Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Wahl Sierra Leone 928373198 Cr Getty Images Afp Isouf Sanogo Web
In Sierra Leone wird derzeit ein neuer Präsident gewählt (Bild: Getty Images/Isouf Sanogo)
Blockchain

Blockchain an der Wahlurne

Im westafrikanischen Staat Sierra Leone findet derzeit die Wahl des neuen Präsidenten statt. Zum ersten Mal überhaupt wurde eine politische Wahl mit Unterstützung durch die Blockchain-Technologie durchgeführt.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Im westafrikanischen Staat Sierra Leone fand ein demokratisches Spitzenereignis statt: Die weltweit erste Wahl via Blockchain. Nach zwei Amtszeiten á je fünf Jahren muss Sierra Leones (Ex-)Präsident Ernest Bai Koroma seinen Platz räumen. Im westlichen und dem am stärksten bevölkerten Teil des Landes wurden die Stimmen in Kooperation zwischen der Wahlkommission NEC und Agora ausgezählt: Die Schweizer Stiftung arbeitet mit digitalen Wahlverfahren, die auf einer Blockchain basieren. Dabei wurde jede einzelne Stimme in einer Blockchain festgehalten, um den Wahlvorgang transparent und nicht manipulierbar darzustellen. Das Verfahren soll für eine größere Transparanz bei den Wahlen sorgen und vor allem das Vertrauen der Bevölkerung in den Wahlprozess fördern. Langfristig gesehen will Agora weitere Produkte entwickeln, um den gesamten Wahlprozess zu automatisieren, indem Bürger auf elektronischem Wege und unter Einsatz biometrischer Daten sowie persönlicher, blockchainbasierter Schlüssel abstimmen.

Keine Ahnung von Blockchain? LEAD erklärt es im Video.

Stichwahl am 27. März

Zur Wahl in Sierra Leone stellten sich 16 Kandidaten, darunter der ehemalige Außenminister Samura Kamara sowie Julius Maada Bio, ehemaliger Militärchef und Kandidat der Oppositionspartei. Zwar erhielt Bio mit 43,3 Prozent die meisten Stimmen; da er aber die absolute Mehrheit verfehlte, muss er sich in einer Stichwahl am 27. März dem Zweitplatzierten Kamara stellen. Er kam auf 42,7 Prozent, wie die Wahlkommission mitteilte. Der bisherige Präsident Ernest Bai Koroma durfte nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Wer immer auch gewinnen mag: Der neue Präsident wird sich in erster Linie Aufbauarbeiten widmen müssen. Sierra Leone zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Nahezu 4000 Menschen starben 2014 an der Ebola-Epidemie, im letzten Jahr kosteten Fluten und Schlammlawinen mehr als 1000 Leben. Rund 7,3 Millionen Menschen leben dort.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Verlagsangebot
Anzeige
Anzeige
Aktuelle Stellenangebote
Alle Stellenangebote