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Startklar: Loon, der Internet-Ballon von Google (Foto: Picture Alliance/Reuters)
Crazy Stuff 3D Google

Internet of WTF

In naher Zukunft können sich Kenianer dank Google-Ballons funktionierende Waffen aus dem Internet ausdrucken. Was sonst noch im Internet of WTF passiert, zeigt der Crazy Stuff dieser Woche.

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Texaner verteilt Baupläne für 3D-druckbare Waffen

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Cody Wilson (Foto: Picture Alliance)

Gegen ein US-amerikanisches Gericht setzte er sich durch, jetzt dürfen Cody Wilsons Codes für 3D-druckbare Waffen frei zur Verfügung stehen. Mit ihnen kann sich jeder, der einen 3D-Drucker besitzt, funktionierende Schusswaffen zusammenbasteln. Die Waffen sind dann nirgends registriert, so genannte „Ghost Guns“.

Der ehemalige Rechtsstudent behauptet, dass seine Codes ja keinen Schaden anrichten, sondern lediglich die Menschen, die damit etwas Unrechtmäßiges vorhaben. Ganz in der klassischen Argumentationslinie der US-amerikanischen Waffenlobby nennt er sein Unternehmen „Defense Distributed“ (deutsch: Verteilte Verteidigung). Der Website-Claim: „Private Defense Tech Development in the Public Interest“ - seine Technologie sei also im öffentlichen Interesse. Dass er damit ein neues Zeitalter der herunterladbaren Waffen einläutet, verkündet er auch noch stolz auf der Homepage. In Amerika sind allerdings zumindest aktuell noch traditionelle Schusswaffen leichter zu bekommen und günstiger als ein 3D-Drucker.

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Google bringt Kenia mit Ballon-Routern ins Internet

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Loon, der Wifi-Ballon mit Solarpanel (Foto: Picture Alliance)

Ab nächstem Jahr sollen die Ballons der Google-eigenen Firma „Loon“ über Kenia fliegen und Netzsignale aussenden. Bisher ist das Gebiet schwer zugänglich für klassische Sendemasten, deshalb machen Ballons jetzt Hoffnung auf schnelles Internet. Über den Wolken soll das Internet grenzenlos sein und viele bisher analoge Kenianer sollen endlich das weltweite Web erschließen. Dafür sorgt die Google-eigene Innovations-Einheit gemeinsam mit Telkom Kenya.

Die Ballons werden von Sonnenenergie betrieben und 20 Kilometer über dem Meeresspiegel unterwegs sein. So können sie nicht von Flugzeugen, Vögeln und dem Wetter gestört werden. Google darf sich also auf neue Digital Immigrants aus Kenia freuen. Vielleicht sind ja ein paar neue Google Plus Nutzer dabei.

Amazon ermöglicht Einkaufen in der virtuellen Realität

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(Foto: Getty Images)

Zum Prime Day eröffnete Amazon diese Woche zehn VR-Shopping-Kiosks in Indien. Damit folgt der E-Commerce-Anbieter einem Trend, der schon 2016 mit einer VR-Shopping-App von Alibaba begonnen hatte. Auch Walmart kaufte sich dieses Jahr ein VR-Startup ein.

An den „Experience Zone“-Kiosken wurde jetzt das neueste Einkaufserlebnis getestet. Indische Amazon-Nutzer konnten über Oculus Rift-Brillen virtuelle Produkte begutachten und mit ihnen interagieren. Auf einem 360-Grad-Hologramm konnte Kleidung anprobiert werden.

Offensichtlich spielt Amazon aktiv mit Möglichkeiten, mehr VR-Funktionalitäten in das Angebot zu integrieren. Dass das in Indien getestet wurde, ist kein Zufall: Die Online-Kaufkraft explodiert nachgewiesenermaßen in dem bevölkerungsreichen und internetaffinen Land.

Die automatisierte Arbeitsatmosphäre entspannt Mitarbeiter

Das Internet of Things kann viel besser orchestriert werden, dachten sich Wissenschaftler des MIT Media Lab. Sie verknüpfen verschiedene Sensoren, um die bestmögliche Arbeitsumgebung herzustellen. In Zusammenarbeit mit Bose und Philips erzeugen sie anregende oder entspannende Sound- und Licht-Atmosphären, je nach aktuellem Gemütszustand des Mitarbeiters. Auf einer projizierten Videowand vor dem Schreibtisch erscheinen etwa Wald- oder Café-Szenen, dabei lernt das System mit der Nutzung, wie der jeweilige Kollege sich am besten entspannt und individualisiert das Programm.

In der Zukunft soll es ein kleineres, modulares System geben, das in jedem Büro installiert werden kann. Dazu wünschen sich die Wissenschaftler auch die individuelle Steuerung der Klima-, Luftzug- und Geruchs-Situation. Damit wäre dann wohl das Bürojäckchen passé. Von der tatsächlichen Marktreife ist das Projekt allerdings noch weit entfernt, gab Studienleiter Nan Zhao zu.

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