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Immer häufiger arbeiten Unternehmen daran, künstliche Intelligenz zugänglicher zu machen (Foto: AdobeStock)
KI AI Innovation

5 Mythen über künstliche Intelligenz, die Innovationen verhindern

Künstliche Intelligenz könnte unser Leben verbessern. Allerdings halten diverse Mythen über KI Unternehmen davon ab, selbst diese Technologie auszuprobieren und einzusetzen, schreibt Stefan Ebener, Manager Customer Engineering für Google Cloud.

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Um KI ranken sich viele Mythen. Diese können jedoch zu verpassten Möglichkeiten führen, Lösungen für reale Herausforderungen mithilfe von künstlicher Intelligenz zu finden. Dabei stellen diese Entwicklungen bereits heute bei einer Vielzahl an Aufgaben eine Unterstützung dar – seien es Business-Entscheidungen in Unternehmen, Verbesserungen im Gesundheitswesen oder in der Katastrophenvorsorge.

KI wird nur für High-Tech-Entwicklung wie Roboter oder andere Produkte aus Science-Fiction-Filmen eingesetzt

Künstliche Intelligenz wird häufig mit Robotern in Verbindung gebracht, die uns irgendwann zu Diensten sein werden. Doch eigentlich ist KI nur eine andere Art, "Computer, die Daten verwenden, um Menschen zu unterstützen" zu sagen.

Aber auch heute schon helfen uns zahlreiche KI-Anwendungen in unserem Alltag: Google Maps leitet uns automatisch auf dem schnellsten Weg zu unserem Ziel, einige Haushalte nutzen intelligente Messgeräte, die ihren Stromverbrauch selbstständig anpassen, und die besten Spam-Filter unserer E-Mail-Fächer funktionieren dank KI.

Auch in Unternehmen kann maschinelles Lernen viele praktische Aufgaben erledigen: von der Unterstützung bei der Zuweisung von Ressourcen über die Vorhersage und Reaktion auf die zukünftigen Bedürfnisse der Kunden bis hin zur Automatisierung lästiger Aufgaben, die jeden Tag auf dem Computer erledigt werden müssen und von der eigentlichen Arbeit abhält. Zudem werden diese KI-Werkzeuge auch abseits von Unternehmen dazu verwendet, um Menschen zu helfen.

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So arbeiten Biologen mit Googles “AI for Social Good”-Programm zusammen, um mit Hilfe von KI bestimmte Walgesangsstimmen in Tausenden von Stunden Ozeanaufzeichnungen zu identifizieren. Diese eigentlich sehr zeitintensive Aufgabe erledigt die KI schneller und zuverlässiger, als es Menschen jemals könnten.

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Mensch oder Maschine

Unternehmen experimentieren mit künstlicher Intelligenz. Ob im Kundenservice oder in der Medizin, KI kann fast überall eingesetzt werden. Sollte es bei den Anwendungsgebieten Grenzen geben? Im Gegensatz zum Menschen fehlt der intelligenten Maschine nämlich eine Sache – das Gewissen. Die Diskussion um Fragen der Ethik lässt sich im LEAD Bookazine 3/2018 nicht vermeiden.

Nur Entwickler und KI-Experte können KI-Lösungen erstellen

Immer häufiger arbeiten Unternehmen daran, künstliche Intelligenz zugänglicher zu machen: Verschiedene Technologie-Anbieter stellen Schnittstellen - sogenannte APIs - zur Verfügung, mit denen jede Organisation bereits vortrainierte KI-Systeme in ihre eigenen Entwicklungen integrieren kann. So gibt es bereits zahlreiche APIs, die zur Bildanalyse genutzt werden.

Für die Bedienung dieser Plattform muss man kein auf KI spezialisierter Entwickler sein, sondern kann diese bereits nach einer kurzen Einführung selbst einsetzen.

Auch interessant: Künstliche Intelligenz braucht kreative Intelligenz

Für ein KI-Projekt benötigt man viele und vor allem eigene Daten

Daten sind ein wichtiger Teil für die KI-Entwicklung – sie sind die Sprache, mit denen ein entsprechendes Modell mit der Welt interagiert. Was für eine KI-Anwendung aber unabkömmlich ist, ist eine datengetriebene Aufgabe – also eine Herausforderung basierend auf Informationen.

Diese müssen allerdings nicht im eigenen Unternehmen vorliegen. Zahlreiche digitale Datensätze stehen zur freien Verfügung und können von jedem genutzt werden.

Die Naturschutz-App WildBook durchsucht mithilfe einer KI, die auf Basis dieser frei zugänglichen Daten trainiert wurde, unter anderem YouTube nach zuvor markierten Tieren aus der Wildnis. Auf diese Weise können Forscher ganz bestimmte Exemplare auf der ganzen Welt verfolgen. Doch nicht nur Rohdaten stehen gratis zur Verfügung, sondern auch gut gepflegte und kommentierte Fachdatensätze aus den verschiedensten Bereichen.

KI ist eine "set it and forget it"-Lösung und läuft von selbst

KI braucht Menschen, sie braucht Fachkräfte. Eines der größten Missverständnisse über KI ist, dass sie, weil sie das Wort "Intelligenz" in sich trägt, einfach auf sich allein gestellt arbeitet. KI ist allerdings vielmehr ein weiteres Werkzeug, das bei der Arbeit unterstützt.

So wie Maschinen gewartet werden, muss auch eine KI regelmäßig überprüft und gepflegt werden. Dies ist sowohl zur Instandhaltung als auch zur Optimierung der Algorithmen unerlässlich. Aus diesem Grund müssen einige Mitarbeiter Zeit und Ressourcen aufwenden, um die KI-Systeme zu pflegen, damit sie ihre Aufgaben zuverlässig erfüllen.

Tech-Experten und Entwickler sind der einzige Schlüssel für eine gute KI

Es gibt viele Geschichten über Ausnahmetalente in der Technologiebranche, die quasi im Alleingang herausragende Erfindungen entwickelt haben. Allerdings funktioniert das leider nicht und all diese Genies hatten auch immer ein Team um sich.

KI-Experten und Entwickler sind großartig darin, das technologische Grundgerüst aufzubauen - aber nur, wenn sie die inhaltlichen Herausforderungen verstehen. Fachkräfte und Experten sind daher die ideale Unterstützung, um real existierende Herausforderungen anzugehen und die KI-Werkzeuge für den Arbeitsalltag zu optimieren.

Aus diesem Grund unterstützt die Organisation DataKind Unternehmen und Non-Profit-Organisationen dabei, die richtigen Experten zusammenzuführen. DataKind sieht KI und Data Science als Teamsportarten: Fachkräfte aus den verschiedensten Bereichen sind ebenso unerlässlich für die Entwicklung wie Tech-Experten. Ein Entwickler könnte als Schlüsselspieler in diesem Team angesehen werden, aber ohne die Fachkräfte, die täglich mit spezifischen Herausforderungen konfrontiert sind, kann es nicht funktionieren.

Auch interessant: Fluch & Segen: Was wir von künstlicher Intelligenz erwarten können

Um die Entwicklung von KI-Systemen für die Gesellschaft weiter zu unterstützen, hat Google.org, der philanthropische Ableger von Google, die globale AI Impact Challenge ins Leben gerufen. Diese weltweite Initiative soll Sozialunternehmer und Non-Profits dazu inspirieren, ihre Ideen von KI-Entwicklungen zur Lösung sozialer und humanitärer Probleme einzureichen. Damit erhalten Organisationen die Chance auf einen Teil des Preisgeldes in Gesamthöhe von 25 Millionen US-Dollar sowie Unterstützung in der Verwirklichung mit Angeboten von Google Cloud. Noch bis zum 22. Januar können Ideen und Konzepte eingereicht werden.

Über den Autor: Stefan Ebener leitet als Manager Customer Engineering für Google Cloud ein EMEA-weites Machine Learning- und KI-Expertenteam. Darüber hinaus ist er freiberuflicher Dozent der Wirtschaftsinformatik und beschäftigt sich neben ML, KI und Big Data mit dem Thema „Opinion Leader Identification & Management“.

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