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Eingang der diesjährigen CEBIT (Bild: Björn Eichstädt)
Cebit

CEBIT 2018 macht Vorfreude auf CEBIT 2020

Die ersten Eindrücke der Cebit sind ambivalent. Surfbretter stehen auf einem sandgekastelten Strand, daneben Banner für ein neues Software-Produkt. Am Himmel türmen sich graue Wolken über dem Messegelände in Hannover: Ein neues Konzept sollte es werden, die SXSW Deutschlands wollte man aufbauen. Alles sollte ganz anders, ganz frisch und ganz bunt – und vor allem total digital werden. Aber welche der vielen Ankündigungen haben sich tatsächlich auf der CEBIT 2018 materialisiert?

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Drei Tage in Hallen, auf Messeboulevards, auf Plätzen und Parks, vor Bühnen und Foodtrucks: das Bild, das bleibt, ist fragmentiert. Unter dem Pflaster liegt der Strand; soviel ist klar. Aber das angekündigte Neue stellt sich noch nicht vollständig dar und ein. Es blitzt eher zwischen den Abbruchhäusern der "alten" CeBIT (mit kleinem "e") hindurch oder versteckt sich teils noch in Randhallen. Zumindest auf den ersten Blick.

Park, Riesenrad und Eisbach

Was sehr positiv auffällt: Einige der IT-Giganten haben sich das Konzept schon ziemlich zu Herzen genommen und sind vollständig neue Wege gegangen – die auch weithin und offensichtlich sichtbar werden. Salesforce, die bereits in den letzten Jahren mit kompletten Hallen und spannenden Gestaltungen auffielen, erweitern als größter Aussteller der CEBIT ihre Kompletthalle um einen vorgelagerten Park und lassen abends ein Orchester auftreten; das Maskottchen Astro steht als riesige aufblasbare Figur neben der Halle und weist den Weg. IBM verlegt die Meetings gleich wahrhaftig in die Cloud – und lässt Tische und Sessel in luftige Höhen ziehen. SAP stellt ein Riesenrad auf der CEBIT auf und macht das Messegelände zur Mini-Wiesn. Und Intel simuliert den dem Münchner bekannten Eisbach mit waschechten Surfern im Plastikstrom.

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  • Cebit 2 Cr Bjoern Eichstaedt
    Salesforce arbeitet auf der CEBIT sehr ausgiebig mit den 4 Maskottchen des Unternehmens (Bild: Björn Eichstädt)
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    Teilweise ist die CEBIT krass, könnte aber 2019 gerne noch krasser sein (Bild: Björn Eichstädt)
  • Cebit 4 Cr Bjoern Eichstaedt
    Bei IBM gibt es ein Bällebad (Bild: Björn Eichstädt)

Die CEBIT zu einem Straßenfestival zu machen, das gelingt allerdings trotzdem nur teilweise. Klar, das typische Hannover-Wetter ist ein wenig mit Schuld. Aber die angekündigten Food-Trucks und Konzerte hätten trotzdem mehr Potenzial gehabt. Gewagt hat man hier leider ein bisschen zu wenig: Die Foodtrucks entpuppen sich zum Großteil als die üblichen Currywurst-Buden, die Konzerte weniger als Chance für spannende Newcomer, sondern eher als stampfende Einfallslosigkeit und damit Freiluftverlagerung der bislang üblichen Standpartys.

Kultureller Mut? Noch Fehlanzeige. Integration des digitalen und Technologie-Gedankens ins Rahmenprogramm? Eher nicht. Dass die CEBIT eine vollkommen andere Heritage als die SXSW hat, wird spätestens hier offensichtlich. So ganz kann eben niemand seinen Wurzeln entfliehen.

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    Immer mit dabei in diesem Jahr: Pepper von Softbank (Bild: Björn Eichstädt)
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    Der Stand von Oculus bei der CEBIT 2018 (Bild: Björn Eichstädt)
  • Cebit 7 Cr Bjoern Eichstaedt
    Mini-Drohne bei der chinesischen Plattform Bestkit (Bild: Björn Eichstädt)

Das Gold der Messe

In diesen Wurzeln liegt auch dieses Jahr das Spannende der CEBIT. Da, wo die Messe sich ganz aufs Digitale und die Geschäfte verlässt, da, wo man Neues mit Business- und Branchen-Veränderungspotenzial bewundern kann, da, wo klassisch Deutsches auf das Digitale und das andere trifft, da liegt für den offenen Besucher das Gold der Messe: Roboter, Drohnen, VR-Brillen, Flugtaxis und ihre Einsatzszenarien. Hier wird es spannend. Wer sich Zeit nimmt und an den Ständen ins Gespräch kommt, der kann auch auf dieser CEBIT viel viel lernen. Über Business-Software der neuesten Generation ebenso wie über spannende IoT-Anwendungen, über Software zur Steuerung von Robotern und auch über das Neueste aus Asien.

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    Kellnerroboter mit mehreren Tablets (Bild: Björn Eichstädt)
  • Cebit 9 Cr Bjoern Eichstaedt
    Ein DJ sorgt für die Unterhaltung (Bild: Björn Eichstädt)

Flanieren und sich treiben lassen und dann den direkten Kontakt suchen: wer das beherzigt, der wird als Besucher der CEBIT belohnt. Das geht 2018 auch viel besser als in den vergangenen Jahren, da die Gesamtgröße des CEBIT-Areals nochmals deutlich nach unten geschraubt und alles kompakter gehalten wurde. Wohin der Weg geht (sollte man bei dem Konzept bleiben), zeichnet sich schon ab. Wenn noch ein bisschen mehr Mut zur ganzheitlichen Betrachtung und zum Experiment kommt, dann kann die neue CEBIT richtig klasse werden. Ich jedenfalls freue mich schon auf die CEBIT 2020.

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Ein Gruß von der CEBIT (Bild: Björn Eichstädt)

Der CEBIT-Blog von LEAD

Nicht selbst auf der CEBIT? Kein Problem. Spannende Eindrücke und die Highlights findet ihr in unserem Newsblog.

Björn Eichstädt (43) ist Geschäftsführender Gesellschafter der Kommunikationsagentur Storymaker. Die Agentur fokussiert sich auf die Unterstützung von technologie-getriebenen Unternehmen im Bereich PR, Digitalkommunikation und Content-Entwicklung. Darüber hinaus ist Storymaker in Ostasien aktiv mit Schwerpunkten in China und Japan.

Der Autor, beziehungsweise die Agentur Storymaker, arbeitet für die im Text und der Bildergalerie genannten Unternehmen Salesforce und Bestkit.

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