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Apple Store  West Lake Apple
Apple bleibt busy (Foto: ©Apple)
Apple B2B iPhone

Apple als Marktmacht im B2B-Bereich

Das Weihnachtsgeschäft naht, das iPhone bleibt der größte Umsatzbringer für Apple im Consumer-Bereich. Was eher unbekannt ist: Auch im Business-Bereich kann Apple immer mehr Erfolge feiern.

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Immer wenn ein neues iPhone erscheint, beherrschen die Specs die Headlines der bekannten Tech-Websites: neuer OLED-Screen, frische Farben, verbesserte Kamera. Der Endverbraucher ist wichtig für Apple, kein Zweifel. Aber immer wichtiger wird auch das B2B-Business. Die breite Öffentlichkeit nimmt solche Deals eher selten in ihrer Bedeutung wahr.

Rückblende: März 2017. Der Volkswagen-Konzern verkündet, dass Tausende Beschäftigte aller Konzernmarken ab sofort mit dem iPhone arbeiten. Zuvor hatte VW auf die seit Jahren schwächelnden Blackberrys gesetzt.

VW-IT-Chef Martin Hoffmann schrieb laut Wolfsburger Allgemeine eine interne Mail an alle Beschäftigten: „Wir sind dabei, viele Prozesse innerhalb des Unternehmens zu digitalisieren und neue, digitale Produkte zu entwickeln. Mit Apple iOS haben wir uns für eine leistungsstarke, komfortable Plattform entschieden, auf der moderne digitale Anwendungen optimal funktionieren.“

VW-Digitalchef Johann Jungwirth hat früher selbst einmal für Apple gearbeitet und sekundierte: „Mit Apple iPhone und iOS setzen wir auf das beste verfügbare Smartphone Ökosystem, mit der einfachsten Bedienung und den richtigen Lösungen für unsere Kolleginnen und Kollegen. Auf dieser Basis entwickeln wir jetzt innovative Mitarbeiter-Apps.“

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Wieviele Mitarbeiter von dem Umstieg auf das iPhone profitieren? Rund 90.000!

Die Ursprünge des Erfolgs liegen schon länger zurück

Nicht nur der Apple-Deal mit Volkswagen, sondern auch viele weitere Partnerschaften dieser Art beflügeln das iOS-Betriebssystem im Business-Bereich. Dort hat sich der Konzern klammheimlich zu einer Marktmachtentwickelt.

Die Ursprünge des Erfolgs liegen schon länger zurück. Um der steigenden Bedeutung von iOS-Geräten wie iPhone und iPad in den Unternehmen besser gerecht zu werden, hatte Apple im Sommer 2011 in den USA seinen B2B App Store vorgestellt.

Anfang September 2012 wagte Apple mit dem Store den Sprung in neun weitere Länder, darunter auch Deutschland. Nun konnten Unternehmen große Stückzahlen an iOS-Apps über einen zentralen Account in sehr großer Stückzahl kaufen und an ihre Mitarbeiter verteilen. Klar, die iOS-Apps wären nutzlos, wenn die Mitarbeiter nicht die entsprechenden Geräte für iOS hätten…

iOS im Business-Bereich

Weiterer Vorteil für Firmen: Die B2B-Apps, die auf die jeweilige Firma exakt zugeschnitten sind, ermöglichen die Verteilung an Mitarbeiter, aber auch an Partner. Diese Apps sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, sondern sie werden rein intern genutzt.

Die Plattform hat funktioniert, die Rechnung ging auf: Aktuelle Daten, vor wenigen Tagen veröffentlicht, zeigen, dass iOS inzwischen eine Macht im Business-Bereich ist. Allein im Verlauf der letzten zwei Jahre konnte sich Apple im Business-Bereich einen Marktanteil von 79 Prozent sichern. Die anderen mobilen Betriebssysteme teilen sich die verbliebenen 21 Prozent untereinander auf.

Während im Desktop-Bereich weiterhin Microsoft führend ist (91 Prozent Marktanteil), liegen auf den ersten fünf Plätzen der am häufigsten verwendeten Hardware in Unternehmen fünf Apple-Geräte. Platz 1 geht in der Studie von egnyte.com an das iPhone 7, gefolgt vom iPad Air 2.

Besonders erfolgreich ist Apple in diesen Zweigen mit iOS: in der IT-Industrie (82 Prozent), in der Medien- und Unterhaltungs-Branche (76 Prozent) sowie bei Bauunternehmen (62 Prozent). Laut egnyte zeigen sieben Zweige ein Wachstum von mehr als 50 Prozent.

Partnerschaften mit Accenture, Cisco, Deloitte, SAP

Einige Beispiele von Partnerschaften untermauern den B2B-Sprung, den Apple in den letzten Jahren gemacht hat:

Mit Accenture hat sich Apple einen der weltweit größten Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister an Bord geholt. Die Firma hat annähernd 450.000 Mitarbeiter und wies 2017 einen Nettoumsatz von 34,9 Milliarden US-Dollar aus. Accenture hat für iOS spezielle digitale Studios eingerichtet.

Cisco ist einer der weltgrößten Netzwerkausrüster. Gemeinsam wird die iOS- und macOS-Integration in firmeneigenen Netzwerken vorangetrieben.

Deloitte, eines der weltweit bekanntesten Wirtschaftsprüfer- und Consulting-Unternehmen, hat 5000 Apple-Berater im Projekt „EnterpriseNext“ zusammengefasst und über 100.000 iOS-Geräte im Unternehmen im Einsatz sowie 75 eigene iOS-Apps für diverse Branchen entwickelt.

SAP, weltweit der viertgrößte und europaweit der größte Software-Hersteller, lässt mit der SAP Cloud Plattform SDK für iOS und der Designsprache Fiori für iOS 2,5 Millionen SAP-Entwicklern Zugang zu iOS. Die Ergebnisse verbessern Abläufe in Firmen und erweitern SAP-Systeme. Bekannte iOS-Features wie Ortungsdienste und Benachrichtigungen sind integriert, auch mit der neuen Apple-Programmiersprache Swift.

Die Liste ließe sich noch deutlich verlängern: Box, DocuSign, SAP Roambi, General Electric oder IBM, in grauen Vorzeiten noch im legendären Apple-Werbespot als Konkurrent das „Böse“, arbeiten längst Seite an Seite mit Apple an Business-Lösungen rund um iOS, basierend auf einer Kombination aus Cloud und KI.

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Apple und Salesforce

Vielen Beobachtern nur eine Randnotiz war der aktuelle B2B-Coup von Apple. Gerüchte zu neuen Geräten sind natürlich schlagzeilenträchtiger als Firmen-Allianzen. Doch die jüngste Vereinbarung mit Salesforce, dem führenden und renommierten Anbieter von CRM-Systemen (Customer Relationship Management) für Unternehmen, lässt besonders aufhorchen.

Salesforce will seine App neu gestalten und native iOS-Funktionen unterstützen. Weitere neue Features, basierend auf Apples iOS-SDK, sind geplant. Salesforce will die neuen Siri-Kurzbefehle dann ebenso unterstützten wie 3D Touch und Face ID. Auch ein SDK für Drittentwickler wollen Apple und Salesforce bereitstellen – ein weiterer großer Umsatzbringer.

Über den am Ende des Jahres bei den Conference Calls zu den nächsten Quartalszahlen nicht wirklich im Detail gesprochen wird. Dominieren werden, wie gewohnt, Fragen der Analysten zur iPhone-Zukunft und zu den Verkaufszahlen: In den USA ist die iPhone-Nachfrage offenbar so groß wie noch nie.

Der mehrfach angekündigte Superzyklus könnte nach Ansicht des langjährigen Apple-Analysten und heutigen Risikokapitalgebers Gene Munster jetzt wirklich kommen: Munsters neue Kurzstudie, die Philip Elmer-DeWiitt in seinem Blog ped30 veröffentlichte, besagt, dass in den Staaten 48 Prozent der iPhone-Besitzer auf ein neues iPhone upgraden wollen.

Dies ist ein überdeutlicher Anstieg des Umstiegsverhaltens im Vergleich zu früheren Jahren und iPhone-Launches: 2016 wollten nur 15 Prozent umsteigen, 2017 waren es 25 Prozent.

Rekordverdächtiges Umsatz-Szenario für den Konzern

Erstaunlich ist auch, dass die Wechselbereitschaft von Android-Nutzern zu iOS erheblich steigt: Sie war kurz vor dem Start der drei neuen iPhones laut einer Untersuchung von Loop Ventures noch nie so hoch wie aktuell. Die Wechsel-Absicht stieg von 12 Prozent in 2017 auf derzeit 19 Prozent.

iOS-Marktmacht im B2B, große Nachfrage nach iPhone-Neugeräten und erhöhte Wechselwilligkeit von Android-Usern zu iOS: Zusammengenommen ergibt sich erneut ein rekordverdächtiges Umsatz-Szenario im Weihnachtsquartal von Oktober bis Dezember.

Auch dank anderer Sparten (das iPad nimmt wieder Fahrt auf, neue Mac-Modelle werden für Oktober erwartet und die neue Apple Watch Series 4 verkauft sich deutlich besser als von Apple ohnehin schon erwartet).

So bleibt Apple busy. Nicht nur als B1B im B2B…

Mehr zum Thema: Die neue Apple Watch 4 im Praxistest

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