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IFA Technologien Gadgets

Der Bund fürs Leben

Es ist nur ein Buchstabe, aber genau der macht für Samsung den Unterschied: QLED statt OLED. Im bisher größten IFA-Showcase haben die Südkoreaner heute ihren seit Monaten vermuteten ersten 8K-Fernseher vorgestellt. LEAD-Autor Michael Gronau war vor Ort in Berlin.

Samsung stellte heute seinen ersten 8K-Fernseher vor (Bild: Samsung)
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Es ist nur ein Buchstabe, aber genau der macht für Samsung den Unterschied: QLED statt OLED. Im bisher größten IFA-Showcase haben die Südkoreaner heute ihren seit Monaten vermuteten ersten 8K-Fernseher vorgestellt. Während LG nur marketingtechnisch "Erster" war (deren 8K-TV auf der IFA war nur ein Demogeräte ohne Verkaufstermin und Preise), ist die Samsung-Q900-Serie ab Mitte Oktober in Deutschland in drei Bildschirmgrößen tatsächlich schon erhältlich: mit 65 Zoll (163 cm Bildschirm-Diagonale), 75 Zoll (189 cm) und 85 Zoll (216 cm) bei einer Auflösung von 7680 x 4320 Pixeln.

Samsung Pk Connected Living Offizielles Pressefoto
HS Kim, President Consumer Electronics bei Samsung auf der Pressekonferenz (Bild: Samsung)

Die Connected-living-Philosophie

Um das 8K-TV herum gruppiert Samsung seine aktuellen Produkte unter dem Motto "Connected Living": der Fernseher, die passende Soundbar, smarte und intelligente Haushaltsgeräte ("Home for millenials"), Smartphone, Tablet und Watch.

QLED 8K TV? Bitte nicht mit OLED-Fernsehgeräten verwechseln, die aktuell immer häufiger angeboten werden. So hat etwa das QLED-85-Zoll-TV viermal so viele Pixel wie der typische 4K-Fernseher. Die QLED-Reihe bietet mit 4000 Nitpeak eine extrem ausbalancierte Helligkeit. Zusätzlich wird der neue HDR10+-Standard unterstützt. Er optimiert die Helligkeit derart, dass der Inhalt dabei nicht dunkler auf dem Bildschirm erscheint, als er ursprünglich gedacht ist.

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Zwar sind 8K-Inhalte noch kaum zu finden, doch Samsung hat dem Gerät eine KI-gestützte 8K-Upscaling-Technologie spendiert. Diese ermöglicht es, auch Inhalte mit niedrigerer Auflösung jeweils unabhängig von der Quelle zum Fernsehgerät zu senden. Das gilt für SD, HD, Full HD und UHD. Der Prozessor des QLED-TV skaliert dann die Inhalte auf 8K hoch.

"Das Ereignis für die Sinne"

In Berlin ließ sich das Hochskalieren, auch von SD-Inhalten, an Demo-Stationen erstmals ausprobieren. Ergänzt wird diese Demo mit einer interaktiven Kampagne, die Samsung gemeinsam mit dem Unternehmen R/GA entwickelt hat. So sind drei Filmposter entstanden. Im Inneren der Poster sind Schauspieler live zu erleben, die die Bildrealität des 8K-TVs anhand von Action-, Sci-Fi- und Candy-Motiven unter dem Hashtag #PerfectReality, begleitet von ausgewählten Influencern, demonstrieren.

So versteht Samsung Fernsehen in 8K "als Ereignis für die Sinne". Die Südkoreaner wissen natürlich, dass solche ersten Geräte-Generationen zunächst im Premium-Segment einzuordnen sind, doch Samsung rechnet damit, dass 8K "schnell eine breite Käuferschicht" erreicht. 4K sei heute bereits Standard, obwohl die Technologie auch erst vor einigen Jahren eingeführt worden sei.

Samsung Qled Gronau Foto 7
(Bild: Michael Gronau)

Samsung hat einen Trend registriert, dass die Nachfrage nach größeren Bildschirm-Diagonalen zuletzt deutlich zugelegt habe. 75 Zoll seien heute schon ein normaler Kundenwunsch. Dies führe aber dazu, dass technisch bei 4K-Geräten die gleiche Anzahl von Pixeln über eine immer größere Bildfläche verteilt werden müsse. Das wiederum führe dazu, dass das Bild grobkörniger werde. Mit 8K sei der Bildschirm deutlich detailreicher und noch einmal schärfer.

Zum Deutschlandstart hat sich Samsung die MediaMarkt-Saturn-Holding als exklusiven Vermarktungspartner ausgesucht. Discount-Preise sollte aber kein Kaufinteressent zum Start Mitte Oktober erwarten. Für das 65-Zoll-Einstiegsmodell 8K QLED GQ65Q900 liegt der Preis bei 4999 Euro. Mit 75 Zoll zahlst du 6999 Euro, mit 85 Zoll ist der Kunde preislich schon beim Kleinwagen angelangt – mit 14.999 Euro.

Die Erkenntnis von der IFA: 8K mag ein Quantensprung sein. Wer den gleichen Inhalt in Berlin auf der Messe aber nebeneinander auf einem 4K- bzw. 8K-Gerät anschaut, kann keinen signifikanten Unterschied bei der Bildqualität feststellen. Das menschliche Auge war hier zumindest in der Showhalle noch nicht in der Lage, für einen außerordentlichen Wow-Effekt bei 8K zu sorgen.

Bei Preisen von bis zu 15.000 Euro lohnt es sich für dich aktuell also eher, auf einen Preisverfall bei 4K-Fernsehern zu setzen und nicht gleich als Early Adopter für 8K-QLED-TVs Mitte Oktober zu noch horrenden Preisen zuzuschlagen.

Samsung Qled Foto 8
(Bild: Michael Gronau)

Die neuen Soundbars von Samsung

Im Connected-Living-System fügt sich das 8K-QLED-TV aber natürlich schon von Mitte Oktober gut in das weitere Line-up der Samsung-Produkte ein: Da wären zum einen die neuen Soundbars, die gemeinsam mit den Audio-Experten von Harman Kardon entwickelt wurden. Samsung hatte die Firmen-Übername von Harman International und damit auch Harman Kardon im März 2017 abgeschlossen, um die Soundqualität der Fernsehgeräte aufzurüsten. Was nützt schließlich das beste Gerät, wenn der Ton und die Musik weiter zu dünn klingen?

Die 7.1.4-Kanal Flat Soundbar HW-N950 wird ab der ersten Septemberwoche für 1399 Euro ausgeliefert. Die 5.1.2-Kanal Flat Soundbar HW-N850 ist mit 899 Euro etwas preisgünstiger, liegt aber immer noch über dem Preisniveau, das etwa Sonos für seine WLAN-Playbase verlangt (um 799 Euro).

Connected Living spielt sich aber laut Samsung nicht nur im Wohnzimmer auf dem TV-Gerät ab, sondern vor allem auch in der Küche. Hier haben Samsung-Umfragen gezeigt, dass die Küche immer mehr zum Zentrum des (Patchwork-)Familienlebens werde. Auch hier hält Entertainment Einzug – die intelligenten und vernetzten Family-Hub-Kühlschränke sind dafür ein Beispiel. Mit den in die Tür eingelassenen Displays, die den Funktionen eines Tablets nahekommen, werden die "Smarter Things" im Lineup von Samsung Realität.

Am Ende sind aber trotz 8K und vernetzten Kühlschrank-Displays Smartphones und Smartwatches auch Treiber des Connected Living. In Berlin demonstrierte Samsung erneut die Features des bereits Anfang August vorgestellten neuen Smartphone-Flaggschiffs Samsung Galaxy Note9 (mit bis zu 1 TB Speicher) und der neuen Galaxy Watch mit LTE-Anbindung, beide auch als Steuerungszentrale fürs smarte Home gedacht.

Am Ende muss dann im Connected Home nur noch das WiFi stark genug sein. Auch deshalb hat Samsung gerade erst einen Mesh-fähigen WLAN-Router und einen Smart Home Hub vorgestellt. So könnt ihr eine möglichst effiziente Abdeckung eures Hauses mit WLAN erreichen. Jedes Gerät soll etwa 140 Quadratmeter abdecken können. Insgesamt lassen sich bis zu 32 Satelliten des Mesh-Systems zusammenschließen. Als Smart Home Hub ist das System außerdem mit Hue, Alexa, Google Assistant, Arlo und vielen weiteren Systemen kompatibel. Die Preise liegen bei 119,99 Dollar für einen Router und 279,99 Dollar für ein 3er-Paket. Wann das Mesh-System hierzulande in den Handel kommt, steht aber noch nicht fest.

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