Anzeige
Anzeige
Kinder App 599104814 I Stock
Was Entwickler von Kinder-Apps alles beachten müsssen (Foto: iStock)
Games Kinder Apps

7 Tipps für eine erfolgreiche Kinder-App

Kinder sind neugierig, ungeduldig - und haben bei Spielen auf dem Smartphone spezielle Anforderungen. Was Entwickler von Kinder-Apps alles beachten müsssen, erklärt Rolf Kosakowski​ von KB&B.

Anzeige
Anzeige

Spiele gehören zu der mit großem Abstand beliebtesten Kategorie im App-Store, so eine Erhebung von Statista. Unter den Nutzern, das liegt in der Natur der Sache, befinden sich im Gegensatz zu Kategorien wie Business oder Hilfsmittel überdurchschnittlich viele Kinder - eine Zielgruppe mit ganz speziellen Anforderungen.

Soll eine App für Kinder zum Erfolg werden, dann gilt es neben den Kindern - den Nutzern - auch die Eltern zu beachten. Denn sie sind es, die vor dem Download das letzte Wort haben.

Free, Freemium oder Paid. Was ist das Finanzmodell?

Ganz grundsätzlich gilt, dass der Content immer gut sein muss, egal wie die Strategie einer App aussieht. Noch vor Beginn der Entwicklungsphase muss dann die Frage nach der Monetarisierung beantwortet werden. Ist die App ein Marketing-Tool, welches unterstützend für ein bestimmtes Produkt oder eine Marke eingesetzt wird? Oder ist die App der eigentliche Kern eines Geschäftsmodells? Nur wer sich vorher bewusst macht, ob und wann eine App kostenpflichtig wird, kann ein stringentes Konzept aufbauen. Bei allen Apps gilt unabhängig von den Nutzern, dass die Kosten im Vorfeld transparent kommuniziert werden müssen. Besonders bei Kindern ist es aber wichtig, dass In-App-Käufe nur durch die Eltern durchgeführt werden können und die Kinder vor unerwarteten Kosten geschützt werden.

Lead Rep 1 19 Ctab 1200X1200
Kompaktes SEO-Wissen für Einsteiger & Profis

Im LEAD Report „Workbook SEM/SEO“ lernst du alle grundlegenden Begriffe und Werkzeuge kennen, um erst mal loszulegen, um dann deine bestehenden Maßnahmen gründlich zu durchleuchten und um schließlich mit Dienstleistern auf Augenhöhe zu sprechen. Damit dir so schnell keiner mehr was vormachen kann!

​Die Vorschaubilder müssen den USP deutlich zeigen

Kinder achten, wie auch die Erwachsenen, im App-Store auf das Icon, mit dem die App auf dem Startbildschirm angezeigt wird. Die Vorschaubilder, die zudem noch vor dem Download einen Eindruck vom Spielerlebnis der App vermitteln, tragen also ganz ausschlaggebend zur Download-Entscheidung bei. Sollte bei diesen Bildern nicht sofort klar werden, welchen Mehrwert die App bietet, was direkt nach dem Login passiert oder mit welchen besonderen Features sie die Nutzer fesselt, verliert die App das Interesse der Kinder. Und wenn die Eltern sich schlecht vorstellen können, was genau sie für ihre Kinder herunterladen, dann werden sie diesen Schritt erst gar nicht gehen. Der erste Eindruck zählt!

Auch interessant: Roblox: Das Kinderspiel, das erfolgreicher ist als Fortnite und YouTube

Starte direkt mit einer Aktion!

Kinder sind neugierig und ungeduldig - das ist auch gut so! Wenn sich eine App zu lange mit langen Intros, Erklärungen oder Bedienungsanleitungen aufhält, ist die Aufmerksamkeit der Kinder schnell wieder verflogen. Um das Interesse zu halten, ist es deshalb sinnvoll, direkt mit einer Aktion (instant action) zu starten. Ein simples Feld, über das man mit einem “Hier geht´s los” direkt in das Spiel einsteigen oder bei Bedarf das Intro überspringen kann, hilft die Ungeduld der Nutzer bestmöglich zu kanalisieren.

Kinder brauchen ein selbsterklärendes und adäquates UI- und UX-Design

Das Alter, in dem Kinder zum ersten Mal mit Smartphones und Apps in Kontakt kommen, sinkt zunehmend. Diese Erkenntnis beinhaltet auch, dass die Zielgruppe aus Usern besteht, die noch nicht oder noch nicht flüssig lesen können. Hilfe über Textfelder anzubieten ist also keine Option. Die App muss deshalb so gestaltet sein, dass die Kinder die Anwendung intuitiv verstehen und nutzen können. Zentral ist es dabei auf den Entwicklungsstand der Zielgruppe zu achten, damit sie gefordert, aber nicht überfordert wird. Hilfreich können sinnvolle Animationen sein, zum Beispiel also zeigende Finger, die auf den nächsten Schritt hinweisen. Oder kleine Maskottchen, die die Kinder als wiederkehrendes Motiv durch die App führen und sie beim Spiel begleiten. Finden solche Interaktionen nicht statt, schlägt Motivation schnell in Enttäuschung um und die App wird nicht mehr genutzt.

Aufmerksamkeit gezielt erzeugen

Nach der Veröffentlichung der App einfach nur auf plötzlichen Erfolg zu hoffen, ist eine schlechte Idee. Denn mit aktuell 2,1 Millionen Apps im Apple AppStore ist die Konkurrenz riesig. Um hier nicht unterzugehen, braucht eine App immer auch ein Kommunikationskonzept, das den Launch begleitet, für Aufmerksamkeit und schlussendlich auch die notwendigen Downloads sorgt. Reviews und Testberichte sind dafür die erste Anlaufstelle, um gezielt Aufmerksamkeit zu erzeugen. Erhöhte Sichtbarkeit kann ebenso durch eine sinnvolle Verknüpfung von digital und analog in beide Richtungen erfolgen: Ist die App ein Marketing-Tool für ein bestimmtes Produkt, so bieten sich Aktionen am POS an, die die Aufmerksamkeit aus dem Laden auf die App übertragen. Gleichzeitig ist auch der umgekehrte Weg denkbar, über den beispielsweise Gutscheine aus einer App im Laden eingelöst werden können.

Schutz der Privatsphäre hat bei Kinder-Apps höchste Priorität

Sicherlich, die Auswertung von Tracking-Daten kann interessante Informationen liefern, mit denen Apps fortlaufend verbessert werden können. Sind aber Kinder die Zielgruppe, sollten andere – noch höhere – Maßstäbe angesetzt werden, damit auch Kinder, die die Tragweite eines einfachen Häkchens noch nicht abschätzen können, geschützt sind. Basierend auf dieser besonderen Sorgfaltspflicht verbietet Apple beispielsweise Werbung und Analyse-Dienste in Kinder-Apps. Wer dennoch Daten über das Nutzungsverhalten der Kinder mit der App erheben will, sollte auf Live-Tests zurückgreifen, die die Daten in einem geschützten Rahmen erheben und die Privatsphäre der Kinder wahren.

Marathon statt Sprint. Regelmäßige Tests und Pflege müssen sein!

Eine App ist nicht fertig, wenn sie in den Stores zum Download bereit steht. Dann ist zwar der Großteil der Arbeit erstmal getan, eine App muss aber auch regelmäßig angepasst, gepflegt und mit neuem Content angereichert werden. Auch die Anforderungen der Provider können sich ändern. Die Kosten, die dabei entstehen, sollten natürlich immer mit bedacht werden. Um dabei effizient zu arbeiten, sind regelmäßige Tests, die im Idealfall schon vor dem Rollout beginnen, unbedingt notwendig.

Auch interessant: Wenn Senioren zocken

Anzeige

Rolf Kosakowski ist Gründer und Chef von KB&B, einer Marketingagentur für Kinder- und Familienmarketing und ein ausgewiesener Spezialist für Fragen rund um diese speziellen Zielgruppen.

Newsletter

Mit dem LEAD Newsletter und dem LEAD Tech Newsletter immer top informiert zu allen Themen des digitalen Lebens. Egal ob beruflich oder privat.

Anzeige
Verlagsangebot
Anzeige
Aktuelle Stellenangebote
Alle Stellenangebote
Anzeige