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Die Generation Y macht gerade ihre ersten Karriereschritte (Foto: GettyImages/Portishead1)
Millennials New Work Unternehmenskultur

Auf Jobsuche? 7 Tipps für Millennials

Unzählige Ratgeber und Personaler haben sich an ihnen abgearbeitet: Der Generation Y, auch Millennials genannt - den Berufseinsteigern, die angeblich so ganz andere Ansprüche stellen als die Generationen vor ihnen. ​Geboren zwischen 1980 und 1995 sind sie gerade Berufseinsteiger oder machen ihre ersten Karriereschritte. Ihnen wird nachgesagt, im Beruf statt Geld und Chefposten eher Selbsterfüllung zu suchen.

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Millenials gelten als sinnsuchend und verunsichert - auch weil ihnen – je nach Voraussetzung - mehr Möglichkeiten offen stehen, als den vorherigen Generationen.

LEAD hat mit Martin Klaffke, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und Leiter des Hamburg Institute of Change Management gesprochen. Er hat sich mit der Generation der Millennials im Berufsleben beschäftigt und kann Tipps geben, wie die Generation Y ihre Jobsuche gestalten sollte.

Er weiß: Einen großen Einfluss auf diese Generation hatte und hat auch die Digitalisierung – sie sind die ersten sogenannten Digital Natives. „Vertreter dieser Generation haben diesen Prozess ja auch mit gestaltet“, sagt Klaffke.

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1. Apps zur Jobsuche verwenden

Auch Unternehmen erkennen laut Klaffke immer mehr, wie wichtig es ist, im Recruiting mit der Digitalisierung Schritt zu halten – und passen ihre Bewerbungsprozesse dementsprechend an.

„Es gibt nun Apps zur Jobsuche wie zum Beispiel Jobspotting oder Truffls, das wie Tinder für Arbeitsstellen funktioniert“, sagt er. Sogar die Bundesagentur für Arbeit bietet eigene Apps für die Arbeitssuche.

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2. Millennials sollten sich „sichtbar machen"

„Außerdem sollten sich Millennials für potentielle Arbeitgeber sichtbar machen und sich zum Beispiel einen gut gepflegten Account in Geschäfts-Netzwerken wie LinkedIn und Xing zulegen. Denn immer mehr Unternehmen suchen selbst aktiv nach passenden Bewerbern“, weiß Klaffke.

So könne man sehr leicht mit Unternehmen in Kontakt kommen.

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3. Formalien einhalten

Was Millennials aber auch nicht vergessen sollten: In den Personalabteilungen herrschen nach wie vor feste Vorstellungen, wie eine Bewerbung aussehen sollte. Klaffke empfiehlt: An die Vorgaben halten, Anschreiben und Arbeitsproben nicht vergessen und Formalien einhalten.

„Man kann auch bei formellen Vorgängen einen gewissen Trend zur Umgangssprache beobachten. Dann steht in der Bewerbung ‚Hi‘ statt ‚Sehr geehrte Damen und Herren‘. Der lockerere Ton hat sicher etwas mit unserer WhatsApp- und Snapchat-Kultur zu tun, hängt aber auch damit zusammen, dass der Bewerbungsprozess leichter gemacht wurde und die Hürden nicht mehr so hoch sind. Ich würde Bewerbern aber auf jeden Fall empfehlen, Formalien einzuhalten.“

Den Unternehmen wiederum rät Klaffke, weniger auf die Einhaltung der Formalien zu achten, sondern vielmehr darauf, wie gut die Bewerber sich tatsächlich für den Beruf eignen.

Mutsterbeispiele für den Lebenslauf sowie weitere Tipps findet man nach einer kurzen Google-Suche im Internet.

4. Eine Liste machen: Was erwarte ich von meinem Beruf?

Vor dem Berufseinstieg sollten Millennials sich überlegen, was sie sich von einem Job erwarten und eine Liste erstellen - denn mit der Frage „Finde ich die Tätigkeiten spannend?“ ist es nicht getan. Klaffke erklärt: „Ein Job ist ein Gesamtpaket, und man muss für sich herausfinden, welche Aspekte man am relevantesten findet“.

Eine Auswahl: Kann ich mir vorstellen, einmal Führungskraft zu sein – mit allen Vor- und Nachteilen? Wie wichtig sind mir flexible Arbeitszeiten oder Vereinbarkeit mit einer Familie? Bin ich bereit, Überstunden zu leisten und wenn ja, wie viele? Wie viel möchte ich verdienen, wie wichtig sind mir Statussymbole? Gibt es Möglichkeiten, im Homeoffice zu arbeiten? Möchte ich gerne viel verreisen oder lieber Zuhause bleiben? Wie komme ich mit Hierarchien zurecht, kann ich mir vorstellen, selbstständig zu sein?

5. Mit Optionenvielfalt umgehen lernen

Aber was, wenn man nicht einmal weiß, für welche Jobs man sich bewerben möchte? „Ich würde jungen Menschen raten, sich erst einmal umfassend zu informieren, was es gibt - wie zum Beispiel auf Whatchado, einer Webseite, die verschiedene Berufsbilder vorstellt“, sagt Klaffke.

„Die Entscheidung fällt vielen schwer: Die Optionen haben zugenommen, durch die Bologna-Reform gibt es mittlerweile gut 19.000 Studiengänge mit teilweise starker Spezialisierung. Zusätzlich haben sich durch die Digitalisierung zahlreiche neue Berufsfelder entwickelt, viele überlegen, auch mal ins Ausland zu gehen. Das Spektrum ist größer und die Vorstellung über den späteren Lebensweg individueller geworden. Daraus entsteht leicht eine Unsicherheit, man fragt sich: ‚Mache ich alles richtig?‘“

„Ich glaube, man muss lernen, mit Optionenvielfalt umzugehen und Praktika in ein paar ausgewählten Bereichen machen, die man spannend findet“, rät der Professor.

„Man braucht eine grobe Vorstellung von dem, was man später machen will. Nach dem Studium kann man dann zum Beispiel an einem Traineeprogramm teilnehmen, das ja meist durch mehrere Abteilungen eines Unternehmens führt. Auch da kann man sich noch einmal überzeugen, ob einem das Berufsfeld wirklich liegt oder herausfinden, wie man sich spezialisieren möchte.“

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6. Sich im Vorstellungsgespräch offen zeigen

Wer dann ein Vorstellungsgespräch ergattert hat, sollte sich auf die üblichen Fragen vorbereiten und über das Unternehmen informiert sein. Zum Beispiel sollte man sagen können, warum man dort arbeiten möchte.

In einem Vorstellungsgespräch können Millennials selbstbewusst aufzeigen, was sie können und leisten – sollten aber laut Klaffke gleichzeitig in der Diskussion offen sein für Vorschläge des potentiellen Arbeitgebers.

Und bevor es zu einer Enttäuschung kommt: Es lohnt sich, immer noch einmal nach dem Arbeitsalltag, den Aufgaben und den Kollegen zu fragen.

7. Sich auf eine Ernüchterung einstellen

„Der erste Arbeitstag ist kein Kindergeburtstag – manche sollten sich auf einen Realitätsschock einstellen“, warnt Klaffke. „Es kann passieren, dass die EDV nicht eingerichtet ist und keiner weiß, wer man ist. Das ist natürlich schlechter Stil, kommt aber leider nicht selten vor. Das sollten Millennials reflektiert annehmen, die neuen Kollegen wissen es meist nicht besser.“

Vor allem ältere seien noch von der damaligen Zeit geprägt, aktives Onboarding der Mitarbeiter sei unüblich gewesen.

Klaffke rät, sich einen Mentor zu suchen, in Geduld zu üben und zu lernen, ein Nein zu akzeptieren: „Bei der ersten Ernüchterung sollte man nicht gleich den Kopf in den Sand stecken. Man kann erst nach ein paar Monaten sagen, ob man dort bleiben möchte, dafür gibt es ja auch die Probezeit.“

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