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Digitalisierung Getty Images 802264004
Foto: Getty Images
Studie Digitalisierung Mittelstand

Auf einem guten Weg

Deutschland, ein digitales Entwicklungsland? Nicht ganz. Jedes vierte kleine und mittelständische Unternehmen ist schon jetzt digital stark entwickelt. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie.

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Die Studie "Digitale Dividende", ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Telekom, der Unternehmensberatung Iskander Business Partner und Alix Partners, hat den Digitalisierungsgrad deutscher Mittelständler analysiert. In einstündigen Interviews äußerten sich Vertreter (vorwiegend CEOs und CIOs) von 54 Unternehmen zum Stand der Digitalisierung in ihren Unternehmen. Die "Digitale Dividende" misst den Zusammenhang zwischen Digitalisierungsgrad und Unternehmenserfolg. 

Drei Faktoren spielen dabei eine wichtige Rolle: Digital Maturity, Digital Customer Experience Check sowie eine Business-Performance-Befragung. Der Grad der Digitalisierung bemisst sich am sogenannten Digital Score, der sich aus dem Digital Customer Experience Index sowie dem Digital Maturity Index zusammensetzt. Diese Kriterien haben sich die Analysten genauer angesehen:

  • Digital Maturity
    (Bild: Mind Digital 2018/Digitale Dividende im Mittelstand)
  • Digital Customer Experience Check
    (Bild: Mind Digital 2018/Digitale Dividende im Mittelstand)
  • Business Performance Befragung
    (Bild: Mind Digital 2018/Digitale Dividende im Mittelstand)

Entlang ihres digitalen Reifegrads lassen sich die Unternehmen in vier Bereiche clustern: Digital Starters, Digital Operational Excellence Experten (OX), Digital Customer Experience Eperten (CX) sowie die Digital Leader. Rund 30 Prozent der Umfrageteilnehmer fallen nach dieser Analyse in die Gruppe der Digital Starters: Sie können in der Regel keine Digitalstrategie vorweisen, ebensowenig benennen sie explizit Mitarbeiter, die Transformationsprozesse im Unternehmen übergreifend führen und steuern. Ihr Durchschnittswachstum fällt mit drei Prozent im Umsatz und nur 1,7 Prozent im Gewinn sehr gering aus. 

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Die zweite Gruppe, die OX, geht die Digitalisierung prozessgetrieben an, neue digitale Geschäftsmodelle oder Produkte haben für sie keine Priorität, sie arbeiten prozessorientiert. Ihr durchschnittliches Umsatz- und Ergebniswachstum liegt bei 8,8, beziehungsweise 5,8 Prozent. Die DX nutzen digitale Technologien vor allem, um die Zufriedenheit der Kunden zu verbessern. Sie setzen dafür auf Online-Kundenportale, e-Services oder e-Support. Ihre Umsätze steigen im Durchschnitt um 9,4 Prozent, der Gewinn erhöht sich um 6,8 Prozent.

Die radikalen Wandler

Die Digital Leader hingegen leben den radikalen digitalen Wandel. Von Managementmethoden über den kulturellen Wandel bis hin zum Aufbau von Digitalkompetenz im Unternehmen, um neue Betriebsmodelle und Kundenerlebnisse zu schaffen: Das Unternehmen ist auf die Digitalisierung ausgerichtet. Ihr durchschnittliches Umsatz- und Gewinnwachstum ist mit 12,8 Prozent, beziehungsweise 19,8 Prozent signifikant höher als bei allen anderen Umfrageteilnehmern.

Die größte Gruppe bilden mit 30 Prozent aller Befragten zwar noch immer die Digital Starters. Allerdings verteilen sich die Unternehmen relativ gleichmäßig auf die digital fortgeschrittenen Gruppen: 26 Prozent lassen sich den OX zurechnen und 20 Prozent den DX. Mit 26 Prozent aller Befragten können sich sogar mehr als ein Viertel der Firmen als Digital Leader bezeichen.

Digitale Dividende In Zahlen
Wer digitalisiert, gewinnt (Bild: Mind Digital 2018/Digitale Dividende im Mittelstand)

Trotz unterschiedlicher Entwicklungsgrade, die Relevanz digitaler Strukturen haben nahezu alle erkannt. So bezeichnen 64 Prozent der Befragten Digitalisierung als überlebenswichtig. Etwa ein Drittel gibt Agilität als Beweggrund für digitale Transformation an, nur sechs Prozent wollen wirklich neue Geschäftsmodelle entwickeln, während es für ein Viertel der Befragten darum geht, Geld zu sparen.  

Warum Ist Digitalisierung Wichtig
(Bild: Mind Digital 2018/Digitale Dividende im Mittelstand)

Allerdings beginnen Unternehmen umzudenken. Während für 14 Prozent früher tatsächlich Produktivitätsgewinne Treiber der Transformation waren, sehen in der Zukunft nur noch fünf Prozent der Befragten das so. Vielmehr erwartet nahezu ein Viertel der Befragten Zuwächse in Gewinn und Umsatz.

Digitalisierungsziele Im Umbruch
(Bild: Mind Digital 2018/Digitale Dividende im Mittelstand)

Hinterher ist man immer schlauer. So stimmen im Rückblick nahezu ein Drittel aller Teilnehmer der Aussage zu, sie hätten Transformationsprozesse früher starten und schneller umsetzen müssen. 24 Prozent würden heute bereit mehr Ressourcen bereitstellen, während lediglich 12 Prozent externe Experten zu Rate ziehen würden.

Lesson Learned

Erfolgreiche Digitalisierer raten vor allem dazu, Dringlichkeit zu erzeugen und das Management zu motivieren (30 Prozent); früher starten und agieren steht für 27 Prozent an zweiter Stelle, aber nur 20 Prozent raten dazu, alle Mitarbeiter abzuholen.

Tipps Digitalisierung
(Bild: Mind Digital 2018/Digitale Dividende im Mittelstand)
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