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Die Integration von Werbung bedeutet wohl auch, dass WhatsApp nicht wirklich Ende-zu-Ende verschlüsselt ist ( Foto: iStock-stockcam)
WhatsApp Facebook Social Media

Bricht WhatsApp mit Werbung das Sicherheitsversprechen?

WhatsApp führte im Jahr 2014 die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ein. Mit der Einführung von Werbeanzeigen in den Messenger hat WhatsApp einen noch größeren Schritt zurück gemacht, findet Morten Brøgger. Er ist CEO des Messengerdienstes Wire und hat einen kritischen Blick auf die Entwicklung von WhatsApp.

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War die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nur ein falsches Versprechen? Die Erlaubnis, dass sich Werbeanzeigen in die Status-Nachrichten der Nutzer einschleichen, untergräbt ihre Privatsphäre und gefährdet so die sensiblen Informationen und Daten.

Das bedeutet, dass jedes Wort oder jede Information, auf die der Messenger Zugriff hat, AdTech-Unternehmen um vertrauliche Daten reicher macht. Die Integration von Werbung bedeutet folglich auch, dass WhatsApp nicht wirklich Ende-zu-Ende verschlüsselt ist, da die Verantwortung im Umgang mit den Daten den großen AdTech-Unternehmen überlassen werden, die diese Informationen für ihren Profit verwenden.

Das sind Umstände, die den Kunden in Zeiten steigender Datenschutz-Bedenken in der digitalen Welt, verunsichern.

Der innere Feind: Die dritte Partei im Chat gefährdet Unternehmen

Dass sensible Informationen den AdTech-Firmen zugänglich gemacht werden, schadet auf den ersten Blick den WhatsApp-Nutzern, die um ihre eigene Privatsphäre bangen. Auf der anderen Seite erfassen AdTech-Unternehmen auf diese Art Kundeninformationen. Dass Dritte auf diese Daten Zugriff haben, ist sehr bedenklich.

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Und: Kein CEO im Unternehmen möchte diese Art der Information an den Vorstand weitergeben. Aus diesen Gründen gefährdet jedes Unternehmen, das WhatsApp nutzt, die Einhaltung der DSGVO. Es liegt jetzt in der Verantwortung der Führungskräfte, Tools zu identifizieren, die eine sichere Kommunikation garantieren.

Entscheidungen wie diese sind ausschlaggebend dafür, warum Unternehmen wie Continental die gesamte interne Kommunikation über WhatsApp verboten haben. Die Integration von WhatsApp führt dazu, dass Unternehmens- und Mitarbeiterdaten und letztlich auch Kundendaten für AdTech-Unternehmen greifbar sind.

Das ist weder im privaten noch im professionellen unternehmerischen Umfeld akzeptabel. Die Zeit zum Handeln ist somit definitiv gekommen.

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Fazit: Pay-to-Play oder selbst zum Spielzeug werden

Die Botschaft an die Unternehmen könnte leichter nicht sein: Pay-to-Play, und investieren in sichere Kommunikation, oder selbst zum Spielzeug werden. Der Einsatz von kostenlosen Kommunikationstools ermöglicht den Ad-Tech-Firmen, die vertraulichen Daten für sich zu instrumentalisieren und ein detailliertes Profil der Nutzer und auch der Unternehmen zu erstellen.

Diese unrechtmäßig gesammelten Daten führen AdTech-Dienstleister immer näher an das Unternehmen heran und lassen sie zum Feind werden, der direkt aus dem Inneren kommt. Dies verstößt nicht nur gegen die DSGVO, sondern auch gegen das Recht eines Unternehmens auf Privatsphäre.

Unternehmen sollten „Nein“ sagen zu Kommunikationstools, die sie, ihre Mitarbeiter oder gar ihre Kunden vermeintlich heimlich ausspionieren. Es braucht vielmehr Lösungen, die vollständig Ende-zu-Ende verschlüsselt, auditiert und Open Source sind.

Tools mit diesem Anspruch sind die einzigen, verlässlichen und authentischen IT-Lösungen, die für eine sichere Kommunikation in Betracht gezogen werden sollten. Weil es auch an Unternehmen liegt, Datenschutz und Privatsphäre in der heutigen Zeit im Sinne ihrer Kunden zu wahren.

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Über den Autor: Morten Brøgger ist CEO des Messengerdienstes Wire. Als ehemaliger Geschäftsführer sowohl von Huddle als auch von MACH bringt Morten mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Technologiebranche sowie umfangreiche Go-to-Market- und SaaS-Erfahrung mit. Bei Wire will Morten die persönliche digitale Privatsphäre schützen und gleichzeitig die Sicherheit in Unternehmen hinsichtlich der Kommunikation gewährleisten.

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