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AlexiBexi: YouTuber und Medienfuzzi mit Meinung

AlexiBexi alias Alexander Böhm ist eine feste Größe im YouTube-Universum. Im Interview mit LEAD spricht er darüber, wie er zu seiner Influencer-Karriere kam und warum Haltung als Influencer wichtig ist.

Im Interview mit LEAD-Autorin Antonia Wille spricht der YouTuber darüber, wie er zu seiner Karriere kam (Bild: AlexiBexi)
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AlexiBexi alias Alexander Böhm ist eine feste Größe im YouTube-Universum. 1,3 Millionen Menschen folgen ihm auf dem Video-Portal, 1,2 Millionen Follower hat er insgesamt auf seinen Instagram-Kanälen. Seine Themen: Technik, Kurzfilme und Entertainment.

Sein hauptsächlich männliches Publikum liebt seine Authentizität und lässt sich seit Kurzem auch für Politik begeistern. Denn auch AlexiBexi war Teil des diskutierten Statements zur Europawahl, angezettelt von seinem Kollegen Rezo.

LEAD: Alex, dir folgen 1,3 Millionen Abonnenten auf YouTube. Diese Reichweite baut sich nicht über Nacht auf, seit wann machst du Videos und wie bist zu überhaupt zum Filmen gekommen?

AlexiBexi: Das war ein Prozess. Ich mochte schon immer das Spiel mit der Kamera. Als Kind hatte ich die Kamera meines Daddys und habe gemerkt, dass die Arbeit mit ihr magisch ist. Man kann so wunderbare Dinge mit ihr erzählen, also habe ich das immer weiter ausprobiert. In der Schule war ich zwar der Kamera-Nerd, aber ich war einfach begeistert von der Idee, die Technologien herauszufordern. Was kann ich alles mit einer Kamera und einem Computer machen?

LEAD: Und dann kam irgendwann das Internet...

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AlexiBexi: Genau, plötzlich gab es auch noch Plattformen, wo man seine selbstgedrehten Videos hochladen konnte und direktes Feedback bekam. Das war richtig geil. 2010 habe ich dann aktiv auf YouTube angefangen, Videos hochzuladen. Am Anfang waren es einfach Blödelvideos, die meinen Freunden und mir unheimlich Spaß machten. Beispielsweise haben wir eine Wasserbombe auf dem Kopf zerplatzen lassen und das ganze rückwärtslaufen lassen. Es war definitiv am Anfang eine Zeit des Video-Experimentierens.

LEAD: Irgendwann wurde es aber professioneller. Was macht deinen Kanal heute aus?

AlexiBexi: Tatsächlich ist mein Kanal im Großen und Ganzen noch immer das, womit ich angefangen habe. Es gibt immer noch Blödel-Videos, aber natürlich wird man auch älter. Was sich nicht verändert hat: Ich experimentiere immer noch wahnsinnig viel. YouTube ist mein kleiner, experimenteller Raum.

LEAD: Aber du betreibst ihn heute hauptberuflich.

AlexiBexi: Zu Beginn habe ich nicht daran geglaubt, dass meine Videos irgendwann mein Beruf werden würden. Aber je länger ich auf YouTube aktiv war, umso klarer wurde mir, dass das eben ein neues Medium unserer Zeit ist, das man für sich nutzen kann. Ich erreiche da Menschen, die sich für die gleichen Themen wie ich interessieren. Die genau die gleichen Ambitionen haben, die Leidenschaft für Technik und Musik teilen, und mit denen ich wohl auch befreundet wäre.

Am Anfang war die Sache mit dem Geld verdienen auf YouTube eher Wilder Westen. Erst ab 2016 haben sich klare Strukturen rauskristallisiert, sodass ich dann regelmäßig Geld verdient habe.

LEAD: Wie kann man sich deinen Alltag denn dann vorstellen?

AlexiBexi: Ich bin auf YouTube selbstständig, gleichzeitig aber auch der klassische Medienfuzzi, mache also neben YouTube auch noch andere Dinge im Bereich Medien, Fotografie und Social Media. Das bedeutet, ich stehe in der Regel gegen halb 6 Uhr morgens auf, mache Sport und setze mich dann an den Schreibtisch. Es warten Emails sowie Skripte auf mich, Meetings werden ausgemacht, und am Ende eines Tages falle ich ins Bett. Mir ist ein geregelter Tagesablauf wichtig.

LEAD: Was glaubst du, ist dein Erfolgsrezept?

AlexiBexi: Ich mache alles so, wie ichs für am besten halte. Mir ist es wichtig, so authentisch wie möglich zu sein. Ich setze alle Ideen so um, wie ich will und lasse mir nicht reinreden. Das mögen die Leute, ich nenne es immer, "gelebte Authentizität".

LEAD: Werbung versus eigene Projekte: Wie sehr beeinflusst dich das?

AlexiBexi: Um ehrlich zu sein, sind die eigenen Projekte immer noch die Herzensprojekte. Die Projekte, die von extern reinkommen, also Kooperation und Werbedeals, sind cool, aber auch sehr viel zeitintensiver, als das, was man sonst macht. Mir ist mein Regelbetrieb immer lieber, weil hier meine Leidenschaft steckt und ich machen kann, was ich will.

LEAD: Du bist Influencer, wie nutzt du deinen Einfluss?

AlexiBexi: Ich würde erstmal sagen, dass ich gar nicht der klassische Beeinflusser bin. Meine Community neigt dazu, eher mit mir über Neuheiten und Reviews zu diskutieren und eigenständig zu denken. Aber klar: Ich zeige natürlich, was für neue Möglichkeiten es gibt.

LEAD: Und du hast dich auch für politisches Engagement entschieden!

AlexiBexi: Das stimmt. Das war tatsächlich aber ein Prozess. Die Politikverdrossenheit war bei mir schon immer groß, mit der Diskussion um Artikel 13 habe ich mir erstmals Gedanken gemacht, wie man da jetzt eigentlich reagieren kann. Alleine auf YouTube mit Politik loszulegen, habe ich mich aber nicht getraut. Als dann der Aufruf zum Statement kam, habe ich bemerkt: Uii, da sind Leute, die Bock haben, gemeinsam aufzuklären und etwas zu bewegen. Wichtig war mir dabei nicht eine Wahlempfehlung abzugeben, sondern aufzuzeigen, was in der Vergangenheit nicht funktioniert hat.

LEAD: Wie haben deine Follower darauf reagiert?

AlexiBexi: Tatsächlich hatte ich ein paar Minus-Abonnenten, die meine Aktion nicht so gut fanden, gleichzeitig gab es aber auch viele, die meinte, endlich sagt mal jemand was und holt die Leute bei so ein wichtiges Thema ab. Mich hat die positive Rückmeldung auf jeden Fall motiviert, öfters Stellung zu beziehen.

LEAD: Wie empfindest du denn die Reaktion von Seiten der Politik?

AlexiBexi: Ich finde es sehr schwierig, wenn die Politik die Meinung von jüngeren Menschen bis hin zu Mitte 30 einfach diskreditiert und sogar beleidigt. Ich verstehe diese Reaktion um ehrlich zu sein so gar nicht. Auch der Ruf nach Meinungsregulierung ist der völlig falsche Ansatz. Es braucht Medienkompetenz. Jeder von uns muss ein Grundverständnis entwickeln, wie man mit verschiedenen Meinungen umgeht. Aber Verbote sind einfacher als Medienkompetenz. Für letzteres müsste man in Schulen und Unis gehen, nachhaltiger agieren und mehr Geld in die Hand nehmen.

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