Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Influencer Briefing Product Placement 216504644 Fotolia
Ein ausführliches Briefing von Seiten des Auftraggebers ist essentiell für jede Kampagne (Bild: Fotolia)
Influencer Influencer Marketing Kooperation

Das perfekte Influencer-Briefing

Ein ausführliches Briefing von Seiten des Auftraggebers ist essentiell für jede Kampagne. Chris Jungjohann, Head of Germany der Instagram Influencer Marketing Agentur Takumi, weiß, wie Budget-Investitionen möglichst effektiv genutzt werden und einen hohen Kampagnen-Outcome sichern.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Unter dem Hashtag #instafail erregen Marketing-Kampagnen in regelmäßigen Abständen Aufmerksamkeit. Warum? Weil Influencer beispielsweise Produkte falsch beschreiben oder einfach nicht genügend Detailwissen über Materialien und Co. haben.

Solche Fehltritte zu kontextbezogenen Themen entstehen, wenn Werbetreibende oder Agenturen die Influencer nicht ausreichend briefen. Ein ausführliches Briefing von Seiten des Auftraggebers ist ein essenzieller Bestandteil jeder Kampagne und bildet – nach der Auswahl des geeigneten Influencers – den zweiten Schritt für ein erfolgversprechendes Marketing in den sozialen Netzwerken.

Welche Maßnahmen können Werbetreibende selbst zur Optimierung ihrer Influencer-Briefings treffen und was muss dabei besonders beachtet werden? Chris Jungjohann, Head of Germany der Instagram Influencer Marketing Agentur Takumi, weiß, wie Budget-Investitionen möglichst effektiv genutzt werden und einen hohen Kampagnen-Outcome sichern.

Ctab Influencer Contentbild
Hilfe bei der Partnerwahl!

Noch viel zu oft gilt im Influencermarketing: Hauptsache, irgendwen! Aber wie den Richtigen finden? Das aktuelle LEAD Bookazine 1/2019 zeigt, wie Unternehmen bei der Partnerwahl richtig vorgehen. Es ist eigentlich gar nicht so schwer. Außerdem #alltagohnefilter: Influencer und Marketer über Instagram.

1. Das richtige Maß finden

Früher verfolgte die Branche ein Konzept der hundertprozentigen Freiheit. Influencer wurden mit Produkten ausgestattet, im Vertrauen darauf, daraus etwas zu machen. Heute sind detaillierte Influencer-Briefings an der Tagesordnung.

Anzeige

#instafails entstehen aber oft gerade dann, wenn Werbetreibende zu viele Vorgaben im Briefing machen und den Influencern so die Freiheit nehmen, einen Post zu erstellen, der authentisch ist. Eine große Chance und Herausforderung besteht darin, das Briefing so zu gestalten, dass Zielsetzung und Vorgaben der Werbetreibenden verständlich erläutert werden und zugleich die Influencer nicht zu stark in ihrer Kreativität eingeschränkt werden. Unternehmensseitig ist es oft schwierig, den richtigen Grad zwischen strikten Vorgaben und Gewährung von Freiheiten zu finden.

2. Influencer mitbestimmen lassen

Influencer sollten so früh wie möglich in die Planung miteinbezogen werden, damit sie sich als Teil des Projekts fühlen. Nach dem Prinzip der Selbstselektion sollten sie entscheiden, bei welcher Kampagne sie mitarbeiten und ein Briefing erhalten. Damit wird gewährleistet, dass authentische Influencer angesprochen werden, die zur Marke passen und mit ihren Followern potenzielle Konsumenten erreichen, die sich in irgendeiner Weise mit Marke oder Produkt identifizieren.

So wird ein hohes Maß an kreativer Freiheit, Glaubwürdigkeit und Engagement garantiert, denn die Influencer wählen ihre Marken-Partner selbst aus. Ein gewisses Maß an Mitgestaltung der Kampagne fördert das Vertrauen von Influencer zu Advertiser. Intensität und Uhrzeit des Postens sowie der Wort-Umfang neben den festgelegten Hashtags sollten im Idealfall auch in den Händen der Influencer liegen - denn die Influencer wissen selbst am besten, was ihren Followern gefällt. Denn das Vertrauen in die Kooperationspartner bleibt natürlich weiterhin ein wichtiger Bestandteil in dem people-basierten Business.

Das könnte dich auch interessieren: "Es ist extrem schwer geworden, aus der Masse herauszustechen"

3. Neue Ideen nutzen

Influencer verfügen über ein großes Potential für Brands: ihre einzigartige Kreativität. Brands müssen ihre Kampagnen so gestalten, dass sie die maximale Kreativität ihrer Influencer-Partner ausschöpfen. Einige Unternehmen haben bereits gelernt, wie man Influencer auf kreative Weise aktiviert und in die Ideenphase bringt, wenn man ihnen dazu die Freiheit gibt.

Die visuelle Bildqualität der Posts, ein innovativer Ansatz zum Bildaufbau und die Kreativität in der konzeptionellen Umsetzung sind maßgeblich für den Erfolg einer Kampagne. Wichtigstes Erfolgskriterium allerdings ist die Authentizität und Glaubwürdigkeit der Kooperation und der einzelnen Posts. Nur Kooperationen, die Sinn machen, inhaltlich kohärent sind und zum Influencer und seinem Feed passen, sind als echter Volltreffer zu bewerten. In Briefings sollten so wenig wie möglich Einschränkungen enthalten sein und möglichst viel Raum für kreative Entfaltung gegeben werden.

Das könnte dich auch interessieren: Mit Hirn und Hashtag: Das Einmaleins guter Werbekooperationen

4. Briefings kreativer gestalten

Follower sind es zunehmend leid, seelenlose Product Placement Posts auf Instagram zu sehen, ohne dass ein kreatives Konzept zu erkennen ist - und das führt zwangsläufig zu einem geringen Engagement bei Posts. Marketer sollten nicht alleinig auf die Kreativität der Influencer setzen, sondern selbst aktiv Strategien entwickeln, welche die Influencer vor Kreativ-Herausforderungen stellen.

Influencer könnten beispielsweise stärker auf der Produktebene einbezogen werden. Sie im Rahmen eines Briefings dazu aufzurufen, Produkte selbst zu kuratieren, würde eine größere Nähe zwischen Produkt und Influencer herstellen und sich positiv auf die Authentizität der Kooperation auswirken. Fashion Brands könnten Influencer Outfits für verschiedene Anlässe zusammenstellen lassen und diese dann online als Komplettpakete vermarkten, Musik-Streaming-Apps könnten Playlists erstellen und Reise-Vermarkter Influencer ihre persönlichen Tipps für angebotene Destinationen abgeben lassen.

Briefings, die über ein simples Product Placement hinausgehen, sind jedoch keine Einladung dazu, Influencer in ihrer kreativen Freiheit einzuschränken - denn Influencer übernehmen eine großartige Aufgabe für Werbetreibende: Sie bereiten Marketing-Messages und Produkte so auf, dass diese Relevanz für die Follower haben. Um diese Leistung vollumfänglich erbringen zu können, brauchen Influencer die entsprechende Freiheit im Schaffensprozess des Contents.

Selbst die größten Kritiker des Influencer Marketings glauben nicht unbedingt, dass Influencer-Kampagnen eine schlechte Methode der Produktvermarktung sind – nur, dass einige Brands es derzeit schlecht umsetzen. Es besteht die Notwendigkeit, das Influencer Marketing kreativer, eleganter und weniger oberflächlich zu gestalten.

Das könnte dich auch interessieren: BVDW: Influencer werden immer wichtiger für die Werbung

Chris Jungjohann ist Head of Germany bei Takumi. Takumi ist der führende Experte für Influencer Marketing auf Instagram in Europa. Takumi aktiviert authentische Influencer, die Millionen werberelevante Menschen erreichen und für Marken aus den verschiedensten Branchen Awareness auf Instagram schaffen.

Wv Report Influencermarketing 2018

Wissenswertes zum Thema findet ihr im Report "Influencer Marketing - rechtskonform und sicher", den W&V zusammen mit dem auf Onlinerecht spezialisierten Rechtsanwalt Dr. Carsten Ulbricht umgesetzt hat. Der ausführliche Report gibt Checklisten zu Vertragsabschluss und Kosten sowie eine große Übersicht zur Kennzeichnungspflicht an die Hand.

Anzeige
Anzeige
Verlagsangebot
Anzeige
Anzeige
Aktuelle Stellenangebote
Alle Stellenangebote