.

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Warum ist es für Unternehmen wichtig, diese Daten auszuwerten?

Voice-Apps haben in den letzten Jahren eine starke Entwicklung hingelegt. Sie werden von den Nutzern sehr gut angenommen, was allein schon die Verkaufszahlen von Smartspeakern zeigen. Amazon hat nach eigenen Angaben bislang über 100 Millionen Alexa-Geräte verkauft.

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Prognosen zufolge werden bis 2020 die Hälfte aller Suchanfragen, sei es im Bereich der Informationsbeschaffung oder im Einkaufsbereich, sprachgetrieben sein. Darin liegt ein unglaubliches Wirtschaftspotential – übrigens auch was das Erstellen von journalistischen Inhalten und Storytelling angeht. Zum Beispiel gibt es schon jetzt die ersten interaktiven Hörbucher und Computerspiele, die mit Spracherkennung gestaltet werden können.

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Mehr als ein kurzer Flirt!

Modernes Employer-Branding ist für Unternehmen Pflicht. Wer in seine Mitarbeiter investiert, wird belohnt. Das LEAD Bookazine 1/2019 erklärt, was sich Arbeitnehmer beim Employer-Branding von den Unternehmen wünschen, und zeigt drei Cases aus der Praxis.

Welche Gefahren bergen Voice-Apps aus Ihrer Sicht?

Für Unternehmen besteht natürlich die Gefahr, dass sich Voice-Apps langfristig nicht durchsetzen und ihre Produkte nicht den erhofften Erfolg erzielen. Auf der anderen Seite kann es aber genauso gefährlich für ein Unternehmen werden, wenn es den Schritt in dieses audio-lastige Medienzeitalter nicht mitgeht und somit auf der Strecke bleibt. Oder aus Skepsis nur halbherzig in Voice-Apps investiert und der gewünschte Erfolg dadurch ausbleibt.

Und für die User?

Zum einen könnte es passieren, dass User sich zu schnell zu viel von den Voice-Apps erhoffen und deshalb enttäuscht werden. Die Technologie steckt ja quasi noch in den Kinderschuhen und es wird sicherlich eine Weile dauern, bis wir all unsere Besorgungen und Anfragen über Stimmerkennung tätigen können. Natürlich wirft das auch immer Fragen nach Privatsphäre und Datenschutz auf.

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Aber wo soll das hinführen? Werden wir irgendwann auf dem Sofa sitzen und die Wand anstarren, während wir unsere Steuererklärung über einen Sprachassistenten machen?

Tatsächlich ist es gut möglich, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft einen KI-Steuerberater haben, mit dem wir via Spracherkennung in Kontakt treten. Die KI-Software wird immer fähiger und lernt sehr schnell. Interessant sind Voice-Apps aber eigentlich deshalb, weil sie von unterwegs genutzt werden können. Ein realistischeres Szenario ist also, dass wir unsere Steuererklärung auf dem Weg ins Büro vom Auto aus machen. Eine weitere Sache, die mit Sicherheit kommen wird, ist das Voice-Banking: Irgendwann werden wir Überweisungen mit Hilfe von Spracherkennung tätigen. Dazu muss aber eine sichere Art der Authentifizierung gewährlistet werden.

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