Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Img 20181122 133947
Neue Möglichkeiten der Polaroid-Fotografie eröffnen sich durch die Bluetooth-Verbindung mit dem Smartphone. (Bild: Hannah Klaiber)
Kamera Test Apps

Analogkamera mit smarten Moves: Die Polaroid OneStep+ im Test

Was passiert, wenn man eine analoge Sofortbildkamera mit der passenden App ausstattet? Unsere Autorin konnte sich darunter nicht viel vorstellen – und hat die neue Polaroid OneStep+ getestet.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Bislang hieß es für mich in Sachen Fotografie immer entweder – oder. Auf Reisen und immer dann, wenn mich das Bedürfnis packt, mich kreativ auszutoben, greife ich zu meiner analogen Lomography Diana F+. Im Alltag bin ich mit der Kamera meines Smartphones Huawei P20 Pro happy.

Als die Pressemitteilung zur Polaroid OneStep+ auf meinen Tisch flatterte, erschloss sich mir der Sinn deshalb nicht auf Anhieb: eine analoge Kamera, die ich auch via Smartphone-App steuern kann? Genial oder völlig überflüssig?

First Steps: Auch Polaroid muss man lernen

Der kurze Guide, der mitgeliefert wird, reicht völlig aus, um die Kamera in Betrieb zu nehmen (Film einlegen und Kamera bei Bedarf über ein USB-Kabel aufladen). Auch die dazugehörige "Polaroid Original"-App (verfügbar für Android und iOS) ist schnell eingerichtet und via Bluetooth mit der Polaroid verbunden. Startklar bin ich nach weniger als fünf Minuten.

Anzeige
Image2018 11 22 T133037 515
Aufnahme im Porträt-Modus bei Mittagssonne, Belichtungsmodus (+) und Blitz. Weniger Licht wäre in diesem Falle mehr gewesen. Eingescannt mit der Polaroid-App. (Bild: Hannah Klaiber)

Also einfach losfotografieren? Jein. Die Ergebnisse können für Anfänger (wie mich) bei den ersten Aufnahmen unbefriedigend sein. Das liegt vor allem daran, dass ich mich erst an die Belichtungsansprüche gewöhnen muss. Natürlich gehört der Retro-Touch (Überbelichtung, Rot-, Gelb- oder Blaustiche) zu Polaroid-Aufnahmen wie der klassische weiße Rahmen, doch vor allem bei Tageslicht oder weißem Hintergrund können die Bilder ohne etwas Übung schnell so überbelichtet sein, dass kaum noch etwas zu erkennen ist. Den Dreh, wann ich den Belichtungshebel auf der normalen Einstellung belasse (Mittagssonne) und wann ich ihn auf + (Dämmerung) oder – (weißer Hintergrund) umstelle, habe ich nach einem Film (8 Fotos) heraus.

Auch interessant: Fotografie - Der Spiegel unserer Zeit

Los geht’s: Die verschiedenen Modi im Test

Die App ermöglicht es mir, verschiedene Funktionen wie Selbstauslöser, Gruppenfotos & Co. über das Smartphone zu steuern. Legen wir mit meiner absoluten Lieblingsfunktion los:

Der Geräuschauslöser

  • Image2018 11 22 T132846 519
    Dämlich gucken und gleichzeitig den Auslöser drücken? Machbar, aber nicht nötig. (Bild: Hannah Klaiber)
  • Image2018 11 22 T132828
    Dämlich gucken und gleichzeitig den Auslöser drücken? Machbar, aber nicht nötig. (Bild: Hannah Klaiber)

Über mein Smartphone lege ich den Geräuschpegel fest, bei dem die Kamera auslösen soll (reicht vom leisen Pfeifen bis zum lauten Klatschen). Praktisch: So gelingen Fotos auch dann, wenn man alle Hände voll zu tun hat (zum Beispiel damit, Gummibärchen-Augen vors Gesicht zu halten).

Beispiel Heliumballon: Hier konnte ich vor der Kamera besser sehen, wann der aufsteigende Ballon die Höhe der Linse erreicht als dahinter. Ein laut ausgerufenes "Hui" - und schon war das Bild im Kasten.

Fazit: Eine Funktion, die unzählige Möglichkeiten offenbart. Der Sprung in den Pool; ein Hund, der bellt; ein Kaugummi, der platzt… Der Geräuschauslöser macht Spaß und funktioniert in meinem Test einwandfrei.

Die Lichtmalerei

Image2018 11 22 T132955
Das Smartphone wird im Modus "Lichtmalerei" zum Pinsel. (Bild: Hannah Klaiber)

Durch Langzeitbelichtung verwandelt sich die Smartphone-Taschenlampe in einen Pinsel, mit dem ich Spiralen und Muster in die Linse zeichnen kann. Dazu öffne ich die Linse über einen Button in der Smartphone-App, bewege die Taschenlampe im Aufnahmebereich der Linse und löse anschließend das Foto aus.

Eine Funktion, die für Aufnahmen wie mein Test-Bild wunderbar funktioniert. Zu wirklich großer Light Painting-Kunst (Wörter und Bilder in die Luft zeichnen) braucht es allerdings viel Übung (spiegelverkehrte Zeichnungen) und eine stärkere Lichtquelle. Das bleibt vorerst den wahren Analog-Profis vorbehalten.

Fazit: Die erste Lichtmalerei-Aufnahme gelingt und macht Lust auf mehr. Um tief in die Light Painting-Kunst einzusteigen, sind dann aber doch Editorials oder Workshops nötig. Ein guter Vorsatz für 2019!

Doppelbelichtung

Image2018 11 22 T132931 270
Die Doppelbelichtung ist nicht nur für den Porträt-Modus eine spannende Option. (Bild: Hannah Klaiber)

Zwei Motive auf ein Foto bringen – das klappt mit der Doppelbelichtung. Hierfür einmal den Auslöser über das Smartphone drücken, Motiv wechseln und erneut auslösen.

Fazit: Erinnert mich an meine geliebte Lomo, auf der ich schon des Öfteren versehentlich (!) zwei Motive auf ein Stück Film gebannt habe. Eine spannende Option, die mit etwas Übung bestimmt auch fernab der Porträt-Aufnahmen überraschende Ergebnisse bringt.

Der Scanner: analoge Fotos digital erfassen

  • Image2018 11 22 T133009
    Street Art und Leuchtreklame – aufgenommen mit der Polaroid OneStep+ (Bilder: Hannah Klaiber)
  • Image2018 11 22 T133050
    Street Art und Leuchtreklame – aufgenommen mit der Polaroid OneStep+ (Bilder: Hannah Klaiber)

Neben der Selbst- und Fernauslöser-Funktion bietet die App zudem noch die Scanner-Funktion, die praktisch ist, aber auch etwas Übung erfordert. Um Spiegelungen auf den Polaroid-Fotos zu vermeiden, wird das Smartphone schräg darüber gehalten und erfasst.

Das klappt bei hellem Tageslicht auf einem schwarzen Hintergrund in meinem Test am besten (Ergebnisse = alle Einzel-Polaroid-Aufnahmen in diesem Artikel).

Polaroid OneStep+ im Test: Lohnt sich die Investition?

Die smarten Moves sorgen vor allem bei der Doppelbelichtung und dem Light Painting für mehr Fotokunst. Geräusch-, Selbst- und Fernauslöser sind praktisch und eröffnen auch eine Möglichkeit, die bei analogen Kameras sonst schnell in üblen Verrenkungen endet: den Selfie-Modus.

Die Anschaffungskosten der Polaroid OneStep+ liegen bei rund 160 Euro und werden Fans der analogen und vor allem der Sofortbildfotografie nicht schockieren. Happig wird es natürlich bei den Filmen: Pro Foto werden rund 2 Euro fällig (rund 16 Euro für den Color i-Type Film mit 8 Bildern).

Täglich wird man die Polaroid OneStep+ also nicht in die Hand nehmen, wobei genau darin der Reiz bestehen kann: Wie schön, wenn Motive wieder bewusst ausgewählt werden und weniger in die Cloud und dafür mehr ins Gedächtnis gebrannt wird!

Auch interessant: Analoge Kameras sind wieder hip

Verlagsbox Seminar Datenschutz

Mobile, Social, Big Data - das Online-Marketing lebt von Daten. Aber gehen Sie auch korrekt damit um? Vor allem im Hinblick auf das Inkrafttreten der EU-Datenschutzgrundverordnung am 25. Mai 2018? Machen Sie sich fit in unserem Seminar und melden Sie sich gleich an.

Anzeige
Anzeige
Verlagsangebot
Anzeige
Anzeige
Aktuelle Stellenangebote
Alle Stellenangebote