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Brabbler 07 2016 0391 Original
Die Gründer: Karsten Schramm, Eric Dolatre, Peter Köhnkow und Jörg Sellmann mit ihrem Team bei Brabbler AG (Bild: Brabbler AG)
Messenger Startup DSGVO

Der DSGVO-sichere Messenger

Sie entwickelten einen der erfolgreichsten E-Mail-Dienste in Deutschland: GMX. Jetzt starten die Gründer noch einmal durch - mit Ginlo, eine All-in-Messenger, der den Menschen ihre Privatsphäre zurückgeben soll.

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Wir befinden uns in einer Zeit, in der die Themen Datenschutz und Sicherheit im Netz so aktuell sind wie nie zuvor. Ein innovatives Konzept zu einem verschlüsselten Messenger könnte viele Menschen ansprechen.

Das dachte sich das Team Brabbler AG - und entwarf Ginlo. Das ist ein DSGVO-sicherer Messenger, bei dem vor allem die Privatsphäre im Vordergrund steht. Daten werden codiert und nicht gesammelt. Werbung gibt es ebenfalls keine. Die App finanziert sich mit einer monatlichen Gebühr ab 2,49 Euro.

Ginlo ist eigentlich ein All-in-One-Messenger. Er vereint die meistgenutzten Anwendungen in nur einer App: also Chat, E-Mail oder Adressbuch.

Die Gründer sind überzeugt: Ginlo wird ein Erfolg

Laut einer bitkom-Studie fühlen sich 91 Prozent der Internetnutzer online nicht sicher und verzichten auf mehrere Dinge: Jeder Zweite versendet keine vertraulichen Informationen per Mail. Jeder Vierte nutzt keine Sozialen Netzwerke, Cloud-Angebote oder Online Banking.

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Mit der Idee zu einem datensicheren Messenger könnte die Brabbler AG also den Nerv der Zeit treffen. Das haben sie schon einmal geschafft. Karsten Schramm, Eric Dolatre und Peter Köhnkow gründeten vor 20 Jahren den E-Mail-Dienst GMX. Nach drei Jahren verließen sie den Konzern aufgrund von Differenzen mit dem Hauptinvestor. Aus den Augen verloren haben sich die drei aber nicht. Im Gegenteil. "Wir haben uns 15 Jahre lang, ein Mal in der Woche zu Mittag getroffen und sind immer noch eng befreundet", erzählt Dolatre.

Vor knapp fünf Jahren fingen sie an, über die Themen Internet und Sicherheit zu diskutieren. "Warum muss ich sechs bis sieben Apps auf meinem Smartphone haben, um auf Stand der Dinge zu sein?", fragte sich Dolatre. Es sollte eine einzige App geben, um alles zu steuern. Das klingt ein bisschen wie die App WeChat aus China. Doch kann so eine App auch in Deutschland punkten?

"Wir möchten der digitalen Welt ein großes Stück Privatsphäre zurückgeben" Eric Dolatre, Gründer von Brabbler AG

Die Gründer diskutierten, welche Funktionen ihre neue App beinhalten sollte. Köhnkow etwa war der Meinung, er könne einem Messenger erst vertrauen, wenn er stets ein gutes Gefühl habe - auch wenn er mal einen Kontoauszug via Chat oder E-Mail verschickt.

"Die Menschen glauben, alle gängigen Messenger seien kostenlos. Aber das stimmt so nicht, weil sie ihre Privatsphäre opfern und mit ihren Daten bezahlen", sagt Eric Dolatre. "Den meisten Leuten ist nicht bewusst, dass es im echten Leben nichts umsonst gibt." Er würde lieber ein bisschen Geld bezahlen, als alle seine Daten und Gewohnheiten preiszugeben.

Die Betaphase von Ginlo für Privatnutzer ist beendet. Das Team bereitet derzeit den offiziellen Launch vor. Für Unternehmen ist seit Januar ginlo @work, der sichere Business Messenger, verfügbar.

Die Versionen unterscheiden sich in den Features. Unternehmen könnten laut den Gründern eine absolute Datenhoheit mit Ginlo erwarten. Digitale Kommunikationstools werden kontrolliert, sodass keine Daten weitergegeben werden. Und: Die App erfüllt die Anforderungen des europäischen Datenschutzrechts.

Datensicherheit für Unternehmen wie für private Nutzer

Die Gründer von Ginlo haben als ehemalige GMX-Erfinder mehrere Vorteile: Sie sind weitaus weniger "verzweifelt" wie manch jüngere Start-up-Gründer. Personal anstellen, Bewerbungsgespräche führen, die passenden Büros finden, Steuererklärung abgeben - das alles war für die vier Brabblerinos, wie sie sich nennen, kein großes Problem. "Wir sind kein klassisches Start-up, in dem die Gründer 80 Stunden pro Woche schieben. Altersbedingt natürlich", sagt Dolatre. 70 Menschen aus 23 Nationen arbeiten bei Brabbler heute.

Drei Zutaten für sein persönliches Start-up-Erfolgsrezept hat Eric Dolatre auch parat: Es müssen die richtigen Leute, zum richtigen Zeitpunkt mit der richtigen Idee zusammenkommen - und dabei muss man ein gutes Stück Glück haben.

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