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Factro Schema
Im Projektmanagement ist strukturelles Arbeiten gefordert (Foto: factro)
Team Software Collaboration

Besser mal entslacken?

Programme wie Slack, Trello oder Asana gehören zu den großen Namen im Markt der Collaborations-Tools. Die deutsche Alternative factro will sich von den Big Playern abheben.

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Es wäre eine klassische Frage für "Wer wird Millionär?": Welches Projektmanagement-Tool wird in Firmen am häufigsten eingesetzt? A: Trello, B: Slack, C: Asana, D: Rodeo.

Für die meisten CEOs wäre wohl A bis D die richtige Antwort. Diese klassischen Tools kennt jeder. Aber in Zeiten der neuen DSVGO kann es beim Thema Collaboration nicht nur intern, sondern auch extern mit Kunden schlau sein, Alternativen zu suchen. Stichwort Serverstandorte: Die Rechner von Trello, Asana oder Slack stehen in den USA, Rodeo ist in den Niederlanden zu Hause. Da sind deutsche Alternativen durchaus willkommen.

Excel und Outlook noch weit verbreitet

Besser mal entslacken? Das ist aber noch nicht überall angekommen. Eine Gartner-Studie kam Ende 2018 zu erschreckenden Ergebnissen. So setzt der Großteil kleiner und mittlerer Unternehmen tatsächlich weiterhin auf Anwendungen wie Excel oder Outlook zur Collaboration. Tabellen ohne große Erklärungen und endlose Mail-Threads verkomplizieren das gemeinsame Arbeiten. Nur 13 Prozent der KMU setzen auf Cloud-Software.

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Immerhin: Fast 60 Prozent der Unternehmen können sich vorstellen, deutsche Software zu einem höheren Preis zu kaufen, wenn Datensicherheit und Übereinstimmung mit deutschen Gesetzen garantiert sind. Die Erkenntnis scheint zu reifen, wenn auch langsam: In Zeiten komplexer Anwendungs-Szenarien, gerade auch bei Startups, reicht es einfach nicht mehr, mal eben ein paar Excel-Tabellen fürs eigene Team und für Kunden zusammenzubasteln.

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Server und Backups in Deutschland

Die Antwort könnte also auch E sein: factro. Diese lange nicht so bekannte Projektmanagement-Software, DSVGO-konform, wird in Bochum entwickelt, die Server stehen in Frankfurt/Main. Das Backup erfolgt auf Servern in Nürnberg.

Das All-in-one-Programm ist nach Angaben der Macher nicht am Reißbrett entstanden, sondern es flossen 25 Jahre Erfahrung der Entwickler in der Unternehmensberatung mit ein.

Factro Projektstrukturbaum
Der Projektstrukturbaum bei factro (Foto: factro)

Intuitiv, kurze Einarbeitungszeit

Bei unseren Testeindrücken wirkte die Software modern, durchdacht und intuitiv bedienbar. Die meisten Funktionen erschließen sich sofort. Die Einarbeitungszeit ist gering. Videos erleichtern den Einstieg. Dank Drag&Drop-Steuerung geht die Bedienung zügig von der Hand. User werden sicher die Option schätzen, sich schnell durch die vier Projektansichten (Strukturbaum, Kanban, Gantt und Tabelle) zu klicken. Die größte Version „Professional Cloud“ bringt natürlich dank Controlling-Funktionen und Dashboard deutlichen Mehrwert, ist aber eben auch die teuerste Variante.

Vier Modelle

factro definiert sich über vier Modelle und somit viel Flexibilität. Die kostenlose „Basic Cloud“ ist auf zehn Nutzer beschränkt und die rudimentärste Version, die dennoch persönliche Beratung einschließt. Das günstigste Bezahl-Modell beginnt bei monatlich 7,99 Euro pro Nutzer ab 3 Usern („Team Cloud“/7,99 Euro pro Nutzer). Es fügt der „Basic Cloud“ unter anderem Review-Status, Realtime-Benachrichtigungen und Verantwortlichkeiten hinzu.

Die „Business Cloud“ (19,99 Euro pro Monat pro User) erweitert die „Team Cloud“ u.a. durch Gantt-Charts, Kundenverwaltung und Personal Dashboard. Wer alle verfügbaren Funktionen von factro nutzen möchte, kann die „Professional Cloud“ für 29,99 Euro pro Nutzer pro Monat buchen – mit Controlling, Kalender und Aufgabenhistorie. Aus der „Basic Cloud“ heraus kann beispielsweise die „Professional Cloud“ 14 Tage gratis ohne Eingabe von Kontodaten angetestet werden. Nach den 14 Tagen endet das Abo erst mal automatisch und wird nicht einfach zum Abo.

Factro Tabelle
Ein Blick auf die Tabellenansicht (Foto: factro)

Zu wenig Zeit zur Umstellung?

Einmal abgesehen vom Funktionsumfang und den Anforderungen an die DSVGO bzw. dem Wunsch nach deutschen Serverstandorten bleibt am Ende vielleicht immer noch das Problem, ein solches Projektmanagement-System überhaupt einführen zu können, zumal dann, wenn ein anderes Tool bereits schon lange vom Team und den Kunden genutzt worden ist. Auch fehlende Einarbeitungszeit dürfte für den Wechsel zu einem anderen Collaborations-Programm immer wieder von Teamleitern ins Feld geführt werden.

Immerhin: Bei factro versucht man bei diesem Thema anzusetzen und bietet Neueinsteigern nach der Registrierung ein Webinar an, in dem fünf Einstiegstipps zu sehen sind. Das Ganze dauert nur 14 Minuten: ein Zeitfenster, das sicher in jedem Team vorhanden ist, um eine Umstellung zu prüfen.

Workshops und Tutorials

Wer mehr Zeit investiert, bekommt bei factro übrigens ein Rundumpaket: Workshops, Trainings und „Beratung zu Organisationsentwicklung, Digitalisierung und Change sowie klassische Managementberatung“. Wenn dann die Entscheidung fällt, doch auf die üblichen Verdächtigen wie Slack, Trello oder Asana zu setzen, ist das durchaus auch nachvollziehbar: Diese beliebten Tools haben sich, unabhängig von ihren Serverstandorten, in der Praxis auch weltweit bewährt.

So gesehen bleibt der Kampf von factro um Marktanteile im Segment der Collaborations-Tools sicher kein einfacher, aber vor allem unter Datenschutzaspekten ein durchaus lobenswerter.

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