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Das iPhone XS Max (Foto: Gronau)
iPhone Apple Test

Das iPhone XS Max im LEAD-Test

Bis zu 1649 Euro für ein Smartphone bezahlen? Ab Freitag, den 21. September, liefert Apple das iPhone XS bzw. iPhone XS Max aus. LEAD hat das große Max-Modell mit 6,5 Zoll in den vergangenen Stunden bereits ausgiebig getestet. Das sind unsere Eindrücke.

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1-6-4-9. Die neue Hausnummer von Apple. Kostete das iPhone X, im Herbst 2017 vorgestellt, bis zu 1349 Euro (mit 256 GB Speicherplatz), hat Apple jetzt noch einmal an der Preis-Schraube gedreht. Das neue XS-Max-Modell mit 512 GB liegt bei 1649 Euro, das 256-GB-Modell des XS Max bei 1419 Euro. 70 Euro mehr, als der Vorgänger iPhone X kostet.

Apple CEO Tim Cook hat die neue Preisgestaltung gerade erst in der CBS-Show „Good Morning America“ relativiert: Apple habe noch viele gute ältere Modelle im Sortiment, der Durchschnittspreis für ein iPhone liege aktuell „bei 1 Dollar pro Tag“.

Ist das Premium-Smartphone für bis zu 1649 Euro trotzdem sein Geld wert? LEAD hat getestet.

Die Vorgeschichte

Als Apple im Herbst 2017 das iPhone X veröffentlichte, waren alle Käufer in gewisser Weise Test-Probanden. Mit dem iPhone 8 und dem iPhone 8 Plus waren Geräte auf den Markt gekommen, die in line mit den Vorgängermodellen waren: Home Button, Balken oben und unten auf dem Display.

Das X war anders: FaceID zum Entsperren, kein Home Button, neue Gestensteuerung, fast randloser Screen, abgesehen von der Notch (Kerbe) am oberen Gehäuserand.

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Das X war der Beta-Test für die neuen iPhones in diesem Jahr. Und der Fingerzeig in die Zukunft der iPhone-Entwicklung.

Mehr zum Thema: iPhone-Guide: Welches Gerät passt zu dir?

Apple setzte einen neuen Standard für die gesamte Industrie, die nach dem X-Release plötzlich durch die Bank randlose Smartphones mit Notch auf den Markt warf.

In diesem Herbst hat Apple den Home Button in allen drei neuen iPhones abgeschafft. FaceID dient zur Authentifizierung, alle Modelle sind nahezu randlos, alle werden mit Notch geliefert – und alle mit der vom iPhone X bekannten Gestensteuerung. Zusammengefasst: Die X-Generation definierte die nächste Evolution des iPhones, die ab heute mit dem XS und dem XS Max beginnt.

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Das iPhone XS Max im Größenvergleich (Foto: Gronau)

Der Name

Gleich vorweg: Warum Apple seine Geräte XS, XS Max und XR nennt, bleibt offiziell ein Geheimnis. Darüber spricht Apple nicht. Das „S“ könnte für Speed stehen. Das wird bereits seit Jahren spekuliert, bestätigt wurde es nie. Gleichwohl markiert das „S“ immer eine Zwischenstufe.

Das XR? Steht am ehesten für R wie Rätsel, in Bezug auf die Bedeutung. Keiner weiß es. Max steht im Vergleich zum XS für den größeren Bildschirm: 5,8 Zoll versus 6,5 Zoll beim Max.

Die Größe

Das XS Max könnte mit 6,5 Zoll viele iPhone-Kaufinteressenten abschrecken. Noch größer als die Plus-Reihe (5,8“), passt in keine Hosentasche, ist unhandlich?! Ja und nein. Wir hatten das 6,5“-„Telefon“ (ja, du kannst mit dem iPhone XS Max auch telefonieren) größer erwartet, es kommt aber in der Realität dem iPhone 8 Plus sehr nah.

Für Menschen mit schlanken und eher kurzen Fingern ist die Einhand-Bedienung definitiv nicht möglich. Weil die Sichtfläche aber so gesehen das ganze vordere Display ausfüllt, wirkt es bei der Benutzung eher etwas kleiner und kompakter als das 8 Plus aus dem letzten Jahr. Doch trotz der großen Hände des Autors pegelte sich die Nutzung von der ersten Minute an so ein: Mit rechts das Max halten, mit dem linken Zeigefinger tippen. Klappte problemlos, war auch nicht anstrengend.

PS.(wer’s braucht): Das Reachability-Feature, bei dem der Bildschirm auf die Hälfte herunterfährt, existiert weiterhin. Schade allerdings: Das Max bietet keine zusätzliche App-Reihe. Diese Hoffnung erfüllte sich nicht.

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Das Display

Videos anschauen, Surfen auf größerer Fläche: Für diesen Einsatz ist das große und wahrlich brillant-hochauflösende OLED-Display des Max, von Apple „Super Retina HDR“ genannt, wie gemacht – und ein echter Mehrwert.

Nackte Zahlen – 558 ppi, bei einer Auflösung von 2688 x 1242 – hin oder her, der Blick auf das Display macht klar: Im Zusammenspiel mit TrueTone und NightShift, der Anpassung des Displays an die jeweilige Tages- und Nacht-Zeit, gehört das Display, das auch HDR unterstützt, zur Referenz am Markt.

FaceID

FaceID funktioniert, wie übrigens auch beim Vorgänger X, formidabel. TouchID ist tot.

Wenngleich Apples Aussage, die Erkennung des Gesichts funktioniere nun noch schneller, sich bei der Einrichtung nicht signifikant zeigte. Alles wie immer, alles wie beim X. Auch in dieser Generation verzichtet Apple allerdings auf FaceID im Querformat. Nur der Porträt-Modus wird unterstützt.

Die Kamera

Geht da noch mehr? Die Frage stellst du dir vermutlich jedes Jahr. Und auch 2018 hat es Apple geschafft, die sehr gute Kamera noch ein bisschen besser zu machen.

So erweitert Apple die Tiefen-Segmentierung dank der neuen Neural Engine, das neue Smart HDR präzisiert Bild-Details mit höherem Dynamikumfang – besonders bei Personen vor einem leuchtenden Hintergrund und abendlichen Aufnahmen. Porträtmodus und dynamische Tiefenschärfe wurden ebenfalls optimiert.

Davon profitieren auch Videos. Besonders gestaunt haben wir über das nicht in der Keynote erwähnte Aufzeichnen der Stereo-Tonspur. Erstmals sind vier Mikros im neuen iPhone verbaut, die Kanäle werden separiert. So lässt sich tatsächlich unterscheiden, wenn ein Radfahrer von links ins Bild rückt und rechts wieder rausdüst.

Der Prozessor

Ein paar Zahlenspielereien: Der stromsparendere A12 Bionic ersetzt den A11 im X und führt dank der neuen neutralen Engine 5 Billionen Operationen pro Sekunde aus, beim A11 waren es „nur“ 600 Milliarden Operationen pro Sekunden.

Apple verspricht eine 15-Prozent-Leistungsverbesserung. Bei den ersten Tests war das XS Max nicht signifikant schneller als der auch schon extrem schnelle A11. Die um 50 Prozent schnellere GPU im Vergleich zur A11-GPU beeindruckt Power-User, der Otto-Normal-User wird den Unterschied kaum bemerken.

Erwähnenswert ist aber, dass der A12 der erste 7-nm-Chip der Branche ist. Apple setzt damit Maßstäbe.

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Die Lautsprecher

Am Rande erwähnenswert ist noch der deutlich verbesserte Klang der internen Speaker, sie wirken lauter und klarer. Apple nennt das „Wide Stereo“, auf der Keynote nahm das Feintuning großen Raum ein. Ein Fortschritt durchaus.

Aber seien wir ehrlich: Wer hört heute seine Musik über die Smartphone-internen Lautsprecher? Diese Situationen sind rar, gestreamt wird in der Regel über Bluetooth-Lautsprecher oder eben Kopfhörer.

Der Akku

Apple veranschlagt beim XS Max eine Verbesserung der Akku-Laufzeit von 90 Minuten im Vergleich zum iPhone X. Ein Punkt, den es in den nächsten Tagen noch zu testen gilt. In der Kürze der Zeit war es nicht möglich, dieses Versprechen zu überprüfen.

Andere Vorabtester sprechen von etwa 12 Stunden Akkulaufzeit bei normaler Auslastung, ohne in den Stromsparmodus wechseln zu müssen.

iPhone XS Max verfügt bei 4 GB Arbeitsspeicher über eine 3174mAh Batterie, das XS bei 4 GB über 2658 mAh. Zum Vergleich: Das XR wird mit 3 GB und 2942 mAh Akku im Oktober ausgeliefert, dürfte dann die beste Laufleistung aller drei neuen Modelle haben.

Randnotiz: Auf den kabellosen Charging-Pads lässt sich das iPhone jetzt laut Apple auf 100 Prozent 30 Minuten schneller aufladen. Auch das gilt es in den nächsten Stunden noch zu überprüfen.

Weitere Besonderheiten

Apple hat die Geräteverschlüsselung mit einer verbesserten Secure Enklave noch sicherer gemacht hat: Während Konzerne wie Google weiterhin davon leben, Daten zu verkaufen, geht Apple mit den neuen iPhone-Modellen bei der Sicherheit noch mal einen Schritt weiter.

Mit Technologien wie Differential Privacy (differentieller Privatheit), werden dem iPhone zu den privaten Daten zufällige Informationen hinzugefügt. Erst danach analysiert Apple das Gerät, kann aber somit diese Daten nicht mit deinem iPhone in Verbindung bringen.

Das XS Max ist jetzt nach Schutzklasse IP68 staub- und wasserresistent, zuvor nach IP67. Es könnte in zwei Metern etwa 30 Minuten unter Wasser liegen, danach müsste es laut Apple fünf Stunden getrocknet werden, bevor du es wieder auflädst. Kein Alltagsszenario. Aber gut zu wissen.

Fazit:

1-6-4-9 ist eine Hausnummer. Aber wer sich für das neue iPhone XS interessiert, dem dürfte auch die Version mit 256 GB vollkommen reichen, um seinen Content auf dem Gerät zu speichern. So werden dann immerhin „nur“ 1419 Euro für das iPhone XS Max fällig. Ein stolzer Preis, allerdings auch für das aktuell wohl beste Premium-Smartphone am Markt.

LEAD empfiehlt:

Wer eine ältere iPhone-Version besitzt, erhält mit der neuen Generation die zukunftsweisende iPhone-Technik und kann bedenkenlos upgraden. Wer sich im letzten Jahr ein iPhone X gegönnt hat, muss gut überlegen, ob er das XS braucht.

Das XS Max mit seinem beeindruckenden 6,5-Zoll-Bildschirm hingegen ist auch dann einen Umstieg, wenn du das X aus 2017 gemocht hast, dir aber der Screen deutlich zu klein war.

Wer sein Plus-Modell geschätzt hat, für den ist das XS Max der ideale Einstieg in die neue (Gesten-)Welt von Apple – den Home Button wirst du nach wenigen Minuten nicht mehr vermissen, wetten?!

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