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Pickable-Dating-App
Mit der Dating-App Pickable möchte die Gründerin Clémentine Lalande die Dating-Welt revolutionieren (Bild: Pickable)
Dating App Apps

Pickable: Diese App revolutioniert die Dating-Welt

Pickable heißt die erste Dating-Plattform, auf der sich Frauen weder öffentlich präsentieren, noch anmelden müssen. Die Gründerin Clémentine Lalande sieht vor allem in Deutschland ein großes Potenzial für das neue Konzept. Im Interview mit LEAD spricht sie darüber, weshalb Dating-Apps die Romantik des 21. Jahrhunderts bergen.

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Seit vier Jahren beschäftigt sich Clémentine Lalande mit dem spannenden Thema Dating-Apps und hat mit der Anti-Tinder-App "Once" auch schon bewiesen, dass ihre Konzepte aufgehen. Nun geht die Französin noch einen Schritt weiter: "Pickable" ist die erste Dating-Plattform, auf der sich Frauen weder öffentlich präsentieren, noch anmelden müssen. Warum Lalande vor allem in Deutschland ein großes Potenzial für das neue Konzept sieht und weshalb Dating-Apps die Romantik des 21. Jahrhunderts bergen, darüber spricht sie im Interview.

LEAD: Warum braucht es nach Tinder denn überhaupt noch eine Dating-App?

Clémentine Lalande: Wir brauchen eine neue Dating-App, weil wir Tinder haben. Bislang sind mit der Swipe-Funktion – die sehr zeitaufwändig und stressig ist – ja nur die Basics vorhanden, die nicht viel klüger sind als das, was Parship & Co. schon vor 15 Jahren gemacht haben. Es gibt Menschen, hauptsächlich Männer, die Bots nutzen, um nach rechts zu swipen. Zudem sind bei Dating-Apps durchschnittlich 80 Prozent Männer angemeldet. Sie sind aktiver, bleiben länger und schicken mehr Nachrichten. Das Ergebnis: Als Frau bekommt man im besten Falle zu viele Nachrichten, spricht gleichzeitig mit 26 Typen, die man nie gesehen hat, und investiert viel zu viel Lebenszeit.

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LEAD: Und im schlimmsten Fall?

Lalande: … sind es unerwünschte oder aggressive Nachrichten, aber auch obszöne Bilder, die leider oft verschickt werden. Es gibt viele Frauen, die sich auf Dating-Apps belästigt fühlen. Deshalb wollte ich einen sorgenfreien Raum schaffen, in dem es nicht zu bedrängenden oder beängstigenden Situationen kommt. Beispielsweise ist Tinder ja mit Instagram verknüpft, was Probleme schaffen kann. Männer können schnell herausfinden, wo man gerade zu Abend isst oder wohnt. Mit diesen Aussagen möchte ich keine Ängste schüren, aber leider ist es Realität, dass viel mehr Frauen als Männer gestalkt werden.

LEAD: Was macht Pickable denn anders als Tinder?

Lalande: Ich habe mich für einen sehr radikalen Weg entschieden und Frauen mit Pickable 100 Prozent Kontrolle gegeben. Sie sind komplett anonym unterwegs und müssen keine Informationen preisgeben. Frauen suchen sich auf Pickable die Männer aus und entscheiden selbst, was sie mit wem teilen möchten.

LEAD: Gibt es denn in Sachen Dating-Apps unterschiedliche Anforderungen und Ansprüche der User in den verschiedenen Ländern?

Lalande: Ich habe mit über 1.000 Frauen gesprochen und zwar aus vielen verschiedenen europäischen Ländern und es waren immer die gleichen Geschichten und die gleichen Horror-Storys, die mir dabei zu Ohren gekommen sind. Das Konzept von Pickable wird in allen Ländern funktionieren und das Dating-Erlebnis revolutionieren.

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    (Screenshots: Pickable App)
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LEAD: Gibt es denn Erfahrungswerte, wie sich deutsche Frauen auf Dating-Apps verhalten?

Lalande: Ja, unsere Studien haben gezeigt, dass deutsche Frauen das Swipen als viel stressiger empfinden als andere. Hier empfinden das 25 Prozent der Frauen als unangenehm, in Frankreich oder Italien aber beispielsweise nur 10 Prozent. Deshalb setze ich große Hoffnungen auf den deutschen Markt. Bislang verbringen Tinder-Nutzer im Schnitt vier Stunden pro Woche mit Swipen. Man muss sich mal überlegen, was man in dieser Zeit alles machen könnte: eine neue Sprache lernen, zum Beispiel.

LEAD: Wäre denn die Welt ohne Dating-Apps nicht ein bisschen romantischer?

Lalande: Dating-Apps müssen nicht bis zum Maximum optimiert werden, um zwei Menschen zusammenzubringen, die auch perfekt zusammenpassen. Deshalb können sie sehr wohl die neue Romantik sein, der neue Zufall. Die Leute auf Pickable wissen gar nichts bis sehr wenig voneinander und finden alles Weitere in den Nachrichten heraus. Es gibt fünfmal mehr Nachrichten, die über Pickable verschickt werden als beispielsweise über Once. Das ist doch sehr spannend: Alle Dating-Apps versuchen das Problem des Icebreakers zu lösen – mit Bildern, Songs, Verknüpfungen zu Instagram… Die Tatsache, dass man bei Pickable quasi nichts weiß, ist lustigerweise der beste Icebreaker.

LEAD: Das Thema Datenschutz ist in aller Munde – und wird laut Pressemitteilung auch bei Pickable besonders ernst genommen…

Lalande: Ich habe in Deutschland gelebt und weiß, dass dieses Thema hier unglaublich wichtig ist. Pickable tut alles, um die Daten der Nutzerinnen und Nutzer zu schützen. Wir sammeln so wenige Daten wie möglich und werden diese natürlich nicht weitergeben. Das ist auch ein Grund, warum es keine Verbindung zwischen Pickable und Facebook, beziehungsweise Instagram gibt. Denn damit ginge uns die Kontrolle über die Daten verloren.

LEAD: Wenn die Daten heilig sind und nicht weitergegeben werden – womit wird Pickable dann Geld verdienen?

Lalande: Künftig wird es verschiedene Abo-Modelle, bzw. In-App-Optionen für Männer geben – Frauen werden die App aber gratis nutzen können. Die ersten Schritte sind auch für Männer erst mal gratis. Sie können eine Chat-Anfrage pro Tag kostenlos erhalten. Wer gerne mehr Anfragen beantworten möchte, kann sich dann zwischen dem wöchentlichen oder monatlichen Abo entscheiden.

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