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Web Flexibeles Arbeiten 916567486 Eva Katalin I Stockphoto
Junge Arbeitnehmer wünschen sich oft mehr Flexibilität (Foto: iStockphoto)
New Work Unternehmenskultur Internet of Things

Arbeiten wird flexibler, planbarer und ortsunabhängiger

Von der ersten industriellen Revolution bis zur aktuellen Digitalisierung hat sich der Alltag von Arbeitnehmern und Arbeitgebern stets gewandelt. Warum sie diesen Fortschritt nicht fürchten müssen und wie verschiedene Branchen mit dem Thema Digitalisierung, Internet of Things und neuer Arbeitsalltag umgehen, erklärt Arnd Bessing, Geschäftsführer von Cewe-Print.

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Digitalisierung in der Fabrik-AR und Predictive Maintainance sind erst der Anfang

Die Digitalisierung macht vor keiner Branche und keinem Arbeitsbereich Halt: Auch in der Produktion wird sich der Arbeitsalltag stark verändern. Das liegt an neuen Technologien wie Augmented Reality (AR) - also die Erweiterung der Realität durch den Einsatz von so genannten Wearables wie Datenbrillen. Diese Lösungen werden etwa in der Logistik eingesetzt, um Mitarbeitern zu helfen, Teile schneller zusammenzusuchen und zu verpacken oder in der Produktion, um Prozesse wie das Zusammensetzen einer Maschine zu visualisieren.

Zudem können bei Bedarf Experten per Datenbrille hinzugezogen werden und bei schwierigen Wartungs- oder Reparaturaufgaben unterstützen. So hilft die Digitalisierung, Arbeitsplätze zu erhalten, da der Einsatz der Wearables die Produktivität der Mitarbeiter erhöht und gleichzeitig Anlernprozesse sowie Einarbeitungszeiten verkürzt.

Ein weiterer Punkt, der das Arbeitsleben in der Produktion verändert, ist die zunehmende Vernetzung der Maschinen. Unter dem Stichwort "Predictive Maintainance", zu Deutsch "vorausschauende Wartung", informieren Maschinen über ihren aktuellen Zustand und melden, wenn ein Teil übermäßig belastet ist und kurz vor dem Ausfall steht.

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Die Wartung wird so für Unternehmen planbarer und Stillstandzeiten verringert. Mitarbeiter können ihren Arbeitsalltag besser planen und aktiv angehen, anstatt nur auf mögliche Fehler zu reagieren. Wichtig bei der Einführung neuer Technologien ist die Einbindung aller Prozessbeteiligten.

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Diversity am Arbeitsplatz ist eine Chance und ein Investment zugleich. Im LEAD Bookazine 4/2018 erfährst du, wieso Chancengleichheit die Produktivität steigert und erfolgsentscheidend für jede Agentur und jedes Unternehmen ist. Es geht also auch um Geld.

Durch die rechtzeitige und umfassende Information sowie gegebenenfalls Schulung der involvierten Personen werden Unsicherheiten und Ängste vermieden und das Potenzial der neuen Technologien kann voll ausgeschöpft werden. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollten sich bewusst machen, dass der Schritt in die digitale Arbeitswelt notwendig ist, um mit der Konkurrenz mithalten zu können. Auch sollten alle Beteiligten eine reelle Chance auf beruflichen Aufstieg durch Umorientierung und Weiterbildung haben.

Digitalisierung im Büro – Digitale Prozesse, papierloses Arbeiten und Flexibilität

Die Digitalisierung verändert auch den Alltag im Büro und umfasst dabei weit mehr als nur Homeoffice und BYOD ("Bring your own Device“). Hinter dem Schlagwort "papierloses Büro" etwa stehen viele Prozesse, die gerade erst dabei sind, ihre volle Wirkung zu entfalten.

Eine digitale Personalakte beispielsweise, die die alte Papiervariante ersetzt und jederzeit sicher, aktuell und leicht auffindbar ist. Auch die Möglichkeit, rechtsgültige Verträge online zu schließen, fällt unter diesen Punkt. Ein weiterer Vorteil des papierlosen Büros ist das Thema Nachhaltigkeit, gleiches gilt für die Kostenreduzierung durch den Wegfall von Kosten für Drucker, Toner und Papier.

Auch Arbeitgeber müssen sich auf den Digitalisierungstrend einstellen. Digitale Unternehmensprozesse, flexible Arbeitszeitmodelle, digitale Weiterbildungsangebote: All diese Dinge kommen auf sie zu. Gerade junge Arbeitnehmer wollen in puncto Arbeitszeiten mehr Flexibilität.

Neben den Arbeitgebern ist hier auch der Gesetzgeber gefragt, der Arbeitsschutzgesetze wie die Mindestruhezeit oder Pausenzeiten an die Realität anpassen und ins 21. Jahrhundert bringen muss.

Digitalisierung in anderen Branchen

Auch in anderen Branchen verändert die Digitalisierung den Arbeitsalltag. Im Medizinsektor äußert sie sich durch digitale Krankenakten, verbesserte Diagnosemöglichkeiten oder der Möglichkeit, Telemedizin durchzuführen.

Gerade die Telemedizin hilft Krankenhäusern in Regionen mit geringer Arztdichte bei der Versorgung der Patienten. So müssen zum Beispiel Krankenhäuser nachts keine Radiologen mehr vor Ort haben, sondern können nach einer Untersuchung die MRT- oder CT-Bilder an einen Teleradiologen schicken, der anschließend die Befundung vornimmt und sie digital an den behandelnden Arzt weitergibt.

Die Telemedizin wird sich im Zuge von Digitalisierung und Breitbandausbau weiter durchsetzen und gerade in ländlichen Gebieten zunehmen. Auch digitale Diagnosegeräte wie ein intelligentes Bett, das die Schlafqualität misst und die Daten an den Arzt schickt, werden immer häufiger eingesetzt.

In der Pflege wird die Digitalisierung ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Vorstellbar ist, dass Bewohner eines Altenheims Armbänder tragen, die Herzfunktionen und Sauerstoffsättigung des Blutes überwachen und im Notfall die Pfleger alarmieren. Auch hier können digitale Pflegeakten, die jedem Pfleger zur Verfügung stehen, helfen, etwa bei der Medikamentenausgabe.

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Alle Unternehmen müssen mit dem digitalen Wandel Schritt halten. Alle wollen es. Warum fällt es trotzdem vielen so schwer? Das Altbewährte wird aufgegeben für die Ungewissheit des Neuen. Lass dir im LEAD Bookazine 3/2018 von einem Innovationscoach erklären, warum innovativ sein auch zukünftig erfolgreich bleiben heißt.

Doch nicht nur im Medizinsektor wird sich der Arbeitsalltag verändern. Die Druckbranche hat sich aufgrund der Digitalisierung bereits enorm gewandelt: Postscript, DTP, CtP, PDF mit Farbprofilen und Digitaldruck sind Technologien, die die Digitalisierung hier bereits vorangetrieben haben.

Eine Antwort der Branche auf die digitale Entwicklung ist auch das Entstehen von Online-Druckereien. Diese haben sich im Gegensatz zu lokalen Druckereien vor Ort von Beginn an auf das Internet konzentriert und ihre Geschäfte ausschließlich darüber abgewickelt. Doch auch sie müssen sich weiter verändern: Schnellere Produktentwicklungen, Individualisierungsmöglichkeiten, Lieferoptimierungen - das alles sind Herausforderungen, denen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer stellen müssen.

Druckereien werden sich zu einem "Digitalisierungs“"-Dienstleister rund um den Print- und Publishingprozess mit hoher Beratungs- und IT-Kompetenz entwickeln. Dabei setzen sie meist auf standardisierte und automatisierte Plattformen, die Kunden einfach bedienen können und die es ermöglichen, Produkte auch in Kleinstmengen individuell zu bestellen.

Arbeitnehmer müssen dann verstärkt im Kundenservice agieren, um individuelle Beratung zu garantieren und das Bestellergebnis zu optimieren. Die Branche erlebt dank der Digitalisierung einen Wandel vom reinen Dienstleister hin zum Serviceanbieter.

Die Digitalisierung verändert in vielen Arbeitsbereichen den Alltag - alle Gesellschaftsgruppen sind davon betroffen. Arbeitnehmer und Arbeitgeber müssen sich diesem Wandel stellen, wenn sie nicht auf der Strecke bleiben wollen. Dabei sollten sie jedoch Hand in Hand arbeiten, nötige Schritte zusammen überlegen und Prozesse optimieren.

Über den Autor: Arndt Bessing ist seit über sechs Jahren Geschäftsführer bei Cewe-Print.de, der Online-Druckerei aus dem Hause Cewe. Als solcher verantwortet er das Geschäft der Oldenburger Firma und beschäftigt sich damit, wie der Arbeitsalltag in Zeiten von Industrie 4.0 und Automatisierung aussehen wird.

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