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Foto: Caroline Preuß - CaroDIY
Pinterest Influencer Social Media

Auf Pinterest durchstarten: Eine Bloggerin verrät, wie es geht

Pinterest ist die Social-Media-Plattform, die zu Unrecht hierzulande völlig unterschätzt wird. Denn wer die Bildersuchplattform durchschaut und seinen Content bestens darauf ausrichtet, erntet schnell und ohne großen Aufwand Früchte.

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Eine Bloggerin, die seit Jahren auf Pinterest setzt, ist Caroline Preuß. Unter CaroDIY bloggt sie über einfache Do-it-Yourself-Tutorials. Neben Instagram und Youtube nutzt sie vor allem Pinterest.

Für Deutschland gilt ihre Strategie als „Best-Practice“-Beispiel. Wie diese aussieht, hat sie im Interview verraten.

Caroline, seit wann bloggst du als CaroDIY?

Ich habe das Bloggen ungefähr vor fünf Jahren angefangen. Am Anfang hatte ich aber keine rictige Strategie, sondern habe mehr über die Dinge gebloggt, die mir Spaß gemacht haben. Anfang 2016 habe ich dann gemerkt, so wie ich meinen Blog angehe, ergibt das nicht wirklich Sinn. Ich wollte endlich Geld damit verdienen.

Also habe ich anfangen, das Ganze sehr viel strategischer zu betrachten. Als erstes habe ich mich SEO gewidmet und gemerkt: Je nischiger das Thema, umso besser. Also habe ich mich auf DIY-Tutorials spezialisiert und mich vom Lifestyle-Blog entfernt.

Wann kam dann Pinterest ins Spiel?

Das war im März 2016. Ich hatte von amerikanischen Bloggern gehört, dass Pinterest eine gute Plattform wäre, um den Traffic auf die Webseite zu leiten. Also habe ich mein erstes DIY-Tutorial in eine kleine Grafik verwandelt, auf der ich alle Schritte erklärt habe und hochgeladen. Anschließend habe ich viel gepinnt, Grafiken erstellt, Keywords verwendet und drei Monate lang Pinterest sehr strategisch genutzt.

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Nach zwei Monaten ist mein Reichweiten-Graph auf Pinterest exponentiell nach oben gegangen und auch mein Traffic auf dem Blog hat sich erhöht. Wo vorher 20-50 Unique Visitors meine Webseite besuchten, waren es plötzlich 500 bis 1000. Mein erfolgreichster Monat war im Dezember 2017: Da hatte ich erstmals 500.000 Unique Visitors im Monat.

Auch interessant: Pinfluencen, aber richtig!

Welche Strategie hast du auf Pinterest verfolgt?

Eigentlich ist es ganz einfach: Man lädt auf Pinterest seinen Content hoch und analysiert relativ schnell, was funktioniert. Bei mir wird beispielsweise DIY-Content für Kinder und Familien gut geklickt. Also richte ich mich danach und mache mehr davon.

Ich gucke immer, welche Ideen funktionieren und mache dann mehr davon, baue Grafiken, versehe meinen Content mit Keywords wie „DIY-Idee Kinder Weihnachten“ und lade es hoch.

Nutzt du noch andere Social Media-Kanäle?

Klar, Instagram und YouTube mache ich nebenbei, schließlich will ich CaroDIY zur Brand aufbauen und mich als Social Media-Expertin etablieren. Pinterest ist hier nur ein Teil davon - aber der, der am meisten bringt, für den wenigsten Input.

Das bedeutet?

Du lädst einmal deinen Content hoch und er arbeitet für sich. Pinterest ist sehr viel langfristiger. Beispielsweise habe ich ein Badebomben-DIY hochgeladen, das jedes Jahr zu Herbstzeit wieder hochgerankt wird. Die Algorithmen von Pinterest erkennen, das dieser Pin zu dieser Zeit beliebt ist und spielen es dann wieder aus.

Pinterest ist quasi nicht so ein Hokuspokus wie bei Instagram, wo man nie genau weiß, was jetzt wieder funktioniert.

Lead 3 Marketing Im Mittelstand 1200X1200 Akt
Starkes Marketing für starke Marken

Digitalisierung soll Wachstum bringen, aber nicht nur für die Big Player. Der Mittelstand nutzt diese Chance ebenfalls für sich. Nur wie, ist die Frage. Wie agiert beispielsweise die Firma Sport Schuster in puncto Marketing? Das LEAD Bookazine zeigt, wie der Mittelstand das Marketing im digitalen Wandel gestaltet. Kundenbedürfnisse und eigene Werte – darum sollte es gehen.

Das heißt, der Vorteil ist: Wenig Input, viel Output?

Genau. Und: Selbstständig und nachhaltig. Bei Instagram musst du wahnsinnig viel interagieren und liken. Pinterest hingegen ist ja eine Suchmaschine und keine richtige Community, hier muss man nicht ständig Interaktion zeigen.

Außerdem lernt man über Pinterest seine Zielgruppe sehr gut kennen. Du kannst sehr schnell analysieren, was hat performt, was nicht. Man erkennt relativ schnell ein System und kann darauf aufbauen und das Beste strategisch rausholen.

Du bist also komplett strategisch vorgegangen

Ja, das war mein Schlüssel zum Erfolg. Ich sag’s ganz ehrlich: Ich wollte endlich Geld mit meinem Blog verdienen. Da bin ich Business-Frau. Es hat geklappt.

Das bedeutet in Zahlen bei dir?

Bei Pinterest habe ich mittlerweile 75.172 Follower und circa 4 Millionen Betrachter im Monat. Bei Instagram sind es mittlerweile 91.000 Follower und auf dem Blog habe ich im Schnitt 200.000 Unique Visitors im Monat.

Das ist eine ganze Menge!

Ja, und das kommt alles über Pinterest. Klar, ein bisschen Google und SEO spielt auch mit rein, aber tatsächlich mache ich momentan kaum neuen Content, sondern der Blog lebt von altem Traffic. Hier generiere ich 90 Prozent davon über Pinterest.

Blogger kennen das sicher, es ist super schwierig, heute noch hohen Traffic auf einem Blog aufzubauen. Pinterest hat mir hier eine komplett neue Welt eröffnet, ohne diese Plattform wäre ich heute nicht so erfolgreich.

Und wie geht man am besten auf Pinterest vor?

Das Wichtigste ist: Content is king. Du brauchst auch auf Pinterest gute Inhalte, die User-relevant sind. Es bringt nichts, als Fashionblogger einfach meine Outfits hochzuladen. Dein Pin muss Mehrwert haben.

Also kombinierst du lieber drei Fotos und lädst „drei Wintermäntel“ oder „die besten Hochzeitsoutfits“ als Grafik hoch. Am Anfang habe ich wirklich bis zum Umfallen Grafiken erstellt und getestet. Also verschiedene Überschriften gemacht, geguckt, ob DIY als Einzelschritte oder als Endergebnis-Bild besser funktionieren.

Das Schöne ist: Man kann seinen ganzen Content immer wieder auf verschiedene Art und Weise recyceln, beispielsweise als Compilations. Eine Grafik mit „Die 10 besten Blogposts über Geschenke“ – und schwups, hat man schon wieder zehn Links auf den Blog gesetzt.

Was würdest du Personen raten, die bei Pinterest durchstarten wollen?

Als erstes sollte man sich die Frage stellen: Welchen Mehrwert kann ich mit meinen Inhalten bieten? Auf keinen Fall einfach drauf los posten. Dann: Positioniere dich nischiger – und erstelle strategisch deinen Content.

Auch sollte man sich im Vorfeld seine Konkurrenz ansehen und gucken, was funktioniert bei denen auf Pinterest und was nicht. Aber natürlich gilt hier: Nicht kopieren, sondern inspirieren lassen.

Welche Themen funktionieren auf Pinterest am besten?

Eigentlich alles, von DIY über Beauty, Interior, Food oder Fashion. Alles, was einen Mehrwert liefert. Ich könnte mir beispielsweise auch vorstellen, dass das Thema Putzen und Haushalt gut funktioniert.

Genauso gibt es bislang zu den Themen Yoga, Achtsamkeit und Mindfulness relativ wenig. Aber selbst meine Business-Tipps funktionieren auf Pinterest.

Du hast gesagt, du bloggst heute nur noch selten?

Genau, ich bin mittlerweile Strategie-Beraterin. CaroDIY macht zwar immer noch Spaß, aber ich sehe mich nicht unbedingt als Bloggerin, sondern eben mehr als Consultant. Mittlerweile berate ich Unternehmen in Sachen Pinterest und Co.

CaroDIY ist hier mein kleines Labor, wo ich Erfahrungen sammle und viele, viele Sachen beim Thema Social Media austeste.

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