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(Bild: ©stock.adobe.com/Roman Sigaev)
Cloud Tech

Es gibt keine Wolke sieben

Public Clouds, öffentliche Cloud-Speicher, sind eine prima Lösung für alle, die die eigene IT-Struktur so schmal wie möglich halten möchten. Als Server-Ersatz taugen sie nur bedingt. LEAD hat fünf gängige Cloud-Angebote verglichen und zeigt, für wen sich die Nutzung lohnt. Teil 1: Das kann Dropbox.

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Neue Arbeit – neue Anforderungen. Wer selbstständig ist, ein kleines Unternehmen betreibt oder ein Start-up auf den Weg bringt, steht schnell vor einem Problem: Wohin mit den Daten, die für die Arbeit benötigt werden? Die bisherige Lösung bestand meistens aus einem kleinen Server, über den dann auch die Telefonanlage gehostet werden konnte. Das Problem: Server sind teuer und verursachen Aufwand mit Blick auf Datensicherung, Software-Updates und Wartung. Und: Server brechen gerne mal zusammen – und verursachen damit ätzende Leerlaufzeiten, in denen ein ganzes Büro nasebohrend vor dem PC sitzt und darauf wartet, dass der Server wieder funktioniert. Wer will das als kleiner Dienstleister riskieren?



Eigentlich niemand – und die Lösung könnte in diesem Fall in einer Cloud-Drive oder Cloud-Storage bestehen, also einem externen Speicher in der Cloud. Da gibt es auch für den kleineren Nutzer gängige Angebote, etwa von Dropbox, Microsoft (OneDrive), Google der Telekom und einigen weiteren Anbietern. Die haben mit Blick auf Updates, Back-ups oder Aufwand, Kosten und die Nutzung einige Vorteile. Aber gänzlich problemlos sind diese Lösungen nicht. Und wer große Datenmengen in der Cloud hat, stößt schnell an Grenzen beim Handling und bei der Sicherheit.

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Was steckt hinter den Begriffen?

Ein Cloud-Dienst ist ein Internet-Dienst, über den sich Daten auf einem externen Server online abspeichern ­lassen. Die Public Cloud ist ein Angebot eines externen Anbieters wie Dropbox oder Google Drive. Eine ­Private Cloud ist ein internes, geschlossenes System, zum Beispiel das einer Firma

Doch zunächst die Vorteile. Da wäre zum Beispiel die Anwendung. Die meisten Cloud-Speicher lassen sich über einen sogenannten Desktop-Client einfach auf dem PC installieren. Damit sind Dateien schnell zugänglich und werden im Hintergrund regelmäßig synchronisiert. Das hat auch Vorteile, wenn User von außerhalb etwa über mobile Endgeräte wie Smartphone oder Tablet auf Dateien zugreifen müssen. Über eigene Apps – und mindestens für Android oder iOS bieten eigentlich alle Cloud-Lösungen solche – können Nutzer schnell zugreifen, ohne dass diese über den Browser heruntergeladen werden müssen. Ein weiterer Vorteil: Die Software ist immer auf dem aktuellsten Stand und wird im Hintergrund vom Anbieter gepflegt. Daten sind nach Angaben der Anbieter vor dem unberechtigten Zugriff Dritter geschützt, und auch gegen Datenverlust gibt es eine Absicherung. Wenn sie funktioniert.



Denn viele Hilferufe in Foren zeigen, dass bei der Synchronisierung zwischen Cloud und PC immer mal wieder etwas schiefgeht. Ob das an der Cloud oder am Bearbeitungsprogramm liegt – jedenfalls sind die Daten am Ende futsch.



Besonders unangenehm wird es, wenn eine Cloud-Lösung tatsächlich wie eine externe Festplatte genutzt wird und dort größere Datenmengen lagern. Wer zum Beispiel einen Desktop-Client auf der eigenen Festplatte installiert, erstellt dort ein genaues Abbild und lädt die gleiche Datenmenge auf seine Festplatte herunter. Damit läuft ein gängiger Speicher nicht nur schnell voll. Die beständige Synchronisierung bremst auch den Computer, weil sie natürlich Rechenleistung erfordert. Ein weiterer Nachteil trifft vor allem die internationalen Anbieter: Die Sicherheit der Daten und der Datenschutz sind nicht nach den in der EU geltenden Normen gewährleistet, wenn ein Server in Panama oder in Florida steht. Da kann es schwer werden, bei Datenmissbrauch oder Datenverlust sein Recht einzuklagen.

Die Cloud ist kein Server-Ersatz

Für das Teilen von einzelnen Dokumenten und die Zusammenarbeit über weite Entfernungen hinweg bieten auch Public Clouds erhebliche Vorteile. Als Ersatz für einen Server kommen sie dagegen schnell an ihre Grenzen. Sensible Geschäftsunterlagen oder vertrauliche Dokumente haben dauerhaft in einer Cloud nichts verloren – vor allem, wenn der Server eben nicht in Europa steht.

Das kann Dropbox

Der Platzhirsch unter den Cloud-Speichern bietet in seiner Vielseitigkeit einige Vorteile. Aber: Die Daten liegen in den USA und die Bedienung per Browser ist ohne Office365 echt unpraktisch.



Vielseitig
Dropbox

Anbieter File-Hosting-Dienst aus den USA (San Francisco)
Server-Standort USA
Speicher/ Kosten 2 GB Speicher sind kostenlos, für 8,25 Euro/Monat gibt es 1 TB Speicher. Die Business-Variante gibt es für 10 Euro pro Nutzer/ Monat (beginnend ab 5 Nutzern)
Einbindung Office/ PC Eine direkte Anbindung an Microsoft Office gibt es nicht, aber Dokumente lassen sich über Office365 direkt bearbeiten. Einbindung in Ordnerstruktur des PC/ Mac möglich
Dokumente teilen Im Webbrowser lassen sich einzelne Dateien und ganze Ordner einfach mit anderen Personen per Link teilen
Bearbeiten/ Anlegen Ein Auslagern von Daten in die Cloud ist möglich. Sofern kein Desktop-Client installiert ist, lassen sich Daten über den Browser bearbeiten, müssen dafür aber jedesmal heruntergeladen werden. Kein Drag & Drop
Auto-Back-up/ Synchronisierung Ja
Betriebssysteme Windows, iOS, MacOS, Linux, Android, Blackberry, Windows Phone, Windows 10 mobile

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Dieser Text ist Teil der LEAD Printausgabe 01/18. 

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