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Auf Kryptobörsen werden die digitalen Währungen gehandelt, getauscht oder gekauft. Man kann hier auch die Kursschwankungen beobachten (Bild: GettyImages/Erikona)
Kryptowährung Blockchain Hacker

Das Einmaleins der Kryptobörsen

Die südkoreanische Kryptowährungsbörse Bithumb hat durch Hackerangriffe umgerechnet knapp 30 Milliarden Euro an virtuellen Zahlungsmitteln verloren. Aber was sind eigentlich Kryptobörsen und wie sicher sind sie? Ein Überblick.

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Das sind keine guten News aus der Kryptowelt: Die südkoreanische Kryptobörse Bithumb hat nach eigenen Angaben vergangene Woche durch Hackerangriffe 35 Milliarden Won (aktuell rund 27,4 Millionen Euro) an virtuellen Zahlungsmitteln verloren. "Der Verlust wird durch Bithumbs eigene Reserven ausgeglichen", hieß es.

Was sind Kryptobörsen?

Es gibt weltweit mehr als 200 Kryptobörsen. Das sind digitale Plattformen, auf denen man Kryptowährungen handelt, tauscht und kauft. Je nach Börse, werden unterschiedliche Coins angeboten. Zu den größten Anbietern zählen Binance, HitBTC, Coinbase oder Bittrex.

Es gibt mehrere Wege, um Bitcoin und Co. zu kaufen. Der Weg an die Börse ist die beliebteste Methode. Man registriert sich mit seiner E-Mail-Adresse und verifiziert das Konto, indem man etwa seinen Personalausweis hochlädt und die Wohnanschrift bestätigt. Man kann die Anmeldung mit der Eröffnung eines Bankkontos vergleichen, nur, dass der Prozess hier schneller läuft, weil alles digital funktioniert.

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Ganz kostenlos ist die Kryptobörse nicht: Etwa 0,25 Prozent pro Handel werden berechnet. Vor allem, wenn man mehrere Kryptowährungen kaufen und handeln möchte, ist eine Kryptobörse das richtige Portal.

Chart

Wie sicher sind Kryptobörsen?

Nun, die häufigen Hackerangriffe auf Kryptobörsen lassen vermuten, dass sie eben nicht so sicher sind. Bithumb ist nur eine von vielen Plattformen, die angegriffen wurde. Erst vor einer Woche hackten sich Menschen auch in die südkoreanische Kryptobörse Coinrail und ließen den Bitcoin-Wert um 13 Prozent fallen. In Japan stahlen Hacker bei der Börse Coincheck 523 Millionen Coins.

Generell aber hängt es von der jeweiligen Kryptobörse ab, wie sicher die jeweiligen Plattformen sind, weil die Geld- und Bitcoinwerte dort verwaltet werden. Es kann also bei Hackerangriffen zu Verlusten kommen. Oftmals tragen die Nutzer selber keinen Schaden, weil die Börsen die Verluste mit ihren eigenen Geldern ausgleichen. Wichtig ist: Nutzer sollten ihre Ersparnisse niemals auf der Börse lassen. Es empfiehlt sich, die Coins auf den sogenannten privaten Wallets, also digitale Geldbeutel, aufzubewahren. Somit sind sie vor Hackerangriffen geschützt.

Was die größten Gefahren bei Kryptobörsen sind, sieht man in der folgenden interaktiven Grafik:

Chart 1

Profitmacher: Kryptobörsen

Jede Kryptowährung "träumt" davon, auf so vielen Kryptobörsen wie möglich aufgelistet zu werden. Denn nur so herrscht eine Liquidität und nur so können mehr Menschen sich entscheiden, in digitale Währungen zu investieren.

Für die Börsen bedeutet das: Profit. Und das haufenweise. Laut dem Business Insider verlangen die Portale - abhängig von ihrer Größe - bis zu eine Million US-Dollar dafür, neue Coins zu listen. Börsen haben also eine große Macht in der Kryptowelt.

"Es ist purer Kapitalismus", sagt Oliver Bussmann, ehemaliger CEO von UBS. Es sei unfair, dass die Krytobörsen zum Teil so viel Geld verlangen, nur um die Coins zu listen. "Wenn Sie keinen Zugang zu bestimmten Börsen haben, bedeutet das, der Zugang für Investoren ist begrenzt", erklärt Bussmann.

Ein Beispiel: Vor einigen Monaten stieg der Kurs des Tokens Ripple deutlich an. Der Grund: Es kamen Gerüchte auf, die Coins würden auf der großen Kryptobörse Coinbase gelistet. Das zeigt, was für einen großen Einfluss die Anbieter auf die einzelnen Währungen haben.

Würden Kryptobörsen einen Teil des Geldes in Sicherheit investieren, könnten mögliche Hackerangriffe vermieden werden. Der Umsatz ist bei den Börsen aber ein Tabu-Thema. Es gibt nur wenige Angaben dazu, wie viel Geld die Plattformen wirklich verlangen.

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