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I Pad Mini 5 Zeichnen
Unterwegs lässt sich auf dem iPad mini mit dem Apple Pencil der 1. Generation gut zeichnen, notieren und skizzieren (Foto: Apple)
iPad iPad mini Tablet

Das große Kleine

Apple hat vor zwei Wochen das neue iPad mini vorgestellt. LEAD-Autor Michael Gronau hat das aktualisierte Apple-Tablet seitdem täglich im Alltag genutzt - mit wachsender Begeisterung.

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Ich hatte die Hoffnung eigentlich längst aufgegeben. Vier Jahre spendierte Apple dem iPad mini keine Neuauflage mehr. Warum also sollte sich das noch mal ändern?

Den Vorgänger hatte ich stets mit den neuesten Aktualisierungen, zuletzt iOS 12.2, versorgt. Doch im Laufe der letzten Monate verlangsamte sich mein iPad mini 4 aus 2015 immer weiter. Apple hat zwar immer versprochen, die neuen Updates würden auf älteren Geräten für einen Performance-Boost sorgen, doch bei mir trat das Gegenteil ein: Apps öffneten sich unendlich langsam, beim Ausführen von Mails fror der Bildschirm immer mal wieder ein oder ruckelte.

Vor zwei Wochen dann die Überraschung, die schon seit einiger Zeit in der Gerüchteküche gehandelt worden war: Apple präsentierte tatsächlich ein neues Modell des iPad mini. Gerade noch rechtzeitig. Ich wollte mein iPad mini 4 schon dem Deutschen Historischen Museum vermachen…

Seit dem Release nutze ich nun das neue Tablet. Mit wachsender Begeisterung.

I Pad Mini Von Oben Mit Pencil Und Case
Pencil und Cases in vielen Farben können zum iPad mini 2019 hinzugekauft werden (Foto: Gronau)

7,9 Zoll und damit sehr portabel

Eigentlich bin ich ein "Pro"-Freund, schätze beispielsweise die Arbeit mit dem Pencil 2 auf dem aktuellsten iPad Pro. Doch das Mini ging mir nie aus dem Kopf. Als es noch flott lief, hatte ich unterwegs immer beides dabei: mein iPhone sowieso – und in der Jackentasche das iPad mini. Mit 7,9 Zoll genau zwischen der Größe des iPhone und des iPad Pro liegend und absolut portabel. So konnte ich auf dem Weg zu Interviews und anderen Terminen das iPhone verstauen und auf dem handlichen Screen des iPad mini meine Augen schonen. Bis zu dem Tag, als das Ruckeln auf dem vier Jahren alten Gerät nicht mehr erträglich war.

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Jetzt, soviel ist nach den ersten 14 Tagen mit dem neuen iPad mini klar, drehe ich die Uhr wieder zurück. Das iPad Pro bleibt zu Hause, das neue Mini wird wieder zum Dauerbegleiter.

I Pad Mini Von Hinten
Auch von hinten macht das iPad mini 2019 eine gute Figur (Foto: Gronau)

Was ist eigentlich "neu" am iPad mini?

Okay, das "Neue" ist in manchen Bereichen alt. Der Formfaktor hat sich innerhalb von vier Jahren nicht verändert. Während die teureren Pro-Modelle Face ID bieten, setzt Apple beim neuen Mini auf den alten Home Button mit Touch ID. Kritiker sagen: "Na, da haben sie die alten iPad-mini-4-Geräte aus dem Lager geholt, mal kurz aufgeschraubt und einen neuen Chip eingesetzt." Nicht mal von der Hand zu weisen. Mit seinem großen Rahmen rund um den Bildschirm sieht das iPad mini 2019 nicht mehr zeitgemäß aus. Wer einmal Face ID genutzt hat, möchte nicht mehr zurück zu Home Button und Touch ID…

Aber darüber konnte ich nach wenigen Tagen hinwegsehen. Entscheidender ist: Es ruckelt nicht mehr. Und das neue iPad mini rennt dank neuem A12 Bionic Chip. Er sorgt für die dreifache Leistung im Vergleich zum Vorgängermodell. Apple verspricht auch eine neun Mal schnellere Grafikperformance. Mächtige Apps wie Pixelmator Pro oder der Affinity Designer spielen mit dem Mini mühelos zusammen.

Ctab Cover Contentbild
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Deutlich besserer Bildschirm und Pencil-Support

Das neue Display (Retina Advanced) ist laut Apple 25 Prozent heller. Das sorgt auch bei Sonnenlicht für angenehmes Tippen, Surfen und Arbeiten. Ohnehin hat das iPad mini 5 die höchste Pixeldichte aller fünf iPad-Modelle, die derzeit auf dem Markt zu finden sind.

Dass Apple dem iPad mini 2019 auch die Unterstützung für den Pencil 1, den Stift der ersten Generation, gewährt hat, überrascht nicht. Unterwegs lassen sich Notizen und Skizzen jetzt noch einfacher festhalten. Ein Zugewinn, gerade bei Anwendungen wie Adobe Photoshop CC, Microsoft Office oder der State-of-the-art-Notizen-App Notability. Die versprochenen 10 Stunden Akkuleistung entsprechen der Realität, genug für einen intensiven Spiele- und Arbeitstag.

In dem kleinen, handlichen Tablet steckt außerdem eine eSIM für LTE, wenn unterwegs kein WiFi-Netzwerk vorhanden sein sollte – ich kann sogar damit unterwegs 1080p-HD-Videos drehen (will ich aber nicht, sieht komisch aus und das mache ich dann doch lieber mit meinem iPhone XS) – und wenn ich spielen will, dann freue ich mich über 3D-Anwendungen und AR-Unterstützung. Das kleine Ding hat bei der Grafik fast schon Konsolen-Niveau.

I Pad Mini Seitlich
Seitlicher Blick auf den dünnen Rahmen des iPad mini 5, das sich mit einer Hand halten lässt (Foto: Gronau)

Und wie sieht es beim Preis aus?

Kleines Tablet, großer Preis - Skeptiker befürchten bei Apple ja immer das Schlimmste. Los geht es für die kleine Maschine ab 449 Euro. Dafür bekommst du 64 GB Speicherplatz und WiFi-only-Anbindung. Wer WiFi + LTE benötigt, zahlt für das 64-GB-Modell 589 Euro. Alternativ gibt es eine zweite Version mit 256 GB Speicher: 619 Euro ist der Preis für das WiFi-Modell, 759 Euro für WiFi + LTE.

Bei letzterem Modell rückst du dann schon nah das neue iPad Air mit 64 GB ran (689 Euro für WiFi + Cellular, aber mit seinem 10,5“-Display eben nicht so handlich wie das iPad mini.

Meine Wünsche an Apple fürs iPad mini 6

Ich würde für die geschilderten Einsatzszenarien dann das iPad mini bevorzugen. Und habe natürlich trotz des frischen Modells noch einen Wunschzettel für Apple: weniger ungenutzter Rahmen (gerade bei so einem kleinen Format wie dem iPad mini), mehr Display und Face ID statt Home Button sowie Pencil-2-Support – der neuere Stift lässt sich so schön magnetisch am Tablet befestigen und geht unterwegs nicht verloren – ja, das alles wär’s im nächsten iPad-mini-Modell.

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Ob ich darauf wieder geschlagene vier Jahre warten muss? Apple wird das natürlich von den aktuellen Verkaufszahlen, die wie immer geheim sind, abhängig machen. Ich bin nach 14 Tagen mit dem kleinsten aller iPads aber sicher: Das große Kleine wird schon allein aufgrund seiner Portabilität und des endlich wieder zeitgemäßen Chips viele Freunde finden. Ich bin einer von ihnen. Ein neuer "alter" Freund...

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