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KI Daten Marketing

Das Abenteuer beginnt jetzt: KI-basierte Systeme im Vertrieb und Marketing

Für Unternehmen ist es wichtig, die eigenen Daten zu kennen, Potenziale zu finden und Risiken zu ermitteln. Hierbei helfen auf künstlicher Intelligenz basierende Suchtechnologien, sogenannte Insight Engines.

KI-basierte Wissensmanagementsysteme stellen Unternehmenswissen zielgerichtet und aufbereitet bereit (Bild: iStock/Primeimages)
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Ein Leben ohne Risiko gab es noch nie und wird es auch nie geben. Wer nicht nur auf der Couch sitzt, der ist täglich unterschiedlichsten Risiken ausgesetzt. Sei es im Privatleben der Rucksack-Trip mit Freunden ins Nirgendwo oder im Berufsalltag eine wichtige Entscheidung, die Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens hat.

Nicht alle Risiken kann man sofort erkennen, doch gerade im Berufsleben kann die effiziente Bereitstellung von relevanten Informationen dabei unterstützen, bessere Entscheidungen zu fällen und dazu beitragen, geschäftskritische Risiken zu mindern.

Wissensbasis als Entscheidungsgrundlage

Ob mangelhafter Innovationsschutz, unbeabsichtigte Patentrechtsverletzungen, die überstürzte Akquisition von Unternehmen oder Fehlplanungen im Ressourceneinkauf und bei der Lieferantenwahl – die Geschäftsrisiken von Unternehmen sind vielfältig und unterscheiden sich in den Branchen deutlich.

Risiken lassen sich nie vollständig ausschließen, hierbei verbirgt sich sicherlich auch der Reiz des Unternehmertums. So besteht die Kunst des nachhaltigen Unternehmenserfolges vor allem im kontinuierlichen Abwägen von Risiken und Chancen. Um Risiken soweit wie möglich identifizieren und minimieren zu können, spielt es eine wesentliche Rolle, dass der Entscheidungsträger das Zusammenspiel der einzelnen Faktoren kennt, ihm also ein Gesamtbild des Unternehmens als Entscheidungsgrundlage vorliegt. Bei den heute in Unternehmen vorhandenen Datenmengen und zahlreichen Speichermöglichkeiten sowie Plattformen zum Datenaustausch stellt dies eine zunehmende Herausforderung dar. Mit einer ausreichend großen Wissensbasis, damit ist die Einbeziehung aller verfügbaren Daten gemeint, und einer nutzungsorientierten Aufbereitung der Informationen lassen sich Fehlentscheidungen aber leichter vermeiden.

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Folgende fiktive Berechnung soll zur Veranschaulichung auf monetärer Ebene dienen:

Ein Unternehmen mit 500 Mitarbeitern trifft bei einem sehr konservativen Schadenswert von 50.000 Euro pro Fehlentscheidung bei 10.000 Entscheidungen im Jahr fünf Fehlentscheidungen (Fehlerquote 0,05 Prozent). Das wäre ein Schadenwert von 250.000 Euro, bei 38.400 Entscheidungen pro Jahr mit einer Fehlerquote von 0,05 Prozent liegt der Wert bereits bei knapp unter 1 Million Euro. Könnte die Fehlerquote durch den Einsatz von KI-basierten Systemen auf 0,04 Prozent gesenkt werden, würde sich der finanzielle Schaden um 200.000 Euro verringern.

Mehr zum Thema: KI-Systeme: Schutz vor verzerrten Algorithmen ist ein Wettbewerbsvorteil

Insight Engines: KI-basiertes Wissensmanagementsystem

KI-basierte Wissensmanagementsysteme setzen genau hier an, indem sie Anwendern das Unternehmenswissen zielgerichtet und aufbereitet bereitstellen. Gerade in Zeiten mit zunehmenden Regulierungen bei der Datenerhebung ist es wesentlich, seine bereits vorhanden Unternehmensdaten zu kennen und daraus einen Mehrwert zu generieren.

Doch wie schafft es ein Wissensmanagementsystem, derartig tiefe Einblicke basierend auf Daten zu ermöglichen?

Insight Engines sind auf künstlicher Intelligenz basierende Suchtechnologien. Zusätzlich zu bekannten Methoden aus dem Bereich Enterprise Search nutzen sie intelligente Technologien wie Natural Language Processing (NLP), Natural Language Question Answering (NLQA) sowie Machine und Deep Learning-Algorithmen, um Anfragen zu verstehen, zu interpretieren sowie Ergebnisse nutzer- und kontextspezifisch aufzubereiten.

Erfolgt eine Suchabfrage, durchsucht die Insight Engine alle vorhandenen Informationen aus sämtlichen Unternehmensdatenquellen, verknüpft sie und interpretiert ihre Zusammenhänge - von Archiven, Dokumentenmanagementsystemen, lokalen File-Systemen über Cloud-Anwendungen bis hin zu Intranet und Internet. Neben strukturierten Daten bezieht die Insight Engine auch unstrukturierte Daten wie E-Mails oder Social Media Posts in die Suche ein. Durch das Extrahieren der relevanten Daten kann benötigtes Wissen effizient wiedergefunden und zur Verfügung gestellt werden.

Dashboards verdeutlichen komplexe Zusammenhänge

Doch smarte Systeme sind noch viel mehr als ein Suchfeld mit Trefferliste. Insight Engines erstellen übersichtliche Dashboards, um übergeordnete, komplexe Zusammenhänge zwischen relevanten Informationen zu verdeutlichen. Dadurch werden Konstellationen und Muster sichtbar, die wichtig für ein umfassendes Verständnis sind. Sogenannte 360-Grad-Sichten ermöglichen eine konsolidierte Sicht aller relevanten Informationen zu einem bestimmten Thema, einer Fragestellung, angereichert mit interessantem Zusatzwissen und bietet so einen umfassenden Überblick über das Unternehmenswissen.

Dabei berücksichtigen sie bei jeder einzelnen Abfrage die Berechtigungen ihrer Anwender und gewähren nur Einblick auf Informationen, für welche der Anwender auch autorisiert ist. Kontinuierliches Verifizieren und Abgleichen mit den an der Datenquelle hinterlegten Rechten ermöglicht eine genaue Kontrolle der Zugriffe. Die Daten werden demnach je nach Berechtigung, Abteilung, Rolle und Position im Unternehmen spezifisch für jeden Anwender eingegrenzt. So erhalten Mitarbeiter im Marketing beispielsweise einen Überblick über alle laufenden Projekte, Kampagnen, Budgets oder die Erfolge verschiedener Werbekanäle und sind dadurch in der Lage, Trends oder Abweichungen und damit etwaige Risiken rascher zu identifizieren.

Der Einsatz von Insight Engines beschränkt sich jedoch nicht nur auf das Minimieren von Fehlentscheidungen. Gerade im Marketing können die gewonnenen Erkenntnisse vielfältig sein – beispielsweise Upselling-Potenzial bei Bestandkunden, Verbesserungspotenziale bei Chatbots sowie Optimierungsmöglichkeiten beim Pre-Sales oder vorhandenen Prozessen.

Dashboard

Fazit

Für Unternehmen ist es wichtig, die eigenen Daten zu kennen, Potenziale zu finden und vor allem Abweichungen und Probleme zu ermitteln, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Die Vorteile die Wissensmanagement in Form von Insight Engines bringen, sprechen für sich und machen deutlich, dass sich die Investition in künstliche Intelligenz bereits heute lohnt.

Mehr zum Thema: So dramatisch verändert die Digitalisierung unsere Jobs

Kathrin Stadler ist Trendscout und Wissensmanager bei der Mindbreeze GmbH.

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Daten allein nützen nichts. Erst wenn du sie auswertest und analysierst, wird daraus Datengold. Wie man Google Analytics einrichtet, Dashboards übersichtlich zusammenstellt, Analysetools nutzt und Daten geschützt verarbeitet erfährst du in diesem Handbuch: LEAD Report "Workbook Web Analytics"

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