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Kinder sollten schrittweise in die digitale Welt eingeführt werden (Foto: © GettyImages)
Kinder Digitalisierung Hannah Klaiber

Das sind die besten Angebote für Kids im Netz

Kinder sollten lieber draußen spielen als in der digitalen Welt herumzuhängen? Quatsch, sagt ein Medienpädagoge und erklärt, warum die Grenzen zwischen den Welten längst fließend sind. Um für beide perfekt gerüstet zu sein, brauchen Kinder nur das richtige Angebot.

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Bereits seit drei Jahren ist der 21. Oktober der „Tag der Kinderseiten“. Kennen Sie nicht? Kein Wunder. Der Medienpädagoge und Kommunikationswissenschaftler Achim Lauber arbeitet beim JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, das zum Netzwerk „Seitenstark“ gehört. Er sagt: „Es ist immer noch so, dass viele Eltern, Lehrer und Kinder gar nicht wissen, wie viele gut gemachte Internetangebote es für Kinder gibt.“

Es ist heute unmöglich, Medien komplett aus dem Leben fernzuhalten

Dass Kinder schrittweise in die digitale Welt eingeführt werden müssen, steht für ihn außer Frage, denn: „Egal, ob bei der Arbeit, in der Schule, der Freizeit oder beim Spiel: Medien spielen heute in allen Bereichen eine Rolle und sind ein verbindendes Element. Es ist unmöglich, zu versuchen, sie aus einem Lebensbereich fernzuhalten.“

Für alle, die sich unsicher sind, welche Seiten für Kinder geeignet sind, bieten Empfehlungsdienste wie eben „Seitenstark“, „Gutes Aufwachsen mit Medien“, „Erfurter Netcode“ oder „Klick-Tipps.net“ vom Jugendschutz eine Orientierung. Seiten, die dort empfohlen werden, erfüllen laut Lauber allesamt mehrere Kriterien.

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Erstens: „Sie sind transparent.“ Die Angebote sind für Kinder verständlich und einfach zu bedienen und die Kinder verstehen, dass sie von Menschen für sie gemacht wurden.

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Verstoßen Kinder gegen Regeln, werden ihnen Konsequenzen erklärt

„Im besten Fall ist eine Kontaktmöglichkeit angegeben, damit sich die Kinder bei einer Redaktion melden können, wenn sie etwas nicht verstehen oder etwas wissen wollen.“ Zudem sind die Seiten entweder werbefrei oder enthalten nur Werbung, die klar und deutlich als solche gekennzeichnet ist. Handelt es sich um eine Community, muss diese von pädagogisch geschulten Ansprechpartnern betreut werden.

Beim „Knipsclub“ zum Beispiel handelt es sich um eine Fotocommunity, deren Mitglieder ähnlich wie bei Instagram ihre Fotos hochladen, die dann von den anderen Mitgliedern bewertet und kommentiert werden können. „Natürlich muss man da draufgucken und Regeln aufstellen. Zum Beispiel, dass man von anderen Menschen nicht ungefragt Bilder macht und sie ins Netz stellt.“

So lernen Kinder etwas über das Recht am eigenen Bild oder auch, dass man Bilder nicht einfach klauen und hochladen darf. Verstößt ein Kind gegen die Regeln oder beleidigt einen anderen User, wird der Beitrag gelöscht und dem Kind auch der Grund erklärt.

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Mit den richtigen Seiten wird Kindern ein positives Angebot gemacht

Für Eltern, deren Kinder sich im Netz umtun, hat der Experte einen Tipp parat: Bei jüngeren Kindern, die noch nicht selbstständig lesen und schreiben können, sollten die Eltern die Mediennutzung begleiten. „Danach sollte man ihnen zwar nicht dauernd über die Schulter schauen, aber ansprechbar sein.“

Überhaupt geht es für ihn vor allem darum, den Kindern ein positives Angebot zu machen. Eltern könnten zum Beispiel die Startseite so einrichten, dass sie nicht mit Google, Yahoo oder Bing startet, sondern mit einer Kindersuchmaschine wie „fragfinn.de“ oder „blindekuh.de“. „Die sind dann für Kinder der gewohnte Einstieg ins Netz von dem sie wissen, dass sie nur Angebote finden, die auch für sie gemacht sind.“

Top 5 Kinderseiten – ausgewählt von Achim Lauber

  • blindekuh.de & fragfinn.de: „Beide Seiten eignen sich gut als Einstieg und Einfallstüren in die Welt der Kinderangebote“
  • trauerland.org: „Trauer ist eine Erfahrung, bei der es nicht immer selbstverständlich ist, dass die Kinder einen Ansprechpartner haben.“
  • frieden-fragen.de: „Die Seite behandelt Fragen um Krieg, Terror und Frieden und versucht Kindern zu vermitteln, warum es so schreckliche Sachen wie Krieg gibt.“
  • afrika-junior.de: „Die Seite erklärt sehr bildhaft den Kontinent Afrika, ähnelt den 'Was ist was?'-Büchern, stillt den kindlichen Wissensdurst und kann auch gut im schulischen Kontext verwendet werden.“
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