Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Amazonstock Adobe Com 97655541 Web
Eine neue IFH-Studie zeigt, dass immer mehr Menschen bei Amazon bestellen (Bild: stock.adobe.com)
Amazon Online Shop Jeff Bezos

Amazon kassiert jeden zweiten Euro im Netz

Eine neue IFH-Studie zeigt, dass Kunden immer schneller und häufiger bei Amazon bestellen. Fast jeder zweite im Netz ausgegebene Euro landet beim E-Commerce-Riesen. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie im Überblick.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kein Wunder, dass Jeff Bezos der reichste Mann der Welt ist. Die neue Studie "Amazonisierung des Konsums" des Marktforschungsunternehmen IFH Köln zeigt, dass immer mehr Menschen Amazon für ihren Einkauf nutzen. Im Jahr 2017 bestellten Amazon-Kunden im Schnitt 41 Mal Artikel beim Onlinegiganten – und damit doppelt so häufig wie noch vor fünf Jahren. Im Jahr 2004 löste jeder Amazon-Kunde durchschnittlich nur acht Bestellungen aus. 

Für die Studie hat das IFH unter anderem die Bestellhistorie von knapp 200 repräsentativ ausgewählten Amazon-Kunden ausgewertet. Ein weiteres Ergebnis: Die Bestellhäufigkeit stieg bei Mitgliedern von Amazons Kundenbindungsprogramm Prime. Von durchschnittlich 27 Bestellungen in 2013 auf 61 im vergangenen Jahr.

"Gerade in den zurückliegenden fünf Jahren hat sich Amazon nachhaltig und umfassend im Relevant Set der Konsumenten verankert – und zwar so stark, dass der Weg zum Kunden für andere Anbieter regelrecht abgeschnitten wird", sagt Eva Stüber, Mitglied der Geschäftsleitung am IFH Köln. "Eine Neukundengewinnung scheint so nahezu unmöglich." Händler müssten radikal umdenken und ihr Geschäftsmodell auf den Prüfstand stellen, wenn sie in einer "amazonisierten Welt des Konsums" Bestand haben wollten.

Anzeige

Die Warenkorbgröße sinkt

Doch die Medaille hat auch eine Kehrseite: Obwohl immer mehr Menschen bei Amazon bestellen, sinkt die Größe der Warenkörbe. Im vergangenen Jahr landeten pro Bestellung im Schnitt 1,3 Produkte im Warenkorb. Im Jahr 2004 waren es noch 1,8 Artikel. Der Trend geht somit weg von Sammelbestellungen hin zum direkten "One-Click-Buy".

180417 Kaufverhalten Bei Amazon Im Zeitverlauf
Die Bestellhäufigkeit bei Amazon im Vergleich zu der Größe der Warenkörbe (Bild: IFH Köln)

Fast jeder zweite im Netz ausgegebene Euro landet bei Amazon

Die ausgeprägte Kundenbindung schlägt sich auch in den Marktanteilen nieder, die Amazon hält. So verbucht Amazon – über den Eigenhandel und den Marketplace zusammengenommen – 46 Prozent der Onlineumsätze in Deutschland für sich. 

Ein weiterer großer Teil der Umsätze im Netz wird von Amazon beeinflusst, weil Konsumenten dort zuvor nach Produktinformationen, Preisen, Kundenbewertungen oder Marken gesucht haben. Beispielsweise ist Amazon bei 21 Prozent der Onlineumsätze mit Consumer Electronics (CE) und Elektro Teil der Customer Journey. Sieben von zehn Euro, die im Netz für CE-Artikel ausgegeben werden, gehen zudem direkt über Amazons virtuelle Ladentheke.

"Amazon hat praktisch in allen Branchen bei einem beachtlichen Teil der Onlineumsätze seine Finger im Spiel – direkt oder indirekt. Wir gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzen wird – auch in Branchen wie Fashion & Accessoires, denen grundsätzlich eine hohe Emotionalität zugeschrieben wird", so Hansjürgen Heinick, Consultant am IFH Köln. Das stärkere Marktplatzwachstum könnte die Entwicklung sogar wesentlich beschleunigen.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick

  • 2004 bestellten Amazon-Kunden im Schnitt 8,1 Mal bei Amazon; 2013 löste jeder Kunde durchschnittlich 20,1 Bestellungen und 2017 41,3 Bestellungen aus
  • 2013 bestellten Amazon-Prime-Kunden im Schnitt 26,9 Mal bei Amazon; 2017 löste jeder Amazon-Prime-Kunde durchschnittlich 60,9 aus
  • 2004 bestand eine Amazon-Bestellung im Schnitt aus 1,8 Artikeln; 2017 waren es durchschnittlich 1,3 Artikel
  • 46 Prozent der Onlineumsätze in Deutschland werden von Amazon (Eigenhandel und Marketplace zusammengenommen) generiert
  • 21 Prozent der Onlineumsätze mit Consumer Electronics (CE) und Elektro in Deutschland werden von Amazon beeinflusst, weil Konsumenten dort zuvor nach Produktinformationen, Preisen, Kundenbewertungen oder Marken gesucht haben.

Als Brancheninsider liefert das IFH Köln Information, Research und Consulting zu handelsrelevanten Fragestellungen im digitalen Zeitalter.

Teilen
Jederzeit top informiert

Die wichtigsten LEAD Nachrichten per Messenger oder Newsletter

Anzeige
Anzeige
Verlagsangebot
Das könnte dich auch interessieren
Anzeige
Anzeige
Aktuelle Stellenangebote
Alle Stellenangebote