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Jannik Obenhoff
Instagram-Künstler und Fotograf Jannik Obenhoff (Foto: privat)
LEAD 03/18 Fotografie Instagram

Auf der Jagd nach dem magischen Moment

Mit gerade mal 18 Jahren ist Jannik Obenhoff schon einer der „100 Most Influential Adventure Photographers on Instagram“. Im LEAD-Interview spricht er über die Bedeutung von Instagram für Fotokünstler, die Planung seiner Fotoreisen und warum das perfekte Motiv nicht alles ist.

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Als Teil des Fotografennetzwerks @germanroamers, die Deutschlands schönste Seiten mit der Kamera einfangen und kürzlich mit Dumont einen Bildband herausgebracht haben, ist Jannik viel auf Reisen.

LEAD: Erzähle uns, wie alles begann: Wie bist du zur Fotografie gekommen? Kam die digitale Bildbearbeitung erst später dazu?

Jannik Obenhoff: Mit der Fotografie angefangen habe ich vor etwa fünf oder sechs Jahren - damals noch mit meinem iPod. Ich habe die Bilder auch nur zum Spaß auf Instagram veröffentlicht. Nachdem mein Account auf Instagram so viel Erfolg hatte, habe ich 2014 zu meinem 14. Geburtstag meine erste Spiegelreflexkamera bekommen. Digitale Bildbearbeitung und Fotografie hängen ziemlich eng zusammen und ich bearbeite eigentlich schon seit Anfang an alle meine Fotos.

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Welche Rolle spielt Instagram für Fotokünstler?

Obenhoff: Instagram ist meiner Meinung nach die beste Plattform, um seine Arbeit zu veröffentlichen und Resonanz von Usern und anderen Fotografen zu bekommen. Es ist auch eine tolle Inspiration, es gibt so viele andere Fotografen, von denen man lernen und beeinflusst werden kann.

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Und welche Bedeutung hat die Plattform geschäftlich für dich?

Obenhoff: Instagram lässt sich ganz unterschiedlich für Businesszwecke nutzen. Mein Instagram-Account ist erst mal ein Portfolio, das ich bei einem möglichen Kunden vorzeigen kann, dabei hilft natürlich eine große Follower-Zahl. Aber man kann es natürlich auch direkt für Werbung nutzen, z.B. also durch Fotos, mit denen man ein bestimmtes Produkt bewirbt.

Wie wählst du deine Motive aus? Gibt es bestimmte Kriterien?

Obenhoff: Oft lasse ich mich durch Instagram inspirieren oder ich suche auf Google Maps nach neuen Locations und probiere dort einfach mein Glück. Kriterien gibt es eigentlich keine, meistens habe ich aber schon ein oder zwei Motive im Kopf, die ich fotografieren will.

Wenn du ein Motiv gefunden hast, wie geht es dann weiter? Was sind deine nächsten Schritte?

Obenhoff: Ich entscheide mich für einen Zeitpunkt, an dem ich dort fotografieren will. Meistens ist das Sonnenauf- oder Sonnenuntergang. Dann plane ich, wie ich am besten dort hinkomme, ob ich wandern oder dort übernachten muss. Und dann kann es meistens auch schon losgehen.

Welche Kamera und welche Tools verwendest du?

Obenhoff: Zurzeit verwende ich die Nikon D850 mit verschiedenen Objektiven, wie das 24-70mm 2.8 oder das 35mm 1.4. Außerdem habe ich eine Drohne, die mir besondere Perspektiven ermöglicht, das ist derzeit die DJI Mavic Pro 2.

Was ist dein Bildbearbeitungsgeheimnis?

Obenhoff: Ich bin kein Fan von übertriebener Bildbearbeitung. Man sollte sich eher auf das Fotografieren fokussieren als auf die Bearbeitung danach. Beim Bearbeiten versuche ich die Bilder so natürlich wie möglich zu halten und ihnen meinen persönlichen Look zu verpassen.

Gibt es Motive, die dir besonders viel abverlangen?

Obenhoff: Es gibt immer mal wieder Situationen und Bedingungen, die mehr von einem fordern als andere. Zum Beispiel bei schlechtem Wetter zu campen oder bei starkem Schnee oder Regen zu fotografieren.

Hast du selbst ein Lieblingswerk?

Obenhoff: Zurzeit ist das hier (unten) mein Lieblingswerk, entstanden in Norwegen bei Sonnenaufgang. Das war einfach ein magischer Moment, als die Pferde aus dem Nebel hervorgetrabt kamen.

Auf Instagram tummeln sich immer mehr Hobby-Fotografen, die mit dem perfekten Bild viele Likes abgreifen wollen. Welche Herausforderungen birgt das für den Beruf des Fotografen?

Obenhoff: Ich finde es schön, dass immer mehr Leute kreativ werden und ihre Fotos auf Instagram posten. Das Problem dabei ist nur, dass sich dadurch viele „Instagram-Hotspots“ entwickeln. Die sieht man dann tausendfach im Instagram-Stream, weil die Leute dorthin nur fahren, um ein Foto zu machen, das möglichst viele Likes bekommt. Kreativ werden sie dabei leider nicht – sie sind einfach nur Nachmacher.

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