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20190429 Experimente
Netflix feilt am nächsten Level für Geschichtenerzähler (Credit: Netflix)
Streaming Netflix Amazon

Das sind die innovativsten Experimente von Netflix, Prime Video & Co.

Autoplay und Intro überspringen waren gestern. LEAD stellt die großen und kleinen Interface-Experimente der Plattformen vor, die zeigen, wohin sich das Streaming entwickelt.

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Vor allem beim entspannten Fernsehabend auf der Couch wünschen wir uns eine möglichst einfache und intuitive Nutzerführung. Darum findet sich bei den Streamingdiensten wie Netflix und Prime Video auch ein so großes Innovationspotential.

LEAD hat die spannendsten Experimente recherchiert, die sich prima auf das eigene Produkt anwenden lassen oder zu völlig neuen Interface-Konzepten inspirieren.

Interaktives Storytelling

Das nächste Level für Geschichtenerzähler? Abzweigungen bereitstellen, durch die Zuschauer aktiv das Geschehen beeinflussen können. Netflix konnte sich mit "Black Mirror" kein passenderes Format aussuchen, um Ende 2018 ein solches Experiment zu veröffentlichen.

Denn die für ihre Tech-Dystopien bekannte Serie lädt gleichsam zum Reflektieren über die genutzte Technologie ein. Während Entscheidungen über die Frühstücksauswahl und Musik auf dem Arbeitsweg zunächst noch harmlos daherkommen, geht es schon bald buchstäblich um Leben und Tod. Und diese Verantwortung muss man erst einmal verarbeiten.

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Mit der Wildlife-Serie "Du gegen die Wildnis" ist Anfang April ein weiteres Format erschienen, bei dem die Zuschauer mitentscheiden können. Dieses Mal gilt es, sich zusammen mit einem Überlebenskünstler der erbarmungslosen Natur zu stellen.

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Wer ist das da gerade?

Richtig praktisch für Prime-Kunden, dass Amazon mit IMDb.com die weltgrößte Film- und Serien-Datenbank gehört. Somit weiß der Tech-Riese bei jedem Inhalt, wer da gerade mitspielt. Und mittels X-Ray-Funktion können sich Zuschauer das in den Apps sogar szenengenau anzeigen lassen! Fragen wie "Von wem wird diese Figur gespielt?" und "Wo kann man sie noch sehen?" lassen sich so ruckzuck beantworten.

Neuerdings weiß X-Ray auch, welche Musik gerade gespielt wird und liefert wissenswerte Fakten wie Drehorte. Damit wird dieses Feature zum wahrgewordenen Traum eines jeden Cineasten.

Vorschau im Story-Modus

An oberster Stelle in der mobilen App präsentiert Netflix ein neues Preview-Feature, das stark an die Profilbilder-Vorschau von Stories auf Instagram und Facebook erinnert. Bei Klick auf eines der hervorgehobenen Originals startet ein 30-sekündiger Teaser, der speziell für das Hochkant-Format des Smartphones produziert wurde. Mittels Tipp kann man dann wie gewohnt vor- und zurückspringen. Warum setzt das eigentlich noch keine News-Webseite ein?

Aus der App in die eigene Insta-Story

Inhalte weiterempfehlen wird jetzt noch einfacher, denn Netflix erlaubt es, Filme und Serien nun direkt aus der App in die eigene Instagram-Story zu teilen. Passenderweise wird dann ganz automatisch ein perfektes Promo-Bild bereitgestellt, das mit Stickern, Umfragen und sonstigen Features angereichert werden kann. Hier eine Demo der Funktion (aktuell iOS-only, aber schon bald auf Android):

Zufallswiedergabe und Bestenlisten

Wenn Empfehlungsalgorithmen an ihre Grenzen stoßen, dann müssen neue (alte?) Konzepte zum Auffinden von Inhalten her. Netflix hat dafür ganz konkret Tests angekündigt, die wieder stark an das Fernsehen bzw. die Hoheit von Internet-Blogs erinnern. Zum einen wollen sie durch die zufällige Wiedergabe von einzelnen Serien-Episoden den Einstieg in neue und fremde Inhalte erleichtern.

Wie beim TV-Zapping soll man so bei einem Inhalt kleben bleiben, von dem man gar nicht wusste, dass er einen interessiert. Zusätzlich will man mit Top-10-Listen herumexperimentieren, die zu bestimmten Themen erstellt werden. Damit ließen sich zum Beispiel Genres nach Beliebtheit sortieren oder Filme und Serien in ganz neue Zusammenhänge stellen.

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"Alexa, spiele die neue Folge von Game of Thrones"

Klammheimlich ist Alexa in die Wohnzimmer der Nation eingezogen und hilft bei der Lichtsteuerung, spielt Musik ab und füllt den Einkaufszettel. Keine Frage, dass die Echo-Hardware der Sprachsteuerung zu einem absoluten Durchbruch verholfen hat. Dank Integration ins Amazon-Ökosystem lässt sich mit Alexa inzwischen sogar der Fernseher bzw. das Streaming über Fire TV steuern.

Mit Kommandos wie "Alexa, öffne die ZDF-Mediathek" oder "Alexa, spule eine Minute zurück" kann die Fernbedienung gänzlich unberührt bleiben. Das einzige Problem bleibt, dass Nutzer weiterhin genaue Sprachbefehle kennen müssen, weil die Technik noch oft genug ihre Schwierigkeiten damit hat, sinnvolle Rückschlüsse aus dem Kontext zu ziehen.

Erweiterungen mit Browser-Plugins

Neben den Diensten selbst bieten auch zahlreiche Entwickler und Start-ups Browser-Erweiterungen an, mit denen sich das Streaming noch besser gestalten lässt. Flix Plus ermöglicht es beispielsweise, Duplikate und gesehene Inhalte auf Netflix auszublenden und Zusatzinfos wie das Ablaufdatum oder Bewertungen von anderen Seiten einzublenden. Von der Übersetzer-App Mate Translate kommt ein Browser-Plugin, mit dem sich mit einem Klick neue Übersetzungen von Untertiteln aufrufen lassen. Somit lässt sich der eigene Sprachschatz ruckzuck mit neuen Begriffen erweitern. Weitere praktische Erweiterungen gibt es im Chrome Web Store.

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Hier verstecken sich noch mehr Experimente

Wenn du keine experimentellen Funktionen mehr verpassen willst, empfiehlt sich ein regelmäßiger Blick in die diversen Entwickler-Blogs der Anbieter. Dort geben die Coder höchstpersönlich Einblicke über ihre Arbeit, stimmen sich mit der Community ab oder wollen noch mehr Programmierer vom Einsatz ihrer Software überzeugen.

Auf Medium teilen zum Beispiel die Netflix-Techies ihre innovativen Wege, die Big-Data-Maschine zu bändigen und unter YouTube.com/TestTube ermöglicht Google gleich den Zugriff auf alle experimentellen Funktionen der Plattform.

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