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Amazon hat Long Island City als einen der Standorte seines zweiten Hauptsitzes erkoren (Foto: Fotolia)
Lisa Mayerhofer Amazon USA

Wie geschickt Amazon bei der Auswahl seiner Standorte vorgegangen ist

Amazon hat sich für seinen zweiten Hauptsitz offiziell auf zwei Standorte festgelegt - New York und Arlington in Virginia. Beide Standorte können dem Online-Händler viel bieten - der es trotzdem mit einem harten Bieterwettstreit schaffte, sich Steuererleichterungen in Milliardenhöhe zu sichern.

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Es ist offiziell: Nach Spekulationen und einem ausufernden Bieterwettstreit zahlreicher US-amerikanischer Städte hat sich Amazon entschieden: Es wird seinen zweiten Hauptsitz neben dem in Seattle auf New York und Virginia aufteilen.

Die Entscheidung ist recht konservativ, da beide Standorte im Einzugsgebiet der wichtigsten US-Metropolen liegen: Ein Teil des "HQ2" wird in Long Island City errichtet, das in der direkten Nachbarschaft zum New Yorker Stadtteil Queens liegt und der andere Teil soll nach Arlington kommen, das nur ein Fluss von der Hauptstadt Washington DC trennt.

Amazon sichert sich Steuerbegünstigungen in Milliardenhöhe

An den Standorten sollen jeweils 25.000 Menschen beschäftigt werden. In einem Statement sagte Jeff Bezos, CEO von Amazon: "Diese beiden Standorte werden uns erlauben, weltweit erstklassige Talente anzulocken, die uns helfen werden, auch in den nächsten Jahren unseren Kunden neue Innovationen zu präsentieren."

Bei der Auswahl dürfte auch Geld eine Rolle gespielt haben - und Amazon entfachte geschickt einen harten Bieterstreit, um möglichst viel für sich herauszuschlagen: New York City bot Bezos 1,5 Milliarden Dollar Steuerbegünstigungen und Virginia lockte mit 573 Millionen Dollar.

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Und das, obwohl beide Städte per se schon attraktive Standorte für Amazon sein dürften: Arlington bietet eine direkte Nähe zu den politischen Entscheidern und New York zieht Kreative aus aller Welt an.

Außerdem plant Amazon in Nashville, Tennessee, ein weiteres Büro für 5000 Beschäftigte zu errrichten. Dafür will der Online-Händler 230 Millionen Dollar in den Standort investieren.

Die Investitionen und vielen Arbeitsplätze erklären auch, warum die US-Städte derart um HQ2 warben: Amazon versprach im September 2017, dass es für den Standort 50.000 Arbeitsplätze und fünf Milliarden Dollar Investitionen gebe. Nachdem sich jede größere Stadt in den USA beworben hatte, konnte Amazon sich die Rosinen herauspicken und erhielt gleichzeitig Einsicht in die Daten aller Bewerber.

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"Wir sind Zeugen eines zynischen Spiels"

Bei den auserwählten Standorten herrscht derweil nicht nur Euphorie: Der Handelsgigant bringt zwar Arbeitsplätze, sorgt aber für höhere Mieten, steigende Häuserpreise und überfüllte Straßen wie öffentliche Verkehrsmittel.

Viele Kritiker erinnern an den Amazon-Standort Seattle, der sich durch die steigenden Mietpreise nun mit vielen Obdachlosen auseinandersetzen muss. Als die Stadt eine Steuer für große Firmen und deren Mitarbeiter einführte, um die Obdachlosen zu unterstützen, wurde sie von Amazon mehr oder weniger erpresst und musste das Projekt wieder zurückziehen.

Der New Yorker Senator Michael Gianaris und der Stadtrat Jimmy Van Bramer schrieben in einem Statement: "Wir sind Zeugen eines zynischen Spiels, in dem Amazon New York überlistet hat. Es schenkt dem wohlhabendsten Unternehmen der Welt Steuererleichertungen für Arbeitsplätze, die weniger als drei Prozent der Jobs ausmachen, die in unserer Stadt in zehn Jahren geschaffen werden."

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