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Augmented Reality Virtual Reality Marketing

AR & VR auf dem Weg vom Entwickler hin zum Anwender

Zu den großen Trends zählen Augmented, Virtual und Mixed Reality. Doch was muss bei der Entwicklung beachtet werden und wie können sich die neuen Technologien am besten etablieren? Ralf Schimmele, Managing Director und Partner von Infinity Reply, liefert die wichtigsten Antworten.

AR und VR zählen zu den großen Trends. Was muss bei der Entwicklung beachtet werden? (Bild: Fotolia)
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Befindet sich eine Technologie gerade in der Entwicklung, kommt sie irgendwann an den Punkt, an dem sie sich im Hype-Cycle ganz oben befindet, sich Early-Adopter, die Medien, Tech-Enthusiasten und Unternehmen daran machen, sich eine enorme Bandbreite an potenziellen Use Cases für eben diese Technologie auszudenken.

An diesem Punkt befinden sich seit einiger Zeit die immersiven Technologien Augmented, Virtual und Mixed Reality (AR, VR und MR): die Ideen, was mit diesen Technologien alles umgesetzt werde könnte, sind vielfältig – sie reichen von Shopping-Erlebnissen, bei denen Kleidung in der virtuellen Realität anprobiert werden kann bis hin zu Operationen bei denen sich Arzt und Patient dank immersiver Technologien auf unterschiedlichen Kontinenten befinden können.

Anwendungen müssen sich in den Alltag der Verbraucher einfügen

Aber: Zwischen Idee und Wirklichkeit liegt häufig ein weiter Weg – und hierbei ist nicht nur die Rede von Hürden bei der technischen Umsetzung. Vielmehr geht es darum, zeitgemäße VR- und AR-Anwendungen zu entwickeln; Anwendungen, die sich nahtlos in die alltäglichen Verhaltensmuster der Verbraucher einfügen.

Neue Technologien können am besten etabliert werden, wenn sie zunächst so aufgesetzt sind, dass sich die Anwender nicht aus ihrer Komfortzone hinausbewegen müssen: Können sie die Endgeräte und Anwendungen, die sie aus ihrem Alltag bereits kennen, weiterhin nutzen, sind die Hürden für Neues am niedrigsten – auch wenn das bedeutet, dass für einen Use Case nicht die am weitesten fortgeschrittene Technologie zum Einsatz kommt.

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Simple Marketing-Kampagnen verbuchen die größten Erfolge

Nicht ohne Grund verzeichnen Google Cardboard oder Snapchat-Filter hohe Anwenderzahlen, obwohl sie das volle Potenzial von VR und AR gar nicht ausschöpfen. Die Einstiegshürden für die Nutzung sind einfach sehr gering. Eine Google-Cardboard-Brille ist bereits für rund zehn Euro zu haben und funktioniert in Kombination mit dem eigenen Smartphone als VR-Brille. Dasselbe gilt für Augmented-Reality-Anwendungen, die über die App Snapchat ausgespielt werden.

Der Anwender benötigt auch hier lediglich sein Smartphone als Endgerät und die Nutzung von Snapchat gehört für rund 186 Millionen User sowieso zu ihrem Alltag. Daher sind es aktuell simple Marketing-Kampagnen, die die größten Erfolge einstreichen können. Snapchat-Kampagnen haben es beispielsweise in der Vergangenheit geschafft, mit AR-Features dazu beizutragen, dass Produkte innerhalb weniger Minuten ausverkauft waren.

So entwickeln Sie eine AR- oder VR-Applikation, die auch tatsächlich genutzt wird

1. Weg von der Spielerei, hin zum Nutzen: Schaffen Sie einen Mehrwert

Bis VR und AR als eigenständige, autarke Systeme genutzt werden können, ist es noch ein weiter Weg. Aktuell sind die Hürden einfach nach zu hoch, angefangen beim Preis, über die Hardwareanforderungen, Größe und Gewicht bis hin zum Thema Kabelgebundenheit – um nur einige zu nennen. Daher sollten Sie sich darauf konzentrieren, mit den vorhandenen Mitteln einen Mehrwert zu schaffen.

Ein guter Ansatz kann es sein, digitale Inhalte um immersive Erfahrungen zu erweitern, beispielsweise um dem Kunden die Möglichkeit zu geben, ein Kleidungsstück virtuell anzuprobieren oder Möbel via Augmented Reality in ihr Wohnzimmer einzufügen. So können Konsumenten bereits vor dem Kauf testen, ob ihnen ein Kleidungsstück steht oder ein Möbelstück passende Maße hat.

Wichtig ist es also, zunächst die Bedürfnisse des Nutzers zu identifizieren und die Frage in den Mittelpunkt zu stellen, welcher Mehrwert einem Kunden mit einer VR- oder AR-Anwendung geboten werden kann – oder einfach gesagt: Fragen Sie sich immer, was Sie mit einer Anwendung erreichen möchten.

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2. Was Entwickler können, ist nicht immer das, was Anwender sich wünschen: Entwickeln Sie für Ihre Zielgruppe

Die Anwendung muss nah an der Zielgruppe entwickelt werden, um sinnvollen Nutzen stiften zu können. Beispielsweise haben verschiedene Altersgruppen eine unterschiedliche Affinität zu Technologien und auch innerhalb einer Altersgruppe kann Technikaffinität stark variieren.

Die beste Anwendung mit vielen Features nützt nichts, wenn die Zielgruppe sie wegen eines zu komplexen Interfaces oder zu vielen unklaren Funktionen nicht versteht und bedienen kann. Dies führt nur zu Frust und Resignation. Das zieht nicht nur eine Abwertung der Technologie und der Anwendung an sich nach sich, sondern hat unter Umständen auch einen faden Beigeschmack in Bezug auf das Produkt beziehungsweise die Marke zur Folge.

3. Sie müssen kein Virtual-Reality-Experte sein: Suchen Sie sich einen geeigneten Partner

Infinity Reply entwickelt maßgeschneiderte Lösungen, die die Kundenbedürfnisse aufgreift, umsetzt und letztendlich Kaufentscheidungen vereinfacht. Infinity Reply ist das auf innovative XR-Lösungen spezialisierte Professional-Services-Unternehmen der Reply Gruppe. Infinity Reply agiert technologie- und branchenunabhängig und bietet seinen Kunden spezifische, auf den jeweiligen Use Case beziehungsweise die jeweiligen Rahmenbedingungen optimierte XR-Lösungen. Das Portfolio beinhaltet Beratung, Design & Entwicklung, Content-Produktion sowie Rollout & Support von XR-Lösungen.

Reply ist auf die Entwicklung und Einführung von Lösungen auf Basis neuer Kommunikationskanäle und digitaler Medien spezialisiert.

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