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Sportmoderatorin und Bald-Mama Anna Kraft (Foto: Dirk Spath)
WM 2018 Social Media Sport

Bisschen social, bisschen schwanger, bisschen Schweden

Vergangene Woche erzählte Sportkommentator Wolff-Christoph Fuss von seinem WM-Marathon, Social-Media-Querelen und Babyalarm. Spätestens da musste LEAD auch seine Lebensgefährtin einschalten: Sportmoderatorin Anna Kraft. Wie sich die WM von der Couch aus anfühlt.

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Letzte Woche hat LEAD Wolff-Christoph Fuss interviewt. Er kommentiert bei der Fußball-WM innerhalb von 32 Tagen 25 Spiele – die Sky alle im spektakulären Bildformat UHD überträgt, viermal schärfer als bei ARD und ZDF. Und LEAD hat’s ausprobiert: Den Unterschied sieht man wirklich. Allerdings muss „der schärfste Typ der WM“ zwischendurch seinen TV-Marathon möglicherweise unterbrechen. Denn seine Lebensgefährtin, ZDF-Sportmoderatorin Anna Kraft, erwartet am Tag nach dem Finale (oder vielleicht auch früher) ihr erstes Baby. Wenn’s ernst wird, würde Wolff-Christoph Fuss sofort mit dem Reden aufhören und aus dem Studio in München-Unterföhring türmen, wie er LEAD verraten hat: „Dann lasse ich Stift und Headset fallen, und bin durch die Tür.“

LEAD wollte auch die „Gegenseite“ hören. Voilà: Anna Kraft, ehemalige deutsche Leichtathletik-Meisterin in der Sprint-Staffel, Moderatorin, Fitnessbuch-Autorin („Ein Arsch. Ein Ziel. Meine Challenge“) und Mama in spe, spricht übers Mutter werden, über die Weltmeisterschaft und über Social Media. Hier kommt die Frau vom schärfsten Typ der WM!

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LEAD: Hallo Frau Kraft, wichtigste Frage zuerst: Wie geht’s Ihnen?

Anna Kraft: Tatsächlich ganz gut. Ich bin aber echt froh, wenn’s irgendwann mal vorbei ist. Meine Pocke ist ja das kleinste Übel, aber die Füße und die Hände sind doch sehr dick.

Die Pocke ist der Babybauch?

Kraft: Genau, so heißt das bei uns im Rheinland, wo ich aufgewachsen bin. Mensch, Deine Pocke – haste zu viel gegessen?

Haben Sie das Gefühl, dass es der Nachwuchs bis zum WM-Finale in der Pocke aushält?

Kraft: Nee, ehrlich gesagt nicht. Ich habe gestern erst zum Wolff gesagt, ich glaube, das kleine Menschlein kommt früher. Und bis dahin liege ich mich auf dem Sofa ein bisschen wund.

Wie Mario Gomez.

Kraft: Genau. Nur mit eingebautem Fußball.

Wie schnell muss Wolff im Fall der Fälle im Krankenhaus sein?

Kraft: Sofort! Der muss das Headset fallen lassen, ins Krankenhaus kommen und im Kreißsaal mit mir um die Wette schreien. Da geht nicht noch 'ne Halbzeit.

Aber das Schweden-Spiel kann er noch fertig kommentieren?

Kraft: Ich denke doch. Wobei ich – sportlich – kein so gutes Gefühl habe. Ich habe in meiner Tipprunde 1:1 getippt, aber ich lasse mich auch gern vom Gegenteil überzeugen. Wobei mich das Auftreten der Mannschaft gegen Mexiko schon geschockt hat, da war überhaupt kein Biss zu sehen. Und das Drumherum, mit diesen ganzen Hashtags, mit #DieMannschaft und #Bestneverrest und ZSMMN, finde ich auch ziemlich gruselig. Das macht keine Laune bisher, aber vielleicht wird das noch, wenn sie die Schweden schlagen.

Hören Sie Wolff bei der WM im Fernsehen zu?

Kraft: Na klar, wir haben uns extra dafür einen neuen 4K-Fernseher geholt. Nur manchmal werde ich ihm untreu. Beim Argentinien-Spiel gegen Kroatien habe ich auch mal zu meinem ZDF-Kollegen Béla Réthy umgeschaltet, den ich einfach klasse finde. Und das darf ich dann auch, sagt mein Mann.

Das mit Béla Réthy sieht Twitter teilweise etwas anders.

Kraft: Leider. Ich bin ja ohnehin Twitter-Muffel, weil ich das Gefühl habe, dass es in Deutschland mehr und mehr zum Shitstorm-Tool verkommt. Ich habe zwar ein Konto und lese einiges, schreibe aber kaum noch. Ich glaube, bei Twitter sitzen die Leute bei Anpfiff vor dem Fernseher und warten nur auf Fehler und Versprecher des Kommentators, den sie dann mit ihrem Hass überziehen können. Das ist ein ziemlicher Aggro-Kanal geworden, leider.

Ihr Medium ist eher Instagram. Dort haben Sie über 42.000 Abonnenten.

Kraft: Genau, das nutze ich viel. Und Facebook auch, weil wir beim ZDF ja einen etwas älteren Zuschauerschnitt haben, und die sind eher noch auf Facebook. Aber am liebsten ist mir Instagram.

Das ist so ein Gänseblümchen-Medium. Alle sind lieb, essen Salat und reiten auf Einhörnern.

Kraft: Ja, das ist es tatsächlich. Aber ich finde den Umgang, der dort gepflegt wird, deutlich angenehmer als bei Twitter. Und deswegen ist das so mein Leit-Tool, das ich bespiele, um mit den Zuschauern Kontakt zu halten.

Sind Ihre Follower dann eher Männer oder Frauen?

Kraft: Das hat sich interessanterweise sehr verändert, seit ich vor drei Jahren von Sport1 zum ZDF gewechselt bin. Sport1 ist ja eher der Jungs-Sender, während im ZDF auch sehr viele Frauen Sport ansehen. Und seitdem sind auch meine Follower und die Leute, die meine Beiträge kommentieren, deutlich weiblicher geworden. Ich würde sagen, heute sind es bei mir 70 Prozent Männer und 30 Prozent Frauen, die sich für Sport und Fitness interessieren.

Welchen Sportlern folgen Sie selbst?

Kraft: Ich bin großer Fan von Gary Lineker, dem ehemaligen englischen Nationalspieler und heutigen TV-Experten. Seine Tweets sind überragend. Da erfährt man unglaublich viel über Fußball und wird auch noch bestens unterhalten. So wünsche ich mir Twitter, vielleicht gibt’s ja irgendwann mal einen deutschen Gary Lineker.

Wann sehen wir Sie wieder im ZDF? Und lassen Sie sich zur WM 2022 in die Wüste schicken?

Kraft: Ich bin zu allem bereit. Ich verschwinde jetzt jedenfalls nicht in eine unbegrenzte Elternzeit und komme nie mehr zurück. Einen festen Zeitpunkt habe ich mir nicht gesetzt, aber gegen Herbst würde ich schon gerne wieder auf dem Bildschirm auftauchen.

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