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Beobachten Amazon-Mitarbeiter Kunden beim Sex?

Amazon steht im Verdacht, mit seiner Cloud Cam Kunden zu beobachten - auch in intimen Situationen. Der Konzern bestreitet die Vorwürfe und behauptet, die Aufnahmen seien freiweillig eingereicht worden.

Beobachtet Amazon seine Kunden beim Sex? (Bild: Pixabay)
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Immer wieder steht Amazon mit Datenskandalen unter Verdacht. Zuletzt wurde im April 2019 bekannt, dass Mitarbeiter Alexa-Sprachbefehle von Nutzern auswerten. Jetzt steht die Überwachungskamera Cloud Cam im Fokus, die in Deutschland noch nicht verfügbar ist. Laut einem Bericht von Bloombergwerten Teams in Indien und Rumänien Videoaufnahmen aus. Damit sollen die Algorithmen und die künstliche Intelligenz trainiert werden.

Laut Amazon werden die Aufnahmen freiwillig von Mitarbeitern und Kunden eingereicht. Ehemalige Mitarbeiter sehen das anders. Denn unter den zahlreichen Videos befinden sich auch immer wieder Sex-Aufnahmen. Bloomberg schreibt, dass an einem typischen Tag einige Amazon-Mitarbeiter etwa 150 Videoaufnahmen auswerten. Diese sind normalerweise 20 bis 30 Sekunden lang. "Wir nehmen Datenschutz ernst und geben Kunden der Cloud Cam, die ausschließlich in den USA vertrieben wird, die Kontrolle über ihre Videoclips", erklärte Amazon gegenüber Golem.de.

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Werden die strengen Sicherheitsregeln nicht eingehalten?

Laut Bloomberg arbeiten die Mitarbeiter, die Videos auswerten, in einem zugangsbeschränkten Bereich. Smartphones am Arbeitsplatz seien verboten. Ehemalige Mitarbeiter berichten aber, dass immer wieder Material an andere Mitarbeiter geteilt wurde.

In den Nutzungsbedinungen schreibt das Unternehmen zwar, dass Amazon sich das Recht vorbehält, Bilder, Audio- und Videoaufnahmen der Cloud Cam nutzt, um seine Produkte stetig zu verbessern. Dass explizit Menschen die KI und Algorithmen trainieren, steht nicht drin.

Fakt ist: Clips mit "unangemessenen Inhalten" werden normalerweise als solche gekennzeichnet und dann verworfen, damit sie nicht ausversehen zum Trainieren der KI verwendet werden. Warum trotzdem Sex-Aufnahmen unter den ausgewerteten Videos zu finden waren, kommentiert das Unternehmen nicht.

Mehr zum Thema: Von Dirty Talk bis zum Drogendeal: Was Apples Siri alles zu hören bekommt

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