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Apple Music Christine And The Queens Foto Apple
(Bild: Apple)
Apple Spotify Musik

Apple Music – auf dem Weg zur neuen Marktmacht

Apple Music ist in den USA jetzt schon beliebter als Spotify. In den letzten Tagen hat sich der Musikstreaming-Dienst serverseitig enorm verbessert. Jetzt gibt es ein neues Update für den HomePod, der aus dem Speaker mehr macht als nur ein Musikabspielgerät.

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Wer derzeit das Kopf-an-Rennen von Apple Music und Spotify, der zwei Platzhirsche im Streaming-Business, analysiert, sollte zunächst zwei Daten kennen: Spotify, 2006 gegründet, ging im Oktober 2008 an den Start, Apple Music am 30. Juni 2015 – also sieben Jahre später.

Anders gefragt: Was ist aus sieben Jahren Vorsprung geworden?

Einerseits ist Spotify noch Weltmarktführer. Ende Juni hatte der Dienst laut den Analysten von Midia Research 83 Millionen Abonnenten bzw. 180 Millionen Nutzer. Die Diskrepanz erklärt sich dadurch, dass Spotify auch das Gratis-Streaming, unterbrochen von Werbung, anbietet, Apple Music aber nicht.

Andererseits dürften spätestens im Juli bei der skandinavischen Firma die Alarmglocken geläutet haben. Das Branchenblatt Digital Music News verkündete dabei unter Berufung auf einen großen US-Distributor, dass Apple Music Spotify in den USA erstmals bei den Abo-Zahlen überholt habe. Zwar kamen zu diesem Zeitpunkt beide Dienste auf rund 20 Millionen Abos in den Staaten, doch Digital Music News verwies darauf, dass Apple Music "um Haaresbreite vorn liegt". Die Statistik basiert auf zahlenden Kunden und nicht auf Usern mit Gratis-Testzugang.

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Nur drei Jahre nach dem Start von Apple Music (und zehn Jahre nach dem Launch von Spotify) galt die Führungsrolle in den USA nicht nur als kleine Sensation, sondern auch als wegweisend. Insidern zufolge hat Spotify kaum Chancen, Apple in den USA jemals wieder zu überholen. Zu groß ist inzwischen die Marktmacht dort, auf deutlich höherem Niveau bewegt sich die Wachstums-Rate von Apple Music inzwischen.

Apple Music Christine And The Queens Foto Apple
(Bild: Apple)

Bereits Monate zuvor hatte das Wall Street Journal berichtet, Apple Music gewinne pro Monat 5 Prozent Nutzer hinzu, Spotify hingegen nur 2 Prozent.

Zwar gilt Spotify mit weltweit 36 Prozent Marktanteil und 11,9 Millionen neuen Abonnenten allein von Januar bis Juni 2018 als Marktführer. Doch Apple Music konnte in diesem Zeitraum erneut 2 Prozent gutmachen, liegt nun schon bei 19 Prozent Marktanteil weltweit, mit 43,5 Millionen Abonnenten, die bereit sind, Monat für Monat 9,99 Dollar/Euro zu bezahlen.

Allein von Januar bis Juni 2018 stieg weltweit die Zahl der Abonnenten von Musik-Streamingdiensten von 198,6 Millionen Usern auf 229,5 Millionen Abo-Kunden. Bis Mitte 2019 soll der Streaming-Markt weltweit weiter deutlich steigen. Und Apple Music stellt sich Monat für Monat besser auf, um für das weitere Kunden-Interesse gerüstet zu sein.

Während Spotify gerade erste Tests gestartet hat, dass Kunden mit einem Gratis-Zugang bald die Option erhalten, Werbung einfach zu skippen (um mehr User zu einem Account zu bewegen), bastelt Apple Music hinter den Kulissen eifrig an neuen Features und Exklusiv-Inhalten. Schon bei der Bekanntgabe der letzten Quartalszahlen verriet Tim Cook, dass Apple Music im Vorjahresvergleich 50 Prozent mehr Umsatz gemacht habe.

Und es geht weiter: Auf dem Weg zur neuen Markt-Macht hat Apple Apple Music in den letzten Tagen und Wochen deutlich vorangebracht – mit neuen Funktionen, mehr Content und anderen Weichenstellungen.

Neue Funktionen von Apple Music

  • Nachdem die EU die Übernahme des Musik-Erkennungsdienstes Shazam genehmigt hat, kann Apple die intelligente Software jetzt noch besser in Apple Music einbinden.
Apple Music Shazam Integration Screenshot Gronau

  • Apple Music gibt es seit neuestem auch im Web, nicht als Web-Player, aber als Marketing-Tool, damit Entwickler die Apple-Music-Inhalte mit dem neuen MusicKit ganz einfach in ihre Websites einbauen können. So lassen sich ausgewählte Songs, Alben oder Playlists zusammenfügen und in Websites einbetten. Auch Künstler können ihre Stücke mit dem MusicKit auf ihren Websites einfügen. Apple Music wird somit allgegenwärtiger. Abonnenten hören die eingebetteten Songs dabei in voller Länge auf Websites, alle anderen bekommen 30-Sekunden-Snippets zu hören.
  • Apple sucht sich neue kompetente Partner, um weitere Zielgruppen zu erschließen. Im August wurde die Partnerschaft mit der Deutschen Grammophon, die dieses Jahr ihren 120. Geburtstag feiert und Marktführer im Klassik-Bereich ist, vertieft. Neben drei neuen Klassik-Radiosendern gibt es künftig eine exklusive Klassik-Playlist bei Apple Music, kuratiert von bekannten Klassik-Stars wie Rolando Villazón, Peter Greyson oder Daniil Trifonov. Auch besondere Album-Veröffentlichungen und spezielle Apple-Music-Events sind vorgesehen
  • Mit Brian Bumbery hat Apple Music jüngst einen PR-Veteranen der Musikbranche verpflichtet. Bumbery, zuletzt mit seiner eigenen Firma BB Gun Press erfolgreich, hat in den vergangenen Jahrzehnten illustre Künstler wie Madonna oder Bands wie Metallica und Green Day vermarktet. Künftig kümmert er sich um die PR-Strategie von Apple Music.
Apple Music Trennung Von Songs Und Alben Screenshot Gronau
(Bild: Screenshot Apple)

  • Apple, jüngst erstmals mit dem Emmy für seine Musik-Video-Produktion "Carpool Karaoke" ausgezeichnet, treibt auch exklusive Formate und Inhalte weiter voran. So zeigt Apple Music aktuell die Doku "Chris" zum angesagten neuen zweiten Album der Band Christine and the Queens oder bietet eine exklusive Behind-the-scenes-Doku zu Ed Sheeran.
Apple Music Ed Sheeran Foto Apple
(Bild: Apple)

Auch inhaltlich hat Apple Music Verbesserungen eingeführt, die die Nutzung von Apple Music deutlich verbessern. Diese Optimierungen wurden serverseitig vorgenommen und benötigten kein eigenes iOS- oder macOS-Update: So trennt Apple jetzt auf den Künstlerseiten Singles und Alben. Zuvor hatte es ein wenig Verwirrung gegeben, weil unter der Rubrik "Alben" auch EPs aufgetaucht waren. Vor wenigen Tagen hat Apple Music die "Top 100 Charts" eingeführt. Deutsche User sehen jetzt nicht nur die 100 meistgestreamten Songs hierzulande (täglich aktualisiert), sondern sie können auch einen Blick auf die Top-100-Charts in vielen anderen Ländern weltweit werfen. Auch unterteilt nach Genres wie Pop, Jazz, Metal und Electronic.

Apple Music Top 100 Screenshot Gronau
(Bild: Apple)

Zudem lässt sich unter iOS 12 künftig auch Musik in der Suche anhand von Liedzeilen auffinden. Es reicht, wenn du einen Ausschnitt aus den Lyrics kennst, diesen in die Suchmaske eingibst: Apple Music findet dann in der Regel den Titel, den du gesucht hast.

Passend dazu hat Apple Music am gestrigen Montag auch seinen HomePod deutlich aufrüsten. Der smarte Lautsprecher wird mit der neuen Firmware (HomePod OS 12 genannt) deutlich interessanter: So kann mit dem HomePod unter OS 12 ab sofort direkt telefoniert werden, der HomePod kann verpasste Anrufe abfragen, Telefonate lassen sich automatisch zum HomePod weiterleiten. Du kannst mit OS 12 jetzt auch mehrere Timer einstellen. Zum HomePod-Start konnte immer nur ein Timer zu einer Zeit laufen. Wurde ein zweiter Timer eingestellt, wurde der bestehende Timer gelöscht. Dies gehört nun der Vergangenheit an. Und der HomePod liefert jetzt auch ein Ping-Signal aus, wenn du dein iPhone verlegt hast bzw. erkennt er die neuen Siri-Shortcuts.

Home Pod Mit Apple Music Foto Apple
(Bild: Apple)

Das allein dürfte HomePod-Besitzer der ersten Stunde schon erfreuen. Aber auch Apple Music profitiert vom Smart-Speaker-Upgrade: Siri kann auf dem HomePod nun nach Songtexten befragt werden. So finden sich neue Songs oder ganze Alben dank Sprachsteuerung noch einfacher. Alles Teil einer groß angelegten Strategie, Apple Music zur Marktmacht auszubauen. Und das nur drei Jahre nach dem Launch.

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