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(Bild: stock.adobe.com/2mmedia)
Social Media Marketing Instagram

​Das Ende des Hypes: Ist Instagram das Maß aller Dinge?

Es wird Zeit mit einem der großen Mythen unserer Zeit aufzuräumen: Es geht um den Irrglauben, dass Instagram das Maß aller Dinge ist – zumindest aus Marketing- und Sales- Perspektive.

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Agenturen und Marken stürzen sich teilweise blind auf Instagram, weil sie denken, dass dieser besser sei als der frühere Held Facebook. Dies ist allerdings eine große Fehleinschätzung. Instagram ist ein toller Kanal, aber blauäugig zu sagen, er sei besser als Facebook stimmt nicht. Warum? Um diese Frage zu beantworten, muss man sich das strategische Ziel von Unternehmen und Marken, die Social Media aktiv nutzen, noch einmal vor Augen führen. Hierzu empfiehlt es sich, sich am Conversion Funnel zu orientieren, der sich (etwas vereinfacht) in die Phasen Awareness, Consideration und Sales unterteilt.

Je nach Phase haben Personen aus einer bestimmten Zielgruppe unterschiedliche Informationsbedürfnisse und müssen dementsprechend abgeholt werden. In der Awareness-Phase geht es im ersten Schritt darum, zu inspirieren, um die Aufmerksamkeit einer Person für ein Produkt zu gewinnen. In der Phase "Consideration" benötigt die Zielperson Informationen, um die Vorteile eines Produkts, im Vergleich zu einem Wettbewerbsangebot, besser einschätzen zu können. In der Phase Sales geht es darum, im richtigen Moment Kaufimpulse zu setzen und den Nutzer beispielsweise dazu zu bringen, auf einen Link zum Shop zu klicken, um letztendlich zu kaufen.

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Instagram als Inspirationskanal

Instagram zeichnet sich dadurch aus, dass es in erster Linie eine Plattform ist, die Aufmerksamkeit für Produkte durch inspirative Inhalte schaffen kann. Wenn das Produkt also dazu geeignet ist, die User zu begeistern, ist Instagram spitze. Jedoch tun sich sehr viele Unternehmen, die keine Sport-, Beauty-, oder Fashion-Produkte verkaufen, erwartungsgemäß relativ schwer auf diesem Kanal. Weil sie eben nicht diese hochwertigen Bildwelten bieten können. Zudem ist die ältere Zielgruppe nicht in dem Maße aktivierbar, wie die typischen, etwas jüngeren Instagram-Nutzer.

Die Plattform hat in der Awareness-Phase also eindeutig die Nase vorn, jedoch weniger in den Phasen Consideration und Sales. Natürlich gibt es Ausnahmen. Erfahrungsgemäß erhält man aber über Instagram viel Reichweite und Interaktion für die Inhalte. Sogar die Anzeigen weisen hohe Interaktionsraten auf. Im Unterschied zu Facebook klicken die User jedoch ungern auf Links, um die Plattform zu verlassen. Die Konsequenz sind deutlich höhere Klickpreise als bei Facebook.

Kombination aus Instagram und Facebook

Facebook hingegen bietet viel eher die Möglichkeit, die Nutzer über die gesamte Customer Journey anzusprechen. Es gibt für jede Phase unterschiedliche Post-Formate und Anzeigen-Produkte, was Werbungtreibenden auch mehr Flexibilität ermöglicht. In Sachen Klickpreise und Conversions ist die Plattform bisher ungeschlagen, weshalb sie den Helden-Status bei Weitem nicht verloren hat. Facebook ist absolut gesetzt im Social-Media-Marketing.

Spannend aber wird es, wenn man Instagram in Kombination mit Facebook einsetzt. So könnte man auf Instagram durch inspirative Inhalte eine hohe Awareness und Relevanz für das Produkt schaffen und den Nutzer dann über Facebook in den nächsten Phasen des Conversion Funnels bis zum Kauf zu begleiten. Je weiter man sich in Richtung des Kaufabschlusses entwickelt, desto produktspezifischer müssen die Inhalte werden. Zudem sollte man mit den Post-Formaten auf Facebook spielen und neben Bild-Inhalten und den entsprechenden Verlinkungen zum Produkt, auch Video-Content veröffentlichen. Jeder Kanal hat seine Vorteile, die sich im Zusammenspiel gut ergänzen. Wer seine Erwartungen aber allein auf Instagram stützt, wird enttäuscht werden.

Über den Autor: Helge Ruff ist Gründer und Geschäftsführer der Social-Media-Agentur OneTwoSocial aus München. Gemeinsam mit seinem Team betreut er Unternehmen wie KFC, Sky Deutschland, NBCUniversal, sowie Versicherungskonzerne, Energieerzeuger oder Automobilmarken. Im Bereich Social Media ist Helge Ruff zu Hause und nutzt diese Form der Kommunikation für Unternehmen bereits seit dem Facebook die Unternehmensseiten eingeführt hat. An der Universität Mannheim studierte er Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Marketing, Produktion und Physik. Seine Lieblings-Social-Media-Plattform ist Instagram.

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