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Location Based Services

Adé Beacons

Ein Abgesang auf die einst gehypte Marketing-Technologie von Benjamin Thym, Geschäftsführer der Offerista Group.

© Beacon
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Noch vor wenigen Jahren waren Beacons die Technologie, die den stationären Einzelhandel und die Innenstädte vor den bösen Online-Händlern retten sollte. Zwar haben die kleinen Sender mit Pushnachrichten auf Smartphones Kunden in Geschäfte geholt, aber die absolute Anzahl erreichbarer Konsumenten wächst seit Jahren viel zu langsam. Der anfängliche Beacon-Hype hat sich zumindest auf Dauer nicht bewahrheitet. Für den Handel und das Handelsmarketing passt bei Beacons die Kosten-Nutzen-Rechnung nicht. Der Aufwand und die Kosten für die Anschaffung, die Installation und die Instandhaltung der Hardware sind zu groß. Außerdem werden mit Beacons trotz hoher App-Nutzerzahlen nicht die Reichweiten erzielt, die für einen effizienten Einsatz notwendig sind. Mindestens die Hälfte der theoretisch erreichbaren Nutzer hat Bluetooth gar nicht eingeschaltet und kann keine Beacon-Signale empfangen. Daher baut heute fast kein Unternehmen in der Handelsbranche mit Beacons skalierbare Use Cases auf.

Es gibt inzwischen bessere Alternativen

Als wir Anfang 2013 als einer der ersten Anbieter in Deutschland einen Store in München mit Beacons ausgestattet hatten, war diese Technologie noch das beste Mittel, um die Kunden direkt, ortsbasiert und kontextbezogen zu erreichen. Aber Technologien können immer nur Mittel zum Zweck sein, die Lösung muss im Vordergrund stehen. Das Festhalten an Technologien ist gefährlich. Mittlerweile gibt es viel bessere Alternativen, die mit größerer Konsumentenreichweite und effizienter funktionieren. Beispielsweise können wir mit Geofencing die Orte, an denen Nutzer gezielte Botschaften erhalten, immer genauer aussteuern. Für diese virtuellen Zäune benötigen Händler keine teure Hardware.

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Trotzdem müssen wir den Beacons dankbar sein. Sie waren eine wichtige Brückentechnologie und haben den Weg hin zur notwendigen Digitalisierung der Einzelhändler geebnet. Ich würde fast sagen, Beacons haben die Branche wachgerüttelt. Ohne Beacons und den damaligen Hype um sie wäre das Handelsmarketing nicht so digital wie heute. Die meisten Einzelhändler haben dadurch gesehen, dass sie nicht mehr neidisch auf den Online-Handel mit seinen vielen digitalen Möglichkeiten blicken müssen. Sie können ihre Kunden mobil mittlerweile sogar gezielter und effizienter erreichen, als rein im Web. Und auch die Messbarkeit des Umsatzbeitrags der Location-based-Kampagnen ist heutzutage kein Problem mehr.  

Ganz tot sind Beacons aber nicht. Bei Geschäftsmodellen mit einer kontrollierten Nutzerbasis haben sie durchaus ihren Nutzen. Beispielsweise finden sie im PropTech-Segment ihre Einsatzszenarien. Für den Einzelhandel aber hat das Post-Beacons-Zeitalter längst begonnen.  

Thym Benjamin Cr Offerista Geschaftsfuhrer
© Offerista

Benjamin Thym hatte 2009 den mobilen Produkt-Guide Barcoo mitgegründet, der 2013 als einer der ersten Anbieter in Deutschland Beacons in Einzelhandelsfilialen eingesetzt hat. Vor zwei Jahren ist Barcoo zusammen mit dem Anbieter für digitale Prospekte Marktjagd zur Offerista Group fusioniert, die stationäre Händler mit standortbasiertem Marketing unterstützt.

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